Airbnb erweitert Reiseplanung um KI-Suche und Tipps von Freunden

| Technologie Technologie

Airbnb hat am 30. September 2026 sein Herbst-Update vorgestellt. Die Plattform erhält neue Funktionen für die KI-gestützte Suche, die Vernetzung mit Bekannten und zusätzliche Dienstleistungen. Auch Gastgeber sollen weitere Werkzeuge erhalten, darunter eine dynamische Preisgestaltung und KI-gestützte Auswertungen.

Die neuen KI-Funktionen für die Reiseplanung würden zunächst in den USA eingeführt, erklärt das Unternehmen. Zusätzliche Dienstleistungen sollen zwischen dem 30. September und dem Jahresende 2026 schrittweise hinzukommen. Die Angebote seien auf ausgewählte Städte begrenzt.

Airbnb ergänzt die Suche um Texteingaben und Sprachbefehle

Über eine neue Suchleiste könnten Nutzer Unterkünfte, Entdeckungen und Dienstleistungen in eigenen Worten oder per Spracheingabe suchen. Auch die Filter verarbeiteten Stichwörter. Als Beispiel nennt Airbnb die Eingabe „baby“, mit der passende Filter für Kinderbetten, Spielplätze oder Kinderbücher und Spielzeug angezeigt würden.

Die Suchergebnisse enthielten außerdem KI-generierte Beschreibungen, die zentrale Merkmale einer Unterkunft hervorheben sollen. Unterkünfte aus der Wunschliste könnten Nutzer nebeneinander betrachten und anhand von KI-Zusammenfassungen vergleichen.

Den KI-gestützten Kundendienst per Textchat gebe es inzwischen in mehr als 50 Sprachen. Airbnb kündigte an, ihn um telefonische Unterstützung zu erweitern.

Heise berichtet über unbeantwortete Fragen zu Technik und Datenschutz

Zu den technischen Grundlagen habe Airbnb auf Nachfrage nur allgemeine Angaben gemacht, berichtet heise online in einem Beitrag vom 30. September 2026. Das Unternehmen habe erklärt, eine Kombination aus frei verfügbaren und kommerziellen KI-Modellen einzusetzen.

Fragen zu Serverstandorten und Datenschutzmaßnahmen beim Einsatz von KI-Drittanbietern habe Airbnb bis zur Veröffentlichung des Berichts trotz Nachfrage nicht beantwortet. Auch die Angaben dazu, wie vollständige und korrekte KI-Ergebnisse sichergestellt werden sollen, seien nach Darstellung von heise allgemein geblieben.

Airbnb zeigt Reisen persönlicher Kontakte auf einer Karte

Nutzer könnten Familienmitglieder, Freunde und frühere Mitreisende einladen, sich auf Airbnb zu vernetzen. Die Plattform schlage außerdem Kontakte auf Grundlage früherer Reisen vor.

Eine interaktive Reisekarte zeige, wo diese Kontakte übernachtet hätten und wohin sie als Nächstes reisen wollten. Auch gebuchte Entdeckungen und Dienstleistungen sowie Bewertungen seien einsehbar. Nutzer könnten Unterkünfte auf ihrer Wunschliste speichern und Kontakte direkt anschreiben.

Airbnb erklärt, jeder Nutzer könne festlegen, welche Reisen und wie viele Informationen auf der Karte erscheinen. Reisen ließen sich verbergen oder entfernen, Kontakte blockieren. Ob Reisen standardmäßig sichtbar oder unsichtbar seien, gehe aus der Ankündigung nicht hervor, hält heise fest.

Ergänzende Übersichten zu Stadtvierteln bündelten Informationen zu Aktivitäten, Restaurants und Mobilität aus Angaben von Gästen, Gastgebern und weiteren Quellen. Dieses Angebot beginne zunächst in Paris.

Airbnb erweitert Lieferangebote und die Vermietung von Babyausstattung

In ausgewählten europäischen Städten könnten Gäste Speisen aus örtlichen Restaurants an ihre Unterkunft bestellen. Auch die bislang in den USA angebotene Lieferung von Lebensmitteln werde auf Europa ausgeweitet.

Beim Wäscheservice arbeite Airbnb in ausgewählten US-Städten mit Rinse zusammen. Abholung, Lieferung und ein Expressservice für den nächsten Tag seien für Airbnb-Gäste kostenlos.

Über BabyQuip sollen ab November 2026 in mehr als 60 US-Städten unter anderem Kinderbetten, Kinderwagen und Hochstühle vermietet, geliefert und aufgebaut werden. Airbnb-Gäste erhielten zehn Prozent Rabatt. Für die Angebote gelten Bedingungen; Steuern und Gebühren seien ausgenommen. Weitere Partnerangebote umfassten Ski- und Snowboardausrüstung in den französischen Alpen sowie Boote in Südflorida.

Gastgeber sollen mehrere Inserate gemeinsam verwalten und Preise anpassen

Ein Kalender für mehrere Inserate ermögliche gemeinsame Änderungen an Preisen, Verfügbarkeit, Stornierungsbedingungen und Rabatten. Interaktive 3D-Grundrisse sollen die Aufteilung von Unterkünften darstellen.

Bei der dynamischen Preisgestaltung empfehle Airbnb eine Preisspanne. Nach Aktivierung passten sich Übernachtungspreise automatisch an die tägliche Nachfrage und das Angebot an. Gastgeber könnten die Spanne und einzelne Preise ändern. Im weiteren Verlauf des Herbstes 2026 sollen KI-Zusammenfassungen außerdem Ergebnisse, Einflussfaktoren und Handlungsvorschläge in der Einnahmenübersicht darstellen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Manna Air Delivery hat eine neue Partnerschaft mit Uber angekündigt und will sein Drohnenliefernetz in den USA und Europa ausbauen. Bereits heute arbeitet das Unternehmen mit Plattformen wie Deliveroo, Just Eat und DoorDash zusammen.

Mews und SiteMinder haben eine integrierte Vertriebslösung für Hotels vorgestellt. Gleichzeitig präsentierte Mews weitere neue Anwendungen für Preisgestaltung, Gästekommunikation, Automatisierung und Finanzprozesse innerhalb einer gemeinsamen Plattform.

Mews und Uber planen die Integration von Fahrtenbuchungen in Hotelsoftware. Hotels sollen Uber-Fahrten künftig direkt über die Plattform von Mews verwalten und abrechnen können.

Starbucks hat die Nutzung eines Programms auf KI-Basis zur automatisierten Erfassung von Warenbeständen in den USA wieder eingestellt. Berichten zufolge wies die Anwendung erhebliche Mängel auf.

Google erweitert seine KI-Suche um neue Buchungs-, Zahlungs- und Informationsfunktionen. Branchenberichte sehen mögliche Folgen für Sichtbarkeit, Vertrieb und Reichweite von Hotels und Reiseanbietern.

Eine neue Smart-Host-Studie unter 87 Hotels aus der DACH-Region zeigt deutliche Unterschiede zwischen strategischen Zielen und operativer Umsetzung bei Gästebindung, Zusatzumsätzen und Direktbuchungen.

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von a&o zeigt, dass viele europäische Reisende Künstliche Intelligenz als Unterstützung bei der Buchung befürworten. Vollständig automatisierte Buchungsprozesse werden hingegen mehrheitlich abgelehnt.

Google erweitert sein Universal Commerce Protocol um Hotelbuchungen via KI. Während OTAs tief eingebunden bleiben und große Ketten direkte Schnittstellen nutzen wollen, wächst der Druck auf eigenständige Hotels: Ihre Sichtbarkeit hängt künftig wohl davon ab, wie präzise KI-Agenten die eigenen Datenstrukturen auslesen können.

Haften Chatbot-Betreiber für unwahre KI-Aussagen? Ja, sagt das OLG Hamm in einem aktuellen Urteil zu einer Klinik. Auch das LG Hamburg hatte im Zusammenhang mit Chatbot Grok schon so entschieden.

Das Südtiroler Unternehmen Profitize hat eine Seed-Finanzierung über 1,4 Millionen Euro abgeschlossen. Das Kapital soll laut Mitteilung in den Ausbau der Plattform und die Expansion in weitere europäische Märkte fließen.