Mehr Geld für Mitarbeiter und Azubis in Thüringer Hotels und Restaurants

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Der DEHOGA und die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) haben sich nach einer Verhandlungsrunde auf einen neuen Entgelttarifvertrag im Thüringer Gastgewerbe geeinigt. Die 30.000 Beschäftigten bekommen zunächst vier Prozent mehr Gehalt. Die Ausbildungsvergütungen steigen um bis zu 19 Prozent.

Konkret steigen die Entgelte im Geltungsbereich Hotel und Gaststätten ab dem 1. Februar 2019 um vier Prozent und zum 1. Januar 2021 um weitere 3,65 Prozent.

Für den Bereich des Caterings finden die Erhöhungen ebenso Anwendung, aber es wurden für die unteren Bewertungsgruppen abweichende Stichtage vereinbart.

„Es war uns wichtig gerade vor dem massiven Fachkräfte- und Nachwuchsmangel einen Entgeltabschluss hinzubekommen, der für unsere Mitarbeiter attraktiv ist, aber auch von den Unternehmern getragen werden kann“, so Mark A. Kühnelt, Präsident des DEHOGA Thüringen e.V.

„Unsere Mitgliedsunternehmen wollen gern angemessene Vergütungen zahlen, brauchen aber auch Planungssicherheit, deshalb war uns eine Laufzeit von 36 Monaten sehr wichtig.“, so Dirk Ellinger, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Thüringen e.V.

Da es für die Zukunft des Gastgewerbes wichtig ist, die Branche für Auszubildende attraktiv zu machen, steigen die Ausbildungsvergütungen während der Laufzeit zwischen 11 und 19 Prozent in den nächsten 36 Monaten, jeweils zum 1. August. des Jahres.

„Ein guter Schritt in die richtige Richtung“, so Uwe Ledwig, Verhandlungsführer und Landesvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten.

Ledwig weiter: „Es ist aber noch ein ordentlicher Weg zurückzulegen, um für alle Beschäftigten in der Branche Entgelte zu erreichen, von denen man gut leben und auskömmlich in den Ruhestand gehen kann. Das bleibt unser Ziel, dass erreichen wir aber nur mit den Beschäftigten, die dafür einstehen.“

„Wir brauchen insgesamt und da sind sich die Sozialpartner einig, für unsere Branche eine höhere gesellschaftliche Anerkennung. Wir sind gern Dienstleister und arbeiten immer dann, wenn unsere Gäste diese Leistungen haben wollen, das ist eben am Abend, am Wochenende und an den Feiertagen. Dies hat aber auch seinen Preis, den wir erzielen müssen, um unsere Kosten zu decken, unsere Mitarbeiter entsprechend zu bezahlen sowie auch die Unternehmer und ihre Familien, da wir vorwiegend kleine Familienunternehmen im Thüringer Gastgewerbe haben, ein angemessenes Einkommen zu sichern.“, so Dirk Ellinger abschließend.

Jens Löbel, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten Thüringen wünscht sich auch, „dass die Gäste nachvollziehen, dass gute Arbeit zu fairen Tarifverträgen auch eine Akzeptanz beim Bezahlen erfordert.“

Er rät ferner den Beschäftigten, sich ihre Lohnabrechnung im Februar genauer anzusehen. „Tut sich nichts“, so Löbel abschließend, „dann sollte der Arbeitgeber auf den neuen Tarifabschluss hingewiesen werden.“

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