GoodBytz baut Geschäft mit US-Armee weiter aus

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Das Hamburger Robotik-Unternehmen GoodBytz weitet nach eigenen Angaben seine Zusammenarbeit mit der US-Armee aus. Wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht, solle Ende des Sommers 2026 ein robotergestütztes Küchensystem an die Militärbasis Fort Hood im US-Bundesstaat Texas geliefert werden. Zudem habe das US-Militär 20 weitere Küchensysteme bestellt. Angaben zum Auftragsvolumen oder zu einem Zeitplan für die Auslieferung machte das Unternehmen nicht.

GoodBytz erweitert Lieferungen an Militärstandorte in den Vereinigten Staaten

Nach Unternehmensangaben arbeitet GoodBytz bereits seit dem Herbst 2025 mit der US-Armee zusammen. Damals seien erstmals in Südkorea stationierte US-Soldaten mit den robotergestützten Küchensystemen des Unternehmens versorgt worden. Mit der nun angekündigten Lieferung nach Texas werde diese Zusammenarbeit ausgeweitet. Darüber berichtete zunächst auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

GoodBytz entwickelt automatisierte Küchenmodule, in denen ein Roboterarm Speisen wie Suppen, Salate oder Bowls zubereitet. Die Zutaten werden dabei weiterhin von einem Mitarbeiter von außen in das System eingefüllt.

Containerküche soll unabhängig von bestehender Infrastruktur arbeiten

Bereits zuvor hatte GoodBytz mit SAM ein transportables Küchensystem im Containerformat vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich dabei um eine vollständig integrierte Küche, die auch an Standorten ohne vorhandene Infrastruktur betrieben werden könne. Das System verfüge über acht Kochfelder und könne bis zu zehn Gerichte gleichzeitig zubereiten sowie 30 Mahlzeiten vorbereiten und warmhalten. Größere Gruppen könnten je nach Gericht innerhalb von fünf bis sieben Minuten versorgt werden. Für den Betrieb seien lediglich Strom sowie Zu- und Abwasseranschlüsse beziehungsweise alternative Versorgungsmöglichkeiten erforderlich.

Als mögliche Einsatzfelder nennt GoodBytz neben dem Militär auch die Gemeinschaftsverpflegung, Infrastrukturprojekte sowie Regionen mit eingeschränkter gastronomischer Versorgung. Unternehmensvertreter Dr. Hendrik Susemihl bezeichnete das System als einen weiteren Schritt, autonome Versorgungslösungen auch unter anspruchsvollen Bedingungen einzusetzen.

Circus meldet Einsatz autonomer Küchensysteme in der Ukraine

Mit Circus SE verfolgt ein weiteres deutsches Unternehmen ein ähnliches Geschäftsfeld. Das Münchner Unternehmen teilte am 16. Juli 2026 mit, den Live-Betrieb seiner robotergestützten Verpflegungssysteme bei der 3. Angriffsbrigade der ukrainischen Bodentruppen aufgenommen zu haben. Nach Unternehmensangaben handelt es sich dabei um den ersten Einsatz autonomer Verpflegungssysteme in einem aktiven Konfliktgebiet. Circus verwies zudem auf eine behördliche Zertifizierung in der Ukraine sowie auf frühere Projekte mit der Bundeswehr und den litauischen Streitkräften. Unabhängige Bestätigungen dieser Angaben liegen nicht vor.

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