Mehr Geld für NRW-Gastgewerbe-Mitarbeiter

| Politik Politik

Der Arbeitgeberverband DEHOGA Nordrhein-Westfalen und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Landesbezirk NRW haben sich auf einen neuen Tarifabschluss für die circa 395.000 Beschäftigten im Gastgewerbe zwischen Rhein und Weser geeinigt. 

Die Löhne steigen für alle Beschäftigte nach drei Leermonaten ab dem 1. November 2018 um 2,9 Prozent und dann ab dem 1. August 2019 noch einmal um 2,8 Prozent. Der Anschlusstarifvertrag gilt rückwirkend ab dem 1. August 2018 und endet nach 22 Monaten am 31. Mai 2020. 

Die Ausbildungsvergütungen steigen zum 1. August 2018 rückwirkend im ersten Jahr um 50,  Euro auf 750,00 Euro, im zweiten Jahr um 80 Euro auf 880,00 Euro und im dritten Jahr um 100 Euro auf 1.000 Euro. Die Laufzeit des Ausbildungstarifvertrages beträgt 24 Monate und endet am 31. Juli 2020.

NGG NRW und DEHOGA Nordrhein-Westfalen zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir haben nach langem Ringen einen Abschluss gefunden, der für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spürbare Lohnzuwächse über der Inflation bedeutet und die Attraktivität unserer Berufe, gerade in der Ausbildung, erhöht. Gleichzeitig haben wir eine Lösung gefunden, die die wirtschaftlichen und strukturellen Unterschiede unserer Betriebe in Nordrhein-Westfalen berücksichtigt“, so Bernd Niemeier, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen und Mohamed Boudih, NGG-Landesvorsitzender des Bezirks Nordrhein-Westfalen.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit deutlicher Kritik reagiert der Dehoga auf den Kabinettsbeschluss zur Einkommensteuerreform. Wer sich politisch zum Minijob bekenne, müsse ihn auch bezahlbar halten, so Verbandspräsident Guido Zöllick.

Online-Plattformen für Kurzzeitvermietungen müssen erstmals Belegungsdaten über die Datendrehscheibe der Bundesnetzagentur übermitteln. Tobias Warnecke vom Hotelverband Deutschland verweist bei der Umsetzung auf die entscheidende Rolle einer zentralen Infrastruktur auf Landesebene.

Bis zu 120 Betriebe aus Rheinland-Pfalz sollen das kostenfreie Beratungsangebot bis Ende 2027 nutzen können. Minister Ebling hat vor allem Hoteliers oder Gastronomen aus einer Region im Auge.

Die EU-Kommission hat Einwände gegen Teile der geplanten deutschen Tierhaltungskennzeichnung. Ein Verbändebündnis um den DEHOGA fordert deshalb erneut, die vorgesehene Kennzeichnungspflicht für die Außer-Haus-Verpflegung aus dem Gesetzentwurf zu streichen.

Die Bundesregierung bereitet eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke vor. Die Deutschen zeigen sich bei dem Thema gespalten.

Großbritannien konnte den Zuckergehalt in Softdrinks fast halbieren, Frankreich stützt mit der Zuckersteuer die Krankenversicherung von Bauern und ein Land besteuert Limonade, aber fördert Schnaps.

Die EU-Kommission sieht im Entwurf des Gesetzes zur Tierhaltungskennzeichnung einen Verstoß gegen das EU-Recht. Ein Verbändebündnis aus Gastronomie und Lebensmittelwirtschaft fordert daraufhin die Streichung der Pflichtkennzeichnung für die Außer-Haus-Verpflegung.

Finanzminister Lars Klingbeil will keine Extrasteuer auf zuckerfreie Getränke erheben. «Das mache ich nicht. Das wird nicht kommen», erklärte der SPD-Chef. Eine «Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke» ergebe keinen Sinn.

Der Deutsche Tourismusverband kritisiert die AfD-Pläne zur Umgestaltung der Kultur- und Tourismusvermarktung in Sachsen-Anhalt. DTV-Präsident Meyer belegt die wirtschaftliche Relevanz ostdeutscher Kulturstätten und warnt vor Schäden für das internationale Image.

 In der Bundesregierung zeichnet sich ein Streit um die konkrete Ausgestaltung der geplanten Zuckersteuer ab. Wie zuerst die «Bild»-Zeitung unter Verweis auf ein Papier aus dem Finanzministerium berichtete, gibt es Pläne, dass die geplante Zuckersteuer mehr Produkte betreffen könnte als gedacht.