Die neue Nationale Tourismusstrategie ist beschlossen. Mit dem Ziel, den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, setzt die Bundesregierung auf eine Kombination aus Bürokratieabbau, steuerlichen Erleichterungen und einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.
Der Landtag von Baden-Württemberg hat den Weg für die Rückerstattung von Corona-Soforthilfen frei gemacht. Wer vor dem 8. April 2020 Anträge stellte und bereits Geld zurückgezahlt hat, erhält dieses nun inklusive Zinsen zurück – allerdings erst nach einem noch einzurichtenden Antragsverfahren.
Mit Anwälten und Abmahnungen kämpfen die Oktoberfestwirte gegen den illegalen Weiterverkauf von Tischreservierungen. Nachdem erste Urteile gegen horrende Preise gefallen sind, warnen Stadt und Wirte nun gemeinsam: Gültig sind nur Original-Reservierungen.
Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Verbot der Bettensteuer durch den Freistaat Bayern vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. Zuerst muss aber noch der Stadtrat zustimmen.
Der Mindestlohn kommt. Und das mit überraschend wenig Ausnahmen. Wie Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles gestern mitteilte, seien lediglich Personen unter 18 Jahren, Ehrenamtliche und Langzeitarbeitslose von der Untergrenze ausgenommen. Der geplante Mindestlohn von 8,50 Euro soll 2015 in Kraft treten.
Andrea Nahles möchte nun doch eine Ausnahme beim Mindestlohn: Sie müssten verhindern, dass junge Menschen lieber einen besser bezahlten Aushilfsjob annehmen würden, statt eine Ausbildung anzufangen, so die Ministerin. Jugendliche unter 18 Jahren sollen daher vom geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro ausgenommen werden. Weitere Ausnahmen, wie beispielsweise von der Union gefordert, lehnte Nahles jedoch ab.
Der Rahmen für die Sommerferien soll bundesweit von derzeit 70 auf 90 Tage ausgedehnt werden, so ein Bericht der Rheinischen Post. Die Ministerpräsidenten der Länder hätten eine entsprechende Beschlussvorlage ausgearbeitet. Als Folge könnten die großen Ferien in manchen Bundesländern bereits Anfang bis Mitte Juni beginnen. Die Ausweitung soll für die Jahre 2018 bis 2024 gelten. Mit diesem Schritt würde die Politik eine wesentliche Forderung der Tourismuswirtschafft erfüllen.
BDI-Präsident Ulrich Grillo ist unzufrieden mit der Bundesregierung. Wie unzufrieden, verriet er nun in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen: Er könne im Moment keine Konzeption, keine Projekte, keine Richtung erkennen, wie diese Koalition den Industriestandort Deutschland bis 2017 und darüber hinaus weiterentwickeln will. Seiner Meinung nach müsse hingegen der Standort attraktiver und die Probleme der Demographie angegangen werden.
Kaum ein Thema birgt mehr Zündstoff für die Beziehung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern als der Mindestlohn. Während sich die Gewerkschaften in ihren Forderungen nach einer höheren Untergrenze bereits überbieten, meldete sich nun auch der Dehoga zu Wort. Der Verband forderte eine Altersstaffelung für Jugendliche ohne Ausbildung oder Studium und befristete Abweichungen für Langzeitarbeitslose. Zudem müsse es eine differenzierte Lösung für Minijobber sowie eine Sicherstellung der Tarifverträge bis 2016 geben.
Für den ADAC ist 2014 nicht das beste Jahr. Nach den peinlichen Offenbarungen rund um den „Gelben Engel“ stehen nun die Finanzen des Vereins unter genauer Beobachtung. Und siehe da, der Autoclub schuldet dem Bund Steuern in Höhe von fast einer halben Milliarde Euro. Wie die Steuerprüfer herausfanden, habe der ADAC keine Versicherungssteuer abgeführt. Aus Sicht der Prüfer „hätten sich Anhaltspunkte für eine Steuerhinterziehung ergeben“. Ein Ermittlungsverfahren wurde allerdings nicht eingeleitet, die Schuld muss trotzdem beglichen werden.
Unterschiedliche Mehrwertsteuersätze in der Gastronomie stören auch die Eidgenossen. Eine Initiative des Branchenverbandes GastroSuisse wollte das eigentlich ändern, scheiterte nun jedoch an einer Abstimmung des Ständerats. Der Rat folgte damit der Mehrheit der Wirtschaftskommission, die vor Steuerausfällen von 500 bis 750 Millionen Schweizer Franken gewarnt hatte.
Eine unheimliche Krankheit geht um – das Kneipensterben. Betroffen sind vor allem die ländlichen Gebiete. Auslöser der Seuche scheinen laut Dehoga die Bäcker und Fleischer zu sein. Aber auch die ehrenamtlichen Vereine und eine unfaire Steuerpolitik haben offenbar ihren Anteil daran. Vielleicht sind es aber auch einfach die Bedürfnisse und Anforderungen der Gäste, die sich verändert haben.