Roboter im Restaurant: Wie die Automatisierung die Gastronomie erreicht

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Zunehmende Beliebtheit – steigende Umsätze – größere Anwendungs-Vielfalt: Serviceroboter setzen sich immer stärker durch. Dies gilt für Anwendungen im Haushalt ebenso wie für Einsatzgebiete im gewerblichen Bereich. Ein aktuelles Beispiel: BellaBot und weitere speziell für die Gastronomie entwickelte Premium-Produkte der Marke Sebotics. Die Precom Group AG aus dem schweizerischen Horw, LU sorgt damit als junger Player für neue Bewegung in einem dynamischen Marktumfeld.

Die Zahlen kennen bei Servicerobotern derzeit nur eine Richtung, wenn es um Verkäufe und Umsätze geht: aufwärts. So stieg laut International Federation of Robotics (IFR) der Umsatz 2021 weltweit auf 6,7 Milliarden US-Dollar – ein Plus zum Vorjahr von 12 Prozent. Jeder dritte Serviceroboter kommt beim Transport von Waren und Gütern zum Einsatz. Bei den sogenannten autonomen mobilen Robotern (AMR) stieg der Umsatz inklusive Lieferroboter um 11 Prozent auf über eine Milliarde Dollar. Die meisten Serviceroboter werden allerdings in Innenräumen eingesetzt. So auch BellaBot aus dem Sebotics-Portfolio der Precom Group.

 

Maschine im Dienst des Menschen

Die Gastronomie, der klassische Anwendungsbereich von BellaBot, leidet schon lange unter Personalknappheit. Die Krise der letzten beiden Jahre hat diese Entwicklung noch bis zur Schmerzgrenze verstärkt. Deshalb ist die Branche auch zu einem hohen Grad offen für automatisierte Anwendungen wie BellaBot, der eigens für die Gastronomie entwickelt wurde.

Mit BellaBot lassen sich Stoßzeiten im Service besser managen, kräftezehrende und zeitraubende Laufwege reduzieren oder schwere Lasten auf den technischen Helfer übertragen. Keinesfalls soll der Roboter aber einen Mitarbeitenden ersetzen. Und das kann er auch nicht. BellaBot bietet eine punktgenaue Unterstützung im Service. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Service und Sicherheit großgeschrieben

Die Akzeptanz der Gäste ist hoch. Viele sehen es mit amüsiertem Interesse, dass der nette Kerl mit den Katzenkulleraugen das Servicepersonal tatkräftig unterstützt. Denn bedient wird auch in Gaststätten, in denen BellaBot zum Einsatz kommt, ausschließlich von Mensch zu Mensch.

Und deshalb spielt der BellaBot zwei große Pluspunkte konsequent aus: Zum einen lässt sich der Serviceroboter einfach bedienen. Es brauche kein spezielles Vorwissen oder Kenntnisse, um mit dem Roboter arbeiten zu können, auch wenn für technisch interessierte Käufer eine Sebotics-Schulung angeboten wird.

Zum anderen gehören entsprechende Sicherheitsstandards zum BellaBot-Paket. Einmal installiert, orientiert sich der Roboter anhand einer Lasertechnik im Raum. Somit erfasst er auch Gegenstände, die ihm nach der Konfiguration in den Weg gestellt werden. Zudem verfügt BellaBot selbstverständlich über ein Not-Stopp-System, das greift, sowie BellaBot eine unbekannte Bewegung erkennt.

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Ist es ein Widerspruch, sich gerne von Menschen bedienen zu lassen und dennoch Roboter im Servicebereich zu akzeptieren? Nein, meint Thomas Holenstein, als Geschäftsführer der Precom Group AG verantwortlich für die Marke Sebotics: „Das ist der große Vorteil unseres Roboters. Er hilft aus, wenn dem Personal Zeit fehlt. Die Servicekräfte können sich somit entspannt und gelassen ihrer eigentlichen Aufgabe widmen, der Bedienung ihrer Gäste. Ein Ersatz für das Servicepersonal kann und soll der Roboter nicht sein.“

Automatisierung in der Gastronomie Mitarbeiter gesucht – und gefunden

Bis zur Hälfte ihrer Arbeitszeit sind Beschäftigte in der Gastronomie mit dem Holen und Bringen von Speisen und Getränken beschäftigt. Für persönliche Ansprache und Interaktion mit den Gästen bleibt aufgrund von Personalmangel immer weniger Zeit – es sei denn, Betriebe setzen auf Unterstützung durch Serviceroboter. Sie entlasten das Personal und können die Servicequalität spürbar steigern.

Wir suchen Verstärkung! Nachdem der Arbeitskräftemangel lange Zeit hauptsächlich Berufe mit bestimmten Qualifikationen betroffen hat, ist er inzwischen in fast allen Bereichen der Arbeitswelt schmerzlich zu spüren. So auch in der Gastronomie: Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft haben über 200.000 Menschen ihren Job im Service 2020 gekündigt, als das Arbeiten aufgrund der Pandemie zeitweise nicht mehr möglich war. Seitdem bemühen Restaurant- und Hotelbetreiber sich, die Lücken wieder zu schließen. Doch die Lage bleibt schwierig, viele Lokale müssen ihre Öffnungszeiten wegen Personalmangel nach wie vor reduzieren.

Einen Ausweg bieten Serviceroboter, die laufend anfallende Routineaufgaben im Betrieb verrichten. Dabei stellen sie keine Konkurrenz für menschliche Mitarbeiter dar, sondern entlasten das bestehende Personal und steigern sogar die Servicequalität des Betriebs. Denn wenn Roboter sich um das Servieren und Abräumen kümmern, haben ihre menschlichen Kollegen mehr Zeit für die persönliche Ansprache der Gäste.

Unterstützung durch Autonomie und Kollaboration

Während Serviceroboter in anderen Ländern – besonders in Asien – auch in gewerblichen Umgebungen bereits weit verbreitet sind, kommen sie in Deutschland bislang hauptsächlich in Privathaushalten zum Einsatz. Hierzulande lassen Verbraucher vor allem Aufgaben wie Saugen, Fensterputzen und Rasenmähen durch Roboter erledigen.

Für den Begriff „Serviceroboter“ gibt es keine strenge technische Definition, doch neben solchen Tätigkeiten zählen auch Aufgaben im Gastroservice zu ihren Leistungen. Der ISO-Standard 8373 besagt, dass Roboter im Allgemeinen einen gewissen Grad an Autonomie benötigen, das heißt die Fähigkeit, beabsichtigte Aufgaben auf der Grundlage eines aktuellen Zustands und ihrer Sensorik ohne menschliches Eingreifen auszuführen. Bei Servicerobotern kann diese Autonomie teilweise oder vollständig gegeben sein und auch Interaktion zwischen Mensch und Roboter einschließen.

Die International Federation of Robotics (IFR) hat den Begriff des Serviceroboters in Anlehnung an die ISO 8373 folgendermaßen beschrieben: „Ein Serviceroboter ist ein Roboter, der halb- oder vollautonom arbeitet, um Dienstleistungen zu erbringen, die dem Wohle von Menschen und Anlagen dienen, mit Ausnahme von Fertigungsvorgängen.“ Die Norm unterscheidet Dienstleistungsroboter für Privatpersonen und professionelle Einsatzgebiete.

Drei wesentliche Eigenschaften zeichnen Serviceroboter für die Gastronomie aus: Sie verfügen über einen Motor sowie eine Bewegungssteuerung und fahren autonom. Eine leistungsfähige Sensor-, Brems- und Gleichgewichtstechnik ist dabei besonders wichtig, um die nötige Sicherheit im gastronomischen Arbeitsalltag zu gewährleisten. Mit diesen Merkmalen ausgestattet, können Roboter eine Dienstleistung in einer gering- oder unstrukturierten Umgebung verrichten, ohne dass ein speziell geschulter Bediener von Nöten ist. So übernehmen sie Aufgaben menschlicher Arbeitskräfte und erhöhen die Produktivität verschiedener Abläufe – ohne dass dafür eine Anlernzeit nötig ist.

Kein Ersatz, sondern eine Ergänzung

Serviceroboter helfen Mitarbeitern in der Gastronomie also, ihren Kunden mehr Zeit zu widmen. Konkret bedeutet das: Sie bringen bestellte Speisen auf Knopfdruck von der Küche zum richtigen Tisch, transportieren leere Teller und Gläser zurück in die Spülküche und zeigen Gästen den Weg zu ihrem reservierten Platz.

Das Spektrum zeigt, dass die Aufgabe der Roboter also gerade nicht ist, Personal zu ersetzen, sondern zu unterstützen, indem körperlich belastende Aufgaben übernommen werden. So kann das Personal 3 sich ganz auf die Wünsche der Gäste konzentrieren: Mitarbeiter haben mehr Zeit, um neue Bestellungen aufzunehmen, Lob und Tadel anzunehmen oder eine passende Weinempfehlung zu geben. Denn all diese Aufgaben können und sollen Serviceroboter nicht ausführen. Schließlich zählen der persönliche Dialog und ein einzigartiger Charakter der Lokalität zu den wesentlichen Gründen, weshalb Gäste Restaurants und Hotels aufsuchen

Personal und Gäste im Fokus

Besonders gute Erfahrungen machen Gastronomiebetriebe mit BellaBot von Sebotics. Der ausgereifte, technologisch hoch entwickelte Serviceroboter für Gastronomie und Hotels wurde für den Einsatz als klassischer „Runner“ entwickelt: Er bringt Speisen und Getränke zu Servicestationen oder Tischen, lässt sich vom Personal und von Gästen mit leeren Tellern und Gläsern beladen und fährt sie zurück in die Spülküche. Für diese Aufgaben ist er mit vier Ablagen ausgestattet, die Platz für acht große Teller bieten. Bis zu 40 Kilogramm kann BellaBot auf seinen Fahrten transportieren – mehr als jeder menschliche Mitarbeiter auf einmal tragen könnte.

Der vielseitige Serviceroboter bietet jedoch noch mehr. Gäste können BellaBot jederzeit über eine App zu ihrem Platz rufen, um benutztes Geschirr bedarfsgerecht abtransportieren zu lassen. Im Rundfahrtmodus bietet der Roboter Fingerfood oder Getränke an. Im Begleitungsmodus leitet er gerade eingetroffene Gäste nach der Begrüßung durch eine Servicekraft autark und zielsicher zu ihrem Tisch. Eine besondere Fähigkeit ist der Geburtstagsmodus: Hierbei serviert der Serviceroboter etwa eine Torte mit buntem Lichtspiel und singt dazu fröhliche Geburtstagslieder – eine Fähigkeit, die vor allem junge Restaurantbesucher erfreut.

Kinder zeigen in der Interaktion mit dem Roboter besonders wenig Berührungsängste, was auch an der Gestaltung liegt: Ein freundliches Katzengesicht und das bionische Design der gesamten Konstruktion wirken aus jedem Blickwinkel und laden zur Kommunikation und Interaktion ein. Gesteuert werden Gesten und Interaktion von Künstlicher Intelligenz und berührungsempfindlichen Sensoren: BellaBot freut sich, wenn Kinder seine Ohren streicheln, mahnt bei übermäßiger Beanspruchung aber zu Zurückhaltung.

Bis zu 50 Prozent Arbeitszeitersparnis

Um nicht nur bei den Gästen, sondern auch beim Personal gut anzukommen, übernimmt BellaBot eine Brückenfunktion zwischen Theke, Küche und Gästen. Mitarbeiter stellen das bestellte Essen auf eines 4 der vier Tabletts des Roboters und wählen auf dem integrierten Touchdisplay den entsprechenden Tisch aus. Auf dem Weg dorthin orientiert sich BellaBot per Laserscanner und an der Decke angebrachten Ortungscodes im Raum. Über einen 3D-Sensor erkennt das Gerät Hindernisse und weicht aus oder bremst ab. Die Bestellung wird angesagt und nachdem das Essen entnommen ist, fährt der Serviceroboter weiter – zum nächsten Tisch oder zurück in die Küche.

Das Holen und Bringen von Speisen und Getränken macht im Alltag von Gastronomiebetrieben bis zu 50 Prozent der Arbeitszeit aus – entsprechend positiv sind die Erfahrungen des Personals nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, wenn ein Serviceroboter Unterstützung bietet. BellaBot kann bis zu 400 Tische an einem Tag bedienen. Lediglich für das Laden der Batterie müssen Betreiber nach zwölf bis 24 Stunden Betriebszeit etwa fünf Stunden Pause einplanen. Ein Schnellwechselakku ermöglicht bei Bedarf jedoch auch den Betrieb ohne Unterbrechung.

Wachsende Akzeptanz und steigende Verbreitung

Das Marktumfeld für Serviceroboter in der Gastronomie ist aktuell sehr dynamisch. In Deutschland drehen bislang nur wenige Roboter ihre Runden durch Restaurants und Hotels. Doch immer mehr Betreiber erkennen das Potenzial, das die Automatisierung von Routineaufgaben im Alltag bietet. Weltweit stieg der Umsatz mit Servicerobotern laut dem Robotikverband IFR im vergangenen Jahr um zwölf Prozent auf 6,7 Mrd. US-Dollar. Zugleich wächst auch die Akzeptanz – bei Gästen wie beim Personal. Denn beide können sich dank der Unterstützung durch Automatisierung wieder ganz den schönen Seiten der Gastronomie widmen: Gastfreundschaft und die Freude am Genuss.

Was sagt eigentlich Chat GPT zum Themea Roboter im Restaurant?

Roboter im Restaurant werden immer häufiger eingesetzt, um den Kundenservice zu verbessern und die Effizienz zu steigern. Sie können in verschiedenen Bereichen des Restaurants eingesetzt werden, wie beispielsweise bei der Bestellaufnahme, dem Servieren von Speisen und Getränken oder der Reinigung.

Roboter im Restaurant bieten einige Vorteile, wie z.B. die Reduzierung von Wartezeiten und die Verbesserung der Präzision bei der Bestellaufnahme. Sie können auch dazu beitragen, die Arbeitsbelastung des Personals zu verringern und so ein besseres Arbeitsumfeld zu schaffen.

Allerdings gibt es auch einige Herausforderungen bei der Einführung von Robotern in Restaurants. Einerseits können sie teuer in der Anschaffung und Wartung sein. Andererseits können sie in bestimmten Situationen unzureichend sein, z.B. wenn ein Gast eine spezielle Bestellung hat oder eine individuelle Beratung wünscht.

Trotzdem ist davon auszugehen, dass der Einsatz von Robotern im Restaurant in Zukunft weiter zunehmen wird. Mit der Weiterentwicklung der Technologie werden Roboter immer ausgefeilter und können somit mehr Aufgaben übernehmen. Letztendlich wird es jedoch wichtig sein, die Vorteile von Robotern im Restaurant sorgfältig abzuwägen und sicherzustellen, dass sie den Anforderungen und Bedürfnissen der Gäste und des Personals gerecht werden.


 

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