Härtere Corona-Schutzmaßnahmen in MV sollen Infektionswelle brechen

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Mecklenburg-Vorpommern zieht in Anbetracht unverändert hoher Infektionszahlen und wachsender Belastungen der Kliniken mit Corona-Patienten die Zügel weiter an. Von Mittwoch an gelten landesweit schärfere Corona-Schutzmaßnahmen. So werden die Kontaktmöglichkeiten für Ungeimpfte spürbar eingeschränkt. Laut Corona-Landesverordnung dürfen in Innenräumen nur noch fünf ungeimpfte Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen, im Außenbereich zehn. Geimpfte, Genesene und Kinder unter 14 Jahren werden dabei allerdings nicht mitgerechnet. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) appellierte an alle Bürger des Landes, freiwillig die Kontakte einzuschränken, um so die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Wie zuvor schon bei Restaurant- oder Theaterbesuchen gilt nun auch für den Besuch von Weihnachtsmärkten die Regel 2G plus. Demnach erhalten nur noch Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem negativem Corona-Test Zugang. In weiten Bereichen des Einzelhandels werden nur noch Geimpfte und Genesene eingelassen. Ausnahmen gelten für Geschäfte des Grundbedarfs wie Supermärkte, Apotheken, Buchläden, Tankstellen und Baumärkte. Vorweihnachtliches Shoppen in Technikmärkten oder Modeboutiquen ist für Ungeimpfte nicht mehr erlaubt.

Schwesig zeigte sich nach der Kabinettssitzung und neuerlichen Bund-Länder-Beratungen am Dienstag besorgt über die aktuellen Corona-Entwicklungen. Bleibe das Land länger in der roten Ampelphase, seien weitere Verschärfungen möglich. «Wir können nichts ausschließen, denn die Welle ist heftig», sagte sie. Es gelte, mit allen Möglichkeiten eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

Die neuen Beschränkungen sind Folge der hohen Zahl von Krankenhauseinweisungen. Sie lag zuletzt mehrfach in Folge über dem Schwellenwert von 9 je 100 000 Einwohner in sieben Tagen, sank am Dienstag aber auf 8,8. Damit drohen für dieses Wochenende noch keine weiteren Einschränkungen für die Bevölkerung. Zu weiter verschärften Schutzvorkehrungen soll es kommen, wenn die Hospitalisierungs-Inzidenz sieben Tage in Folge über dem Wert von 9 liegt.

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen stieg am Dienstag auf einen Rekordwert von über 1600. Wegen der hohen Zahl von Neuansteckungen und der Vielzahl von Corona-Klinikpatienten senkte die Landesregierung die zulässige Teilnehmerzahl für Veranstaltungen. In geschlossenen Räumen dürfen maximal 200 Personen zusammenkommen, im Freien bis zu 1000. Damit gilt auch für Fußball-Zweitligist Hansa Rostock fortan ein Zuschauerlimit von 1000. Ursprünglich war eine Höchstgrenze von 7250 vorgesehen. (dpa)


 

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