Mecklenburg-Vorpommern startet ab Sonntag mit Gastronomie

| Politik Politik

Nach monatelanger Pause dürfen Gastronomen in Mecklenburg-Vorpommern von Pfingstsonntag an wieder Gäste empfangen. Dieser Öffnungsschritt ist jedoch mit einigen Regeln verbunden, die Menschen beachten müssen.

Welche Betriebe dürfen wieder öffnen?

Öffnen dürfen alle Betriebe, die der Gastronomie zuzuordnen sind. Das sind etwa Cafés, Restaurants, Bistros, Bars oder Kneipen. Diese dürfen allesamt von Pfingstsonntag an wieder Gäste bewirten. Sie dürfen bis 24.00 Uhr öffnen.

Darf ich innen und außen sitzen?

Gastronomen dürfen innen und außen ihren Betrieb aufnehmen. Wer draußen sitzen möchte, braucht keinen negativen Corona-Test und muss vorher auch keinen Tisch reservieren. Wer drinnen sitzen möchte, muss einen maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen und einen Tisch reservieren.

Wie läuft das mit den Tests?

Landesweit kann man sich etwa in 380 Einrichtungen kostenlos testen lassen, das sind etwa Testzentren oder Apotheken. Vielerorts können Termine vorab telefonisch oder online vereinbart werden. Auch spontane Tests sind vielfach möglich. Nicht jede Einrichtung bietet Tests am Wochenende an, daher ist es empfehlenswert, sich darüber vorab zu informieren. Kinder, die noch nicht in die Schule gehen, müssen sich nicht testen, das gilt auch für bereits zweifach geimpfte Menschen.

Kunden können ebenfalls einen Selbsttest vor Ort machen, das muss jedoch vor den Augen des Gastronomen oder der Mitarbeiter sein. Damit soll sichergestellt werden, dass das Ergebnis wirklich von dem Tag ist. Diese Selbsttests können etwa in Drogerie- und Supermärkten oder Apotheken gekauft werden. Ein vorheriger Test in einer Testeinrichtung ist somit für beide Seiten die einfachere Lösung.

Wer darf in der Gastronomie Gast sein?

Das sind zunächst alle Menschen, die in Mecklenburg-Vorpommern wohnen. Tagestouristen aus anderen Bundesländern dürfen nach wie vor grundsätzlich nicht MV einreisen. Ausnahmen gibt es für Menschen, die bereits vollständig, sprich zweimal, geimpft worden sind oder genesen sind von einer Covid-Erkrankung. Dies muss nachgewiesen werden.

Wie viele Gäste dürfen an einem Tisch sitzen?

Maximal zehn Menschen dürfen an einem Tisch sitzen. Diese Anzahl ist für den Innen- und Außenbereich gleich. Die bestehenden Kontaktregelungen sind dabei zu beachten. Zwei Haushalte dürfen derzeit zusammenkommen. Kinder bis 14 Jahre werden weiterhin nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammen wohnen, gelten dennoch als ein Haushalt. Wer bereits zweimal geimpft ist, wird ebenfalls nicht mitgezählt.

Wo muss ich eine Maske tragen?

Wenn Gäste nicht am Tisch sitzen, also etwa das Restaurant betreten oder zur Toilette gehen, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das können OP oder FFP2-Masken sein.

Muss ich meine Daten hinterlassen?

Von jedem Haushalt oder einer zusammengehörende Gruppe muss einer seine Daten hinterlassen. Das sind Vor- und Nachname, die Anschrift, seine Telefonnummer sowie das Datum und die Uhrzeit des Besuchs. Jeder Gastronomiebetrieb muss diese Daten vier Wochen lang aufbewahren.

Macht jeder Betrieb zu Pfingstsonntag auf?

Davon ist nicht auszugehen, weil die große Touristenmenge noch nicht in Mecklenburg-Vorpommern sein darf. Das müsste sich gerade in stark urlaubsgeprägten Regionen wie etwa auf Rügen bemerkbar machen. Nach Schätzungen von Lars Schwarz, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands in MV, werden etwa die Hälfte der Betriebe zu Pfingstsonntag öffnen.

Was sagen Verbände?

Schwarz befürwortet etwa, dass die Gastronomie auch innen öffnen darf. Dies sei nicht in jedem Bundesland der Fall. Zudem sei es gut, dass die Gäste für die Außengastronomie keinen Test brauchen, dies käme gerade spontanen Gästen entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Bündnis aus 14 Wirtschaftsverbänden fordert die Bundesregierung zur Modernisierung des Arbeitszeitrechts auf. Im Zentrum steht die Forderung nach einer Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit.

Der Deutsche Tourismusverband fordert angesichts steigender kommunaler Kosten eine breitere Finanzierungsbasis für touristische Infrastrukturen. Dabei werden insbesondere Gästebeiträge und Tourismusabgaben als Mittel zur Sicherung der regionalen Attraktivität hervorgehoben.

Wie schon 2015 scheitert Hamburg mit seinen Olympia-Plänen am Willen der Bevölkerung. Das ist auch eine Niederlage für den Senat und seinen Bürgermeister Peter Tschentscher. Wirtschaftsverbände bedauerten das Nein zu Olympia.

Urlaub in Deutschland könnte für viele angesichts der angespannten Weltlage eine realistische Option werden. Profitieren dürften nach Ansicht des Tourismus-Koordinators vor allem küstennahe Regionen.

Wirtschaftsverbände in Potsdam fordern die Aussetzung der für Juli geplanten Verpackungssteuer aufgrund anhaltender Unklarheiten bei der Umsetzung. Die Allianz warnt zudem vor Wettbewerbsnachteilen und einer mangelnden Lenkungswirkung der Abgabe.

Die Österreichische Hotelvereinigung drängt auf eine gesetzliche Regulierung von Online-Bewertungsplattformen nach italienischem Vorbild. Eine aktuelle Umfrage zeigt eine breite Zustimmung in der Bevölkerung für eine Verifizierungspflicht bei Rezensionen.

Das Rückmeldeverfahren zu frühen Corona-Hilfen, die 2020 an Unternehmen geflossen waren, hatte Debatten ausgelöst. Nun will das Land Hessen die Verwaltungspraxis ändern. Der Dehoga erklärte, man sei damit nicht glücklich, aber zufrieden.

Eine Bitkom-Langzeitstudie zeigt, dass zehn Jahre nach Einführung der Datenschutz-Grundverordnung der betriebliche Umsetzungsaufwand für Unternehmen massiv gestiegen ist.

Die Österreichische Hotelvereinigung kritisiert die geplante Erhöhung der Alkoholsteuer und warnt vor steigenden Kosten für den Tourismus. Verbandspräsident Walter Veit fordert angesichts der allgemeinen Teuerung Entlastungen und Entbürokratisierung statt neuer Steuern.

Rund um die Event-Messe Imex in Frankfurt ist es in Frankfurt zu ersten Warnstreiks im hessischen Hotel- und Gastronomiegewerbe gekommen. Rund 400 Beschäftigte von Hotels und Caterern seien dem Aufruf gefolgt, teilte die Gewerkschaft NGG mit.