Bundespräsident verlegt Amtssitz für drei Tage ins Ruhr Inn-Hotel in Hattingen

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlegt seinen Amtssitz vom 22. bis 24. September 2026 nach Hattingen. Seine Amtsgeschäfte führt er während dieser drei Tage mit einem kleinen Mitarbeiterstab aus dem Ruhr Inn-Hotel. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, werde während des Aufenthalts auch die Standarte des Bundespräsidenten über dem Hotel wehen.

Hotel verbindet Tagungsangebot mit Sauna, Salzgrotte und Fitnessbereich

Das Ruhr Inn wurde im Sommer 2017 eröffnet und gehört nach eigener Darstellung keiner Hotelkette an. Das Vier-Sterne-Hotel bietet Einzel- und Doppelzimmer, barrierefreie Zimmer sowie eine Junior- und eine 80 Quadratmeter große Suite. Die Juniorsuite verfügt über rund 60 Quadratmeter. Eine Gesamtzahl der Zimmer nennt das Haus auf seiner Internetseite nicht.

Alle Zimmer sind nach Angaben des Hotels Nichtraucherzimmer und mit Bad, Haartrockner, Fernseher und WLAN ausgestattet. Im Übernachtungspreis enthalten seien das Frühstück, kostenlose Parkplätze sowie die Nutzung des Sauna- und Fitnessbereichs. Zum gastronomischen Angebot gehören ein Frühstücksraum, eine Hotelbar und ein Biergarten. Ein Restaurantbetrieb wird auf der Internetseite nicht genannt.

Im Jahr 2020 wurde das Hotel um einen Wellnessbereich erweitert. Dieser umfasst eine finnische Sauna mit 95 Grad, eine Biosauna mit 55 Grad, ein Dampfbad mit 50 Grad sowie Bäder, Duschen, einen Ruheraum und einen Fitnessbereich. Die Nutzung ist für Hotelgäste im Übernachtungspreis enthalten. Externe Gäste können den Saunabereich gegen Bezahlung nutzen.

Zum Angebot gehört außerdem eine Salzgrotte, in der Sitzungen von jeweils 60 Minuten angeboten werden. Massagen mit Behandlungszeiten zwischen 30 und 120 Minuten werden in Zusammenarbeit mit einem externen Anbieter durchgeführt und müssen gesondert gebucht werden.

Für Tagungen, Konferenzen und Besprechungen verfügt das Ruhr Inn über Räume mit Flächen zwischen 35 und 300 Quadratmetern. Die Angebote richten sich an Gruppen von zehn bis 200 Teilnehmern. Zur Ausstattung gehören Beamer, Flipchart, Whiteboard und WLAN. Je nach gebuchter Pauschale werden außerdem Getränke, Gebäck sowie Frühstücks- und Mittagsangebote bereitgestellt.

Das Hotel verweist zudem auf eine hauseigene Photovoltaikanlage. Nach eigenen Angaben deckt diese den gesamten Energieverbrauch des Betriebs. Auf dem Gelände stehen außerdem Ladestationen für Elektroautos und E-Bikes zur Verfügung.. 

Der Aufenthalt ist die 20. und letzte Station der Besuchsreihe „Ortszeit Deutschland“. Mit dem Format besucht der Bundespräsident Orte außerhalb der Metropolen und führt dort Gespräche mit Bürgern, Kommunalpolitikern, Unternehmen und örtlichen Organisationen.

Steinmeier führt seine Amtsgeschäfte drei Tage aus Hattingen

Zum Auftakt wird Steinmeier am Dienstag, 22. September, von Hattingens Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing empfangen. Nach einem gemeinsamen Gang durch die Innenstadt trägt sich der Bundespräsident in das Goldene Buch der Stadt ein und spricht im Rathaus mit den Fraktions- und Gruppenvorsitzenden des Stadtrats.

Anschließend nimmt Steinmeier im Ruhr Inn die Amtsgeschäfte an seinem zeitweiligen Amtssitz auf. Am Nachmittag kocht er im Haus der Jugend mit Jugendlichen eine Kartoffelsuppe. Das Treffen findet im Rahmen des Formats „Jugend kocht (mit) Politik“ statt. Am Abend nimmt der Bundespräsident in einem Café an einem Kneipenquiz teil.

Termine führen Steinmeier zu Jugendlichen, Unternehmen und Ruderern

Am Mittwoch besucht Steinmeier das Mehrgenerationen-Wohnprojekt „WiWoZu – Wir wohnen zusammen“. Danach besichtigt er die Produktions- und Montagehalle der Resol – Elektronische Regelungen GmbH und spricht mit Beschäftigten und Auszubildenden.

Bei einer „Kaffeetafel kontrovers“ im Bürgerzentrum Holschentor diskutiert der Bundespräsident mit eingeladenen Bürgern über Klimaschutz und Wirtschaftswachstum. Außerdem soll es um die Frage gehen, ob Deutschland eine Wehrpflicht oder eine soziale Pflichtzeit benötigt.

Am Abend besucht Steinmeier den Hattinger Ruderverein. Vorgesehen sind eine Fahrt auf der Ruhr in einem Vierer mit Steuermann und Gespräche mit Vereinsmitgliedern.

Tourismus steht am Donnerstag auf dem Besuchsprogramm in Hattingen

Am Donnerstag, 24. September, spricht Steinmeier in der Confiserie Harmonie mit Vertretern der Tourismusbranche. Gegenstand des Gesprächs ist nach Angaben des Bundespräsidialamtes der „Wirtschaftsfaktor Tourismus in Hattingen“. Bei einem anschließenden Spaziergang durch die Altstadt sind Begegnungen mit Bürgern, Gästen und ehrenamtlich Engagierten geplant.

Hattingen hat rund 53.000 Einwohner und ist vom Strukturwandel im südlichen Ruhrgebiet geprägt. Die frühere Henrichshütte beschäftigte nach Angaben des Bundespräsidialamtes zeitweise bis zu 10.000 Menschen.

Den Abschluss des Aufenthalts bildet eine Veranstaltung in der historischen Gebläsehalle des LWL-Museums Henrichshütte. Dort zeichnet Steinmeier engagierte Bürger aus Nordrhein-Westfalen mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus.

Ortszeit Deutschland endet nach insgesamt 20 Stationen in Hattingen

Die Reihe „Ortszeit Deutschland“ führte den Bundespräsidenten zuvor unter anderem nach Lörrach, Stralsund, Andernach, Neuruppin, Weiden, Rottweil, Quedlinburg und Altenburg. Hattingen ist die letzte Station des Formats.

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