Die neue Nationale Tourismusstrategie ist beschlossen. Mit dem Ziel, den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, setzt die Bundesregierung auf eine Kombination aus Bürokratieabbau, steuerlichen Erleichterungen und einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.
Der Landtag von Baden-Württemberg hat den Weg für die Rückerstattung von Corona-Soforthilfen frei gemacht. Wer vor dem 8. April 2020 Anträge stellte und bereits Geld zurückgezahlt hat, erhält dieses nun inklusive Zinsen zurück – allerdings erst nach einem noch einzurichtenden Antragsverfahren.
Mit Anwälten und Abmahnungen kämpfen die Oktoberfestwirte gegen den illegalen Weiterverkauf von Tischreservierungen. Nachdem erste Urteile gegen horrende Preise gefallen sind, warnen Stadt und Wirte nun gemeinsam: Gültig sind nur Original-Reservierungen.
Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Verbot der Bettensteuer durch den Freistaat Bayern vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. Zuerst muss aber noch der Stadtrat zustimmen.
Bei der Deutschen Bahn ist mal wieder Arbeitskampf – diesmal sind es die Lokführer, die sich ungerecht behandelt fühlen. Die zuständige Gewerkschaft GDL wetzt schon die Messer, die sogenannte Friedenspflicht endet am 15. Januar. Ende November hatte die Gewerkschaft die bisherigen Verhandlungen für gescheitert erklärt und eine neue Maximalforderung auf den Tisch gelegt: Eine Art Arbeitsunfähigkeitsversicherung, bei der die Bahn die Beiträge bezahlt. Zudem sollten Lokführer nicht mehr in andere Regionen versetzt werden dürfen. Die Bahn reagierte „mit völligem Unverständnis“ auf die Forderung. Schließlich biete die Bahn eine Beschäftigungssicherung wie kaum ein anderes Unternehmen, so eine Sprecherin.
Das Bahnhofsgebäude in Nordenham steht seit Jahren leer – nun möchte ein privater Investor ein Hostel mit 180 Gästebetten und Gastronomie eröffnen. Dem Dehoga schmeckt das allerdings gar nicht, denn das „Havenhostel“ werde die alteingesessenen Beherbergungsunternehmen im Wettbewerb ausstechen, ist sich der Verband sicher. Die Befürchtungen sind nicht ganz von der Hand zu weisen, soll das geplante Hostel doch mit zwei Millionen Euro aus dem Fördertopf der Stadt bezuschusst werden.
Die CSU möchte den nahenden Mindestlohn ein bisschen genauer definieren. Wie Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner der Passauer Neuen Presse verriet, sollten Ausnahmen für bestimmte Bevölkerungsgruppen festgeschrieben werden. So sollten Schüler, Studenten, Rentner und Ehrenämtler nicht den Regelungen des Mindestlohns unterliegen. Ganze Branchen oder bestimmte Tätigkeiten davon auszunehmen, sei jedoch schwierig.
Im kommenden Jahr verkürzt sich der Zeitkorridor für die Sommerfeien um zwei Wochen auf 71 Tage. Die Kultusminister finden das gut, viele Wirtschaftsminister laufen Sturm gegen die Pläne. ADAC und DEHOGA warnen vor überfüllten und teuren Unterkünften, Staus auf den Fernstraßen und befürchten wirtschaftliche Verluste in den Branchen, die vom Tourismus leben.
Nach einem Verhandlungsmarathon haben sich die Bundesvereinigung der Musikveranstalter, die auch den DEHOGA vertritt, und die GEMA auf einen Vertrag geeinigt. Neue Veranstaltungstarife gelten ab Januar 2014 und führen zu moderaten Erhöhungen, teilweise aber auch zu deutlichen Entlastungen.
Die PKW-Maut scheint dem CSU-Chef wirklich am Herzen zu liegen. Nachdem Verkehrsminister Ramsauer zugegeben hatte, dass es im Ministerium bisher keine Pläne für die Umsetzung der Maut gebe, will sich Horst Seehofer nun persönlich einschalten. Da müsse er erst mal für Klarheit sorgen, so der Ministerpräsident. Er könne im Moment nicht durchblicken, wie weit das Ministerium mit der Maut sei. Doch keine Sorge, Hilfe ist schon unterwegs: Schließlich wolle Seehofer sich das Ganze nächste Woche anschauen.
Der Rundfunkbeitrag kennt bisher nur eine Richtung: nach oben. Nun zeichnet sich jedoch zum ersten Mal in der Geschichte der gebührenfinanzierten Sendeanstalten eine Senkung ab. Die zuständige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) geht davon aus, dass es zu einer Absenkung kommen könnte, wie der KEF-Vorsitzende Heinz Fischer-Heidlberger verriet. Wie hoch die Senkung sein wird, könne jedoch erst nach neuen Berechnungen ermittelt werden.
Der Mindestlohn soll kommen. Um eine effektive Kontrolle vor Ort gewährleisten zu können, will das Bundesfinanzministerium nun die Zollverwaltung ausbauen. Selbstverständlich würden veränderte Aufgaben auch zu Veränderungen beim Personal führen, war sich Finanzstaatssekretär Werner Gatzer sicher. Und das, obwohl die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll bereits einen sehr hohen Kontrolldruck ausübe. 2012 seien gut 10.000 Unternehmer mehr kontrolliert worden als noch zwei Jahre zuvor.