Ende der Corona-Zwangspause in Stuttgart

| Politik Politik

Ein Bier im Freien oder bummeln gehen: Nach über sechs Monaten geschlossenen Gaststätten und Läden sind am Donnerstag in der Stuttgarter Innenstadt verstärkt die Passanten zurückgekehrt. Denn es trat die Bundes-Notbremse außer Kraft und die Öffnung von Gastronomie, Hotels sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen ist unter Auflagen gestartet.

Als Voraussetzung für diesen Schritt müssen in einer Stadt oder einem Landkreis die Corona-Zahlen an fünf Werktagen nacheinander unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Ansteckungen pro 100 000 Einwohnern liegen. Die nächtliche Ausgangssperre fällt auch weg. Jedoch gilt weiterhin ein Alkoholkonsumverbot auf öffentlichen Plätzen und Straßen zwischen 22.00 Uhr bis um 06.00 Uhr des Folgetags.

Doch es haben noch nicht alle Restaurants, Gaststätten und Bars sofort offen. Ein Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbands Baden-Württemberg sagte, dass der Südwesten als einziges Bundesland im ersten Öffnungsschritt auch die Öffnung von Gastronomie-Innenräumen unter Auflagen erlaube, helfe vielen Betrieben sehr.

«Viele könnten ohne diese Möglichkeit gar nicht aufmachen, weil ein kostendeckender Betrieb mit wenig Außenplätzen nicht möglich ist.» Manche Wirte bieten auch eigene Testmöglichkeiten für ihre Gäste an. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die EU-Kommission hat Einwände gegen Teile der geplanten deutschen Tierhaltungskennzeichnung. Ein Verbändebündnis um den DEHOGA fordert deshalb erneut, die vorgesehene Kennzeichnungspflicht für die Außer-Haus-Verpflegung aus dem Gesetzentwurf zu streichen.

Die Bundesregierung bereitet eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke vor. Die Deutschen zeigen sich bei dem Thema gespalten.

Großbritannien konnte den Zuckergehalt in Softdrinks fast halbieren, Frankreich stützt mit der Zuckersteuer die Krankenversicherung von Bauern und ein Land besteuert Limonade, aber fördert Schnaps.

Die EU-Kommission sieht im Entwurf des Gesetzes zur Tierhaltungskennzeichnung einen Verstoß gegen das EU-Recht. Ein Verbändebündnis aus Gastronomie und Lebensmittelwirtschaft fordert daraufhin die Streichung der Pflichtkennzeichnung für die Außer-Haus-Verpflegung.

Finanzminister Lars Klingbeil will keine Extrasteuer auf zuckerfreie Getränke erheben. «Das mache ich nicht. Das wird nicht kommen», erklärte der SPD-Chef. Eine «Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke» ergebe keinen Sinn.

Der Deutsche Tourismusverband kritisiert die AfD-Pläne zur Umgestaltung der Kultur- und Tourismusvermarktung in Sachsen-Anhalt. DTV-Präsident Meyer belegt die wirtschaftliche Relevanz ostdeutscher Kulturstätten und warnt vor Schäden für das internationale Image.

 In der Bundesregierung zeichnet sich ein Streit um die konkrete Ausgestaltung der geplanten Zuckersteuer ab. Wie zuerst die «Bild»-Zeitung unter Verweis auf ein Papier aus dem Finanzministerium berichtete, gibt es Pläne, dass die geplante Zuckersteuer mehr Produkte betreffen könnte als gedacht.

Teaser: Berlin plant eine behördenübergreifende Servicestelle für Veranstaltungen. Sie soll Veranstalter beraten und über Zuständigkeiten, erforderliche Unterlagen und zeitliche Abläufe informieren, selbst aber keine Genehmigungen erteilen.

Booking.com muss Kunden in Österreich nach der Buchung Name und ladungsfähige Anschrift privater Unterkunftgeber mitteilen. Der Oberste Gerichtshof hat die Revision der Plattform gegen die entsprechende Entscheidung der Vorinstanzen zurückgewiesen.

Die geplante Abschaffung des Rabattfreibetrags für Mitarbeiter ist im aktuellen Referentenentwurf zur Einkommensteuerreform nicht mehr enthalten. Zuvor hatten Verbände aus Hotellerie, Gastronomie und Touristik die Pläne kritisiert.