Politik

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Die neue Nationale Tourismusstrategie ist beschlossen. Mit dem Ziel, den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, setzt die Bundesregierung auf eine Kombination aus Bürokratieabbau, steuerlichen Erleichterungen und einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.

Der Landtag von Baden-Württemberg hat den Weg für die Rückerstattung von Corona-Soforthilfen frei gemacht. Wer vor dem 8. April 2020 Anträge stellte und bereits Geld zurückgezahlt hat, erhält dieses nun inklusive Zinsen zurück – allerdings erst nach einem noch einzurichtenden Antragsverfahren.

Mit Anwälten und Abmahnungen kämpfen die Oktoberfestwirte gegen den illegalen Weiterverkauf von Tischreservierungen. Nachdem erste Urteile gegen horrende Preise gefallen sind, warnen Stadt und Wirte nun gemeinsam: Gültig sind nur Original-Reservierungen.

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Verbot der Bettensteuer durch den Freistaat Bayern vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. Zuerst muss aber noch der Stadtrat zustimmen.

Und schon sind es nicht mehr nur die Unternehmer, die sich massiv gegen die neue Rundfunkgebühr stellen. Sie könnten den Bürgern nicht zumuten, auf Verdacht eine nicht exakt ermittelte Gebühr zu entrichten, so eine Rathaussprecherin. Auf Anordnung des Stadtdirektors Guido Kahlen werde die Zahlung „bis auf Weiteres“ gestoppt.

Die Arbeitsagentur plant offenbar, im Norden des Landes stärker als bisher mit Qualifizierungsangeboten für Beschäftigte dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Laut eines Berichts der Zeitung „Die Welt“ seien die Mittel für dieses Programm von 6,1 auf 8,3 Milliarden Euro angehoben worden. Auf diesem Weg sollen bis zu 3.000 neue Fachkräfte gewonnen werden.

Den neuen Rundfunkbeitrag mag nun wirklich niemand – also von den öffentlich-rechtlichen Sendern einmal abgesehen. Doch zum Glück gibt es ja die Verbände. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat nun ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben, das zu dem Schluss kommt, dass der neue Beitrag gegen das Grundgesetz verstößt. Es sei formell und materiell verfassungswidrig.

Da soll noch mal jemand sagen, dass nur die Stadtkämmerer auf seltsame Gedanken kommen. Rene Kauschus, Hauptgeschäftsführer des Magdeburger Dehoga, dringt nun auf eine Besteuerung von Umsätzen mit Essen und Getränken bei zum Beispiel Sportplatzfesten. Denn dort gebe es in Sachsen-Anhalt eine Gesetzeslücke. Dem Land entgingen hier enorme Steuergelder, so Kauschus in einem dpa-Interview. So ein Kuchenstand beim Fußballturnier ist aber auch wirklich eine Goldgrube.

Die Poolsicherheits-Initiative des Deutschen Reiseverbandes (DRV) erfreut sich steigender Beliebtheit. Mit Schauinsland-Reisen hat sich nun ein weiteres Unternehmen angeschlossen. Sie würden die DRV-Initiative zur Verbesserung der Poolsicherheit begrüßen und selbstverständlich unterstützen, erklärte Schauinsland-Geschäftsführer und alleiniger Inhaber Gerald Kassner den Schritt. Die Sicherheit und Zufriedenheit ihrer Kunden habe für sie höchste Priorität. Auf dem Programm der Pooltester stehen derzeit 313 Hotels auf den Kanarischen Inseln und 130 in Ägypten – mehr als die Hälfte davon sind bereits überprüft.

Auch der Geschäftsreiseverband VDR ist von der Bettensteuer alles andere als begeistert. Sie stünden seit Sommer 2012 in einem Erfahrungsaustausch mit dem Deutschen Städtetag, so Daniela Schade, Mitglied des VDR-Präsidiums, in einer Pressemitteilung. Doch weil Städte wie Hamburg und Köln jetzt eine äußerst aufwändige Nachweiserbringung durch die Geschäftsreisenden fordern würden, müssten sie noch einmal eingreifen. Diese Nachweise und die Formularvielfalt seien ein unzumutbares Bürokratiegespenst. Der VDR forderte die Städte und Kommunen auf, die Abgrenzung der Geschäfts- von der Privatreise zu vereinheitlichen.

Dass es einen Mangel an Fachkräften gibt, ist keine Überraschung. Hubertus Heil, Vize-Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, hat deswegen nun die Kanzlerin aufgefordert, die Federführung zu übernehmen. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs solle Chefsache werden, so Heil in einem Handelsblatt-Interview. Er fordere einen Deutschen Rat für Fachkräftesicherung, der beim Bundeskanzleramt angesiedelt sei. Die bisherigen Bemühungen der Regierung seien für ihn nicht ausreichend. Die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung habe das Problem weiter verschärft, so der Vize-Vorsitzende.

Zum 1. Januar 2013 ist die Verdienstfreigrenze bei den Minijobs auf 450 Euro gestiegen. Weiterhin sind Minijobber, die keine Befreiung von der Rentenversicherung beantragen, jetzt automatisch rentenversicherungspflichtig. Der Dehoga-Bundesverband hat in einem Beitrag die wichtigsten Punkte für Hoteliers, Gastronomen und ihre Mitarbeiter in Sachen Minijobs dargestellt. Ein Merkblatt, eine Checkliste sowie Muster hält der Verband darüber hinaus für seine Mitglieder bereit.