Jenseits der Übernachtung: Wie Hotels zusätzliche Einnahmen systematisch digital erschließen

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Der Technologiedienstleister DIRS21 präsentiert eine strategische Erweiterung seines Portfolios. Mit den neuen Modulen DIRS21 Mice und DIRS21 Plus rückt das Unternehmen das Potenzial von Non-Logis-Umsätzen in den Fokus des digitalen Direktvertriebs. Ziel ist es, alle Flächen und Leistungen eines Hotels ebenso einfach buchbar zu machen wie Hotelzimmer.

MICE-Geschäft: Vom Anfrageformular zur Echtzeit-Buchung

Das Modul DIRS21 Mice zielt darauf ab, den bislang oft manuell und zeitintensiv geführten Verkauf von Tagungsräumen zu automatisieren. Das System ermöglicht Gästen, Konferenzräume in Echtzeit zu konfigurieren. Dabei werden Parameter wie Raumgrößen, Zeitfenster und Bestuhlungsvarianten (etwa Carré, Block oder U-Form) direkt abgebildet.

Ein zentrales technisches Merkmal ist die dynamische Kapazitätsanpassung: Je nach gewählter Bestuhlung berechnet das System automatisch die maximal mögliche Personenzahl. Über eine 1-Klick-Zimmerbuchung können Veranstalter zudem notwendige Übernachtungskontingente im selben Prozess reservieren. Für das Hotel bedeutet dies, dass der MICE-Bereich nicht mehr nur über individuelle Anfragen, sondern als strukturierte digitale Buchungsstrecke fungiert.

Zusatzleistungen für Haus- und Tagesgäste

Parallel dazu adressiert DIRS21 Plus den Bereich der ergänzenden Services. Über einen spezielle Buchungsstrecke lassen sich Leistungen wie Wellness-Anwendungen, Veranstaltungen, Gästeführungen, Wanderungen, Parkplätze, E-Ladestationen oder Gastronomieangebote vermarkten. Die Buchungen können unabhängig von einer Zimmerreservierung oder auch als Zusatz dazu erfolgen.

Hoteliers steuern diese Angebote zentral über ein Cockpit, das Buchungen auf Stunden- oder Tagesbasis erlaubt. Ein grafischer Belegungsplan (Grid) visualisiert die Auslastung von der buchbar gemachten Leistungen und Ressourcen. Zudem ermöglicht das System automatisiertes Upselling, beispielsweise durch gezielte Angebote auf der Bestätigungsseite nach einer Zimmerbuchung oder durch die Integration der Buchungsmaschine in die Pre-Stay Kommunikation.

Integration in die technologische Aufstellung des Hotels

Beide Module sind als Teil eines offenen Vertriebsökosystems konzipiert. Über Standardschnittstellen werden Daten an führende PMS-Systeme übertragen. So werden beispielsweise für Events geblockte Zimmer nach der Veröffentlichung via Sammelbuchung im PMS markiert und bei Einzelabruf durch Gäste automatisch personalisiert. Dieser Ansatz soll es Hotels ermöglichen, spezialisierte Vertriebsmodule in ihre bestehende Systemlandschaft zu integrieren, ohne auf monolithische All-in-One-Lösungen angewiesen zu sein.
 

Interview mit David Heidelberg (CEO DIRS21) - „Jenseits der Übernachtung“: Wie Hotels ihre Wertschöpfung pro Gast steigern

Tageskarte.io: DIRS21 präsentiert auf der ITB Lösungen für MICE und Zusatzleistungen. Warum ist das Thema Non-Logis gerade jetzt so entscheidend für die Hotels?

David Heidelberg: Viele Lösungen verteilen Zimmer – wir denken Vertrieb weiter: von der Tagungsfläche über Spa und Gastronomie bis hin zu lokalen Angeboten, alles in einem integrierten Vertriebsökosystem. Wir möchten jede Leistung und jede Ressource, die ein Hotel anbietet auch digital buchbar machen. Es reicht heute nicht mehr aus, nur das Bett zu verkaufen. Hotels müssen ihre gesamte Infrastruktur monetarisieren. Mit der Erweiterung unserer Buchungsmaske DIRS21 One durch die Tools DIRS21 Mice und DIRS21 Plus machen wir Non Logis endlich so buchbar wie Zimmer – digital, klar geführt und ohne Umwege über Excel und E-Mail.

Tageskarte.io: Das MICE-Geschäft gilt als komplex. Wie bildet man Bestuhlungspläne und Technik-Optionen digital ab, ohne dass der Gast am Ende doch zum Hörer greifen muss?

David Heidelberg:  Unser System zeigt verfügbare Räume nicht nur an, sondern berücksichtigt automatisch die gewünschte Bestuhlung und passt Kapazitäten dynamisch an. Der Gast sieht sofort: Passt meine Gruppe in U-Form in diesen Raum? Sind Beamer oder Catering-Pauschalen an diesem Tag verfügbar? Es entsteht ein reibungsloser Prozess, der die Planung beschleunigt. Gleichzeitig nutzen die Verkaufsteams im Hotel das Modul selbst als Konfigurator, um Angebote schneller zu erstellen und zusätzliche Umsatzpotenziale durch Add-Ons sichtbar zu machen. Unsere Lösung kann insbesondere Hotels unterstützen, die keinen dedizierten Bankett- und Tagungsvertrieb haben.

Tageskarte.io: Wieso ausgerechnet jetzt die Buchbarkeit von Zusatzleistungen und Services ? Wie groß ist dieses Potenzial wirklich?

David Heidelberg: Das Potential ist enorm – wir sehen viele manuelle Prozesse vor und während des Aufenthalts – das muss nicht mal nur die oft genannte Spa-Anwendung sein, sondern das können genauso der Parkplatz, die Leih-E-Bike oder die Teilnahme an der geführten Wanderung sein. Für viele solcher Leistungen werden oft immer noch Strichlisten geführt. Hier setzen wir mit Dirs21 Plus an – eine digitale Lösung, die Zeit und Personalaufwand spart, dem Gast mehr Komfort bietet und messbares Upselling möglich macht. So wird Non-Logis von einem Nebenprodukt zu einem skalierbaren Umsatztreiber.

Tageskarte.io: Viele Hoteliers scheuen den Aufwand einer weiteren Software-Einführung. Wie aufwendig ist die Integration in bestehende Systeme wie das PMS?

David Heidelberg: „Wir verstehen uns nicht als Monolith, sondern als Teil des Tech Stacks unserer Kunden: DIRS21 fügt sich in bestehende Systeme ein und hebt genau dort Umsatzpotenziale, wo Standardstrecken heute enden.“ Wir setzen auf ein offenes Partnernetzwerk. Über standardisierte Schnittstellen werden etwa Buchungsdaten direkt an das PMS übertragen – bei Events sogar inklusive der geblockten Zimmerkontingente. Der Anspruch ist klar: Wir sind keine geschlossene Insel, sondern ein partnerfähiges System, das Hotels mehr strategische Wahlfreiheit ermöglicht. Wir können aber natürlich nur die Daten ins PMS übertragen, für die das jeweilige System auch entsprechende Schnittstellen bereitstellt. Sollte dies nicht der Fall sein, ist unser DIRS21 Cockpit das führende Tool für diese Art von Reservierungen.

Tageskarte.io: Wenn Sie in die Zukunft blicken: Wird die manuelle Tagungsanfrage komplett verschwinden?

David Heidelberg: Sie wird sich verändern. Standard-Events wie Workshops oder Seminare werden künftig fast ausschließlich über digitale Buchungsstrecken abgewickelt. Die Veranstalter und Agenturen fordern ja bereits heute schon eine Vereinfachung und Standardisierung des Angebots. Auch den Hotels verschafft eine Vereinfachung wertvolle Zeit, damit sich die Sales-Teams auf die wirklich komplexen Großveranstaltungen konzentrieren können. Unser Ziel ist es, den Direktvertrieb ganzheitlich über alle Erlösquellen hinweg zu automatisieren, um die Wertschöpfung pro Gast nachhaltig zu steigern.

Über DIRS21

DIRS21 ist ein webbasiertes Buchungs- und Channelmanagement-System, das seinen Kunden die ganze Welt des digitalen Hotelvertriebs eröffnet. Die schwäbischen Tüftler stehen seit mehr als 25 Jahren für kurze Buchungswege und generieren für ihre Kunden somit mehr Buchungen über die eigenen Vertriebskanäle. Dank einer modernen IT-Infrastruktur made in Germany und fundierter Expertise ist DIRS21 Technologiepartner mit höchster Auszeichnung von Booking, Expedia und HRS. Über 5.300 Kunden, meist mittelständische und inhabergeführte Hotels, nutzen DIRS21 bereits. Rund 100 Mitarbeiter arbeiten an zwei Standorten in Deutschland – Leipzig und Wernau bei Stuttgart. Für weitere Informationen über DIRS21 besuchen Sie die Website dirs21.de.


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