Defizite bei der digitalen Planung in mittelständischen Betrieben

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Die Digitalisierung stellt deutsche Unternehmen weiterhin vor strukturelle Herausforderungen, wobei insbesondere kleinere Betriebe oft ohne festes Konzept agieren. Wie eine aktuelle repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten zeigt, verfügt ein erheblicher Teil des Mittelstands über keine weitreichende Digitalstrategie. Laut den Erhebungen des Verbandes haben 22 Prozent der Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern bislang auf die Ausarbeitung eines entsprechenden Plans verzichtet. Während 57 Prozent dieser Betriebe immerhin Strategien für einzelne Abteilungen vorweisen können, verfolgen lediglich 21 Prozent einen zentralen, unternehmensweiten Ansatz.

Diskrepanz zwischen Unternehmensgrößen und Branchenfokus

Die statistische Auswertung verdeutlicht ein Gefälle in Abhängigkeit von der Belegschaftszahl. Selbst in der Größenordnung von 100 bis 499 Beschäftigten agiert laut Bitkom noch jedes sechste Unternehmen ohne digitale Ausrichtung. In diesem Segment besitzen 23 Prozent eine Gesamtstrategie, während 59 Prozent lediglich Teillösungen implementiert haben. Deutlich weiter fortgeschritten zeigt sich die Gruppe der Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Hier liegt der Anteil derer ohne Strategie bei lediglich acht Prozent. Ein Viertel dieser Firmen nutzt eine übergreifende Planung, während 62 Prozent auf Einzelstrategien setzen. Diese regionalen und strukturellen Unterschiede unterstreichen die Notwendigkeit einer systematischeren Herangehensweise, die über punktuelle Maßnahmen hinausgeht.

Wirtschaftsgipfel in Berlin thematisiert digitale Transformation

Vor diesem Hintergrund lädt der Branchenverband zur Fachveranstaltung Transform am 18. und 19. März nach Berlin. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst betont in diesem Zusammenhang, dass die Digitalisierung eine Daueraufgabe sei, die unabhängig von der Unternehmensgröße oder den finanziellen Mitteln einen Plan erfordere. Ziel der Zusammenkunft sei es, den Austausch zwischen Weltmarktführern, Startups sowie kleinen und mittelständischen Betrieben zu fördern. Das Programm umfasst nach Angaben der Veranstalter über 200 Stunden auf drei Bühnen und wird von rund 320 Rednern gestaltet. Man erwarte mehr als 6.000 Besucher zu diesem Format, das Elemente einer Messe mit einem Kongress verbindet.


 

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