DEHOGA Rheinland-Pfalz erklärt Tarifverhandlungen für gescheitert und empfiehlt freiwillige Lohnerhöhung

| Politik Politik

Die Tarifverhandlungen im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe sind vorerst ohne Ergebnis geblieben. Der DEHOGA Rheinland-Pfalz hat die Gespräche mit der Gewerkschaft NGG (Nahrung, Genuss, Gaststätten) nach eigenen Angaben für gescheitert erklärt und empfiehlt seinen Mitgliedsbetrieben nun eine freiwillige Lohnerhöhung von 3,5 Prozent.

Wie der Verband mitteilt, hatte die NGG den Tarifvertrag zum 31. März 2025 gekündigt. In mehreren Verhandlungsrunden habe der DEHOGA Rheinland-Pfalz versucht, einen neuen Tarifabschluss zu erreichen.

Nach Angaben des Verbandes forderte die Gewerkschaft eine Lohnerhöhung von insgesamt 17,2 Prozent innerhalb von zwölf Monaten. Der DEHOGA Rheinland-Pfalz habe demgegenüber eine Erhöhung der Löhne um insgesamt elf Prozent in drei Schritten zu jeweils 3,5 Prozent vorgeschlagen. Dieses Angebot sei von der NGG abgelehnt worden.

Vor diesem Hintergrund erklärten die Gremien des Verbandes die Tarifverhandlungen laut Mitteilung für beendet. Die Delegiertenversammlung beschloss zugleich einstimmig, den Mitgliedsbetrieben eine freiwillige Lohnerhöhung von 3,5 Prozent zu empfehlen.

Die Entscheidung fiel am 10. März 2026 im Rahmen der turnusmäßigen Sitzungen der Verbandsgremien im DEHOGA Zentrum in Bad Kreuznach. Dort berieten die Delegierten auch über weitere Themen der Branchenpolitik sowie über die zukünftige Ausrichtung des Verbandes.

Der DEHOGA Rheinland-Pfalz vertritt nach eigenen Angaben die Interessen der gastgewerblichen Betriebe im Bundesland und führt Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft NGG für die Branche.

Neben der Tarifpolitik standen bei den Beratungen auch Projekte zur Digitalisierung im Gastgewerbe auf der Tagesordnung. Dazu gehörten nach Angaben des Verbandes unter anderem neue digitale Angebote für Mitgliedsbetriebe.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Vertreter des Berliner Senats und des Dehoga haben das Konzept für die Errichtung des Hoga Campus in Berlin-Tempelhof vorgestellt. Das Projekt soll Ausbildung, Weiterbildung, Praxis und Austausch an einem Ort verknüpfen.

Anfang Juli bezeichnete der DEHOGA Bayern die höhere Pauschalsteuer für Minijobs noch als „moderate Anpassung“. Zwei Monate später spricht der Bundesverband von einem „völlig falschen Signal“. Ein Kommentar von Marc Schnerr über veränderte Rahmenbedingungen – und bemerkenswert unterschiedliche Tonlagen.

Zahlreiche Wirte an der Frankfurter Bockenheimer Landstraße wenden sich gegen den geplanten Straßenumbau. In einem offenen Brief fordern sie Verkehrsdezernent Yannick Schwander auf, die vorgesehene Verkehrsführung zu überarbeiten.

Mit deutlicher Kritik reagiert der Dehoga auf den Kabinettsbeschluss zur Einkommensteuerreform. Wer sich politisch zum Minijob bekenne, müsse ihn auch bezahlbar halten, so Verbandspräsident Guido Zöllick.

Online-Plattformen für Kurzzeitvermietungen müssen erstmals Belegungsdaten über die Datendrehscheibe der Bundesnetzagentur übermitteln. Tobias Warnecke vom Hotelverband Deutschland verweist bei der Umsetzung auf die entscheidende Rolle einer zentralen Infrastruktur auf Landesebene.

Bis zu 120 Betriebe aus Rheinland-Pfalz sollen das kostenfreie Beratungsangebot bis Ende 2027 nutzen können. Minister Ebling hat vor allem Hoteliers oder Gastronomen aus einer Region im Auge.

Die EU-Kommission hat Einwände gegen Teile der geplanten deutschen Tierhaltungskennzeichnung. Ein Verbändebündnis um den DEHOGA fordert deshalb erneut, die vorgesehene Kennzeichnungspflicht für die Außer-Haus-Verpflegung aus dem Gesetzentwurf zu streichen.

Die Bundesregierung bereitet eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke vor. Die Deutschen zeigen sich bei dem Thema gespalten.

Großbritannien konnte den Zuckergehalt in Softdrinks fast halbieren, Frankreich stützt mit der Zuckersteuer die Krankenversicherung von Bauern und ein Land besteuert Limonade, aber fördert Schnaps.

Die EU-Kommission sieht im Entwurf des Gesetzes zur Tierhaltungskennzeichnung einen Verstoß gegen das EU-Recht. Ein Verbändebündnis aus Gastronomie und Lebensmittelwirtschaft fordert daraufhin die Streichung der Pflichtkennzeichnung für die Außer-Haus-Verpflegung.