Brandenburger CDU will angeschlagenen Dorfkneipen unter die Arme greifen

| Politik Politik

Die Brandenburger CDU-Landtagsfraktion will Dorfgaststätten künftig mit einem Förderprogramm des Landes unterstützen. Es gehe darum, gezielt kleine Gaststätten, Kneipen, Bars, Cafés und Gasthöfe im ländlichen Raum zu unterstützen, hieß es in dem Antrag der Fraktion. Demnach seien insbesondere im ländlichen Raum in den vergangenen Jahren viele Gaststätten geschlossen worden. 

«Wir brauchen einen Zukunftspakt für unsere Dorfkneipen in Brandenburg», sagte der CDU-Abgeordnete Frank Bommert. Sie seien weit mehr als nur Orte, an denen gegessen und getrunken wird – «sie sind Treffpunkte, Kommunikationszentren und ein wichtiger Teil unserer dörflichen Identität».

Laut Landesregierung ist die Zahl gastronomischer Betriebe in Brandenburg von 4.101 im Jahr 2010 auf 3.697 im Jahr 2023 gesunken. Gründe sind laut CDU unter anderem die Corona-Pandemie, steigende Energie- und Lebensmittelpreise, Personalmangel sowie fehlende Betriebsnachfolgen.

Geht es nach der CDU, soll die Landesregierung ein eigenes Förderprogramm für die angeschlagenen Kneipen mit mindestens 7,5 Millionen Euro auflegen. Pro Betrieb sollte eine Förderung von bis zu 150.000 Euro möglich sein. Die Fördergelder sollten insbesondere bei Investitionen in bauliche Modernisierung, Digitalisierung und barrierefreien Umbau fließen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Stadt München sieht trotz freiwilliger Vereinbarungen keine spürbare Entlastung im Univiertel. Oberbürgermeister Dominik Krause kündigt an, bei ausbleibender Verbesserung das Verkaufsverbot für Flaschenbier bereits ab 22 Uhr wieder einzuführen.

Die NGG unterstützt die Empfehlungen der Rentenkommission zur Abschaffung des Sonderstatus von Minijobs. Der DEHOGA warnt dagegen vor erheblichen Folgen für rund 1,1 Millionen geringfügig Beschäftigte im Gastgewerbe.

Im Supermarkt greifen viele Menschen zu veganen oder vegetarischen Produkten. Bald müssen sie sich an neue Namen gewöhnen: Bestimmte Begriffe, die an Tiere denken lassen, sind dann nicht mehr erlaubt.

Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzentwurf zur Erhöhung der Alkoholsteuer vorbereitet. Nach einem Medienbericht sollen Spirituosen, Sekt und Alkopops ab dem 1. Januar 2027 um 20 Prozent höher besteuert werden.

Die Bundesregierung hat die Frist zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie verpasst. Nach derzeitiger Planung soll das Gesetz erst Anfang 2027 in Kraft treten, während Berichtspflichten und Auskunftsansprüche ab Juni 2028 greifen sollen.

Eine eigene Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds hat eine Alternative zu den Reformplänen der Regierung erarbeitet. Das Konzept verspricht ziemlich viel. Wie soll es finanziert werden?

Arbeiten bei mehr als 30 Grad, vielleicht sogar körperlich? Das ist nicht nur anstrengend, sondern kann auch gefährlich werden. Gewerkschaften setzen sich für mehr Schutz ein.

Mit Ernst Fischer verliert das deutsche Gastgewerbe eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten. Der langjährige Präsident und spätere Ehrenpräsident des DEHOGA Bundesverbandes ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Sein Wirken reicht weit über seine Amtszeit hinaus.

Die Diskussion um die mögliche Abschaffung oder deutliche Einschränkung von Minijobs wird derzeit mit erstaunlich vielen Emotionen geführt – und erstaunlich wenig über die eigentlichen Auswirkungen. Ein Kommentar von Marc Schnerr.

Die Rentenkommission hat eine Reihe von Vorschlägen zur Zukunft der Alterssicherung vorgelegt. Vom Renteneintrittsfenster bis zur Kapitalrente – das steckt hinter den ungewohnten Begriffen.