15 Strecken, auf denen Zug und Bus (fast) so schnell sind wie der Flieger

| Tourismus Tourismus

Nachhaltige Entscheidungen nehmen immer mehr Platz im Alltag ein. Doch gerade beim Reisen gehen Schnelligkeit und Komfort oftmals vor. Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Omio zeigt jedoch, dass Reisende zugunsten des Klimas durchaus Kompromisse eingehen, wenn das einen positiven Effekt auf die Umwelt hat. Omio präsentiert Reisenden fünfzehn inspirierende Routen, basierend auf den 100 beliebtesten Strecken in und aus Deutschland, bei denen Zug oder Bus nur bis zu 60 Minuten mehr Reisezeit benötigen.

Auf diesen fünfzehn Routen sind Bahn und Bus schneller oder fast genau so schnell wie der Flieger (>1 Stunde langsamer).

 

Strecke 

Gesparte Zeit/ Zeitdifferenz

Gesparte CO2 Emissionen in kg 

1

Frankfurt am Main <> Köln

124 Min. gespart

25,1 kg

2

Hannover <> Frankfurt am Main

27 Min. gespart

32,9 kg

3

Stuttgart <> Paris

15 Min. gespart

73,7 kg

4

Frankfurt am Main <> Paris

-22 Min.

63,2 kg

5

Frankfurt am Main <> München

-30 Min.

38,2 kg

6

Berlin <> Essen

-32 Min.

49,1 kg

7

Düsseldorf <> Hamburg

-34 Min.

47,4 kg

8

Frankfurt am Main <> Amsterdam

-39 Min.

47,9 kg

9

München <> Zürich

-41 Min.

42,5 kg

10

München <> Wien

-42 Min.

62,4 kg

11

Frankfurt am Main <> Hamburg

-44 Min.

68,4 kg

12

Berlin <> München

-47 Min.

48,2 kg

13

Hannover <> Amsterdam

-55 Min.

47,4 kg

14

Berlin <> Frankfurt am Main

-58 Min.

49,3 kg

15

Köln <> Hamburg

-59 Min.

195,1 kg

 

Umfrage zeigt: Mehr als ein Drittel nimmt den Zug um das Klima zu schonen

Die repräsentative Befragung unter 2.093 Menschen in Deutschland ergab, dass Verbraucher beim Reisen der Umwelt zuliebe durchaus zu Kompromissen bereit sind: Mehr als jede:r Dritte (39 Prozent) würde eine bis zu 30 Minuten längere Reisezeit in Kauf nehmen, mehr als jede:r Fünfte (23 Prozent) würde eine bis zu 60 Minuten längere Reisezeit in Kauf nehmen und 12 Prozent würden sogar bis zu 120 Minuten länger reisen, wenn sie dafür nachhaltiger unterwegs sind.

Wenig überraschend: Die Generation Z ist mehr auf die Umwelt bedacht: Hier akzeptieren 69 Prozent der Befragten eine längere Reisezeit zu Gunsten der Umwelt, in der Gesamtbevölkerung beträgt dieser Anteil nur 56 Prozent. Eine:r von fünf (18 Prozent) würde bis zu 120 Minuten mehr Reisezeit in Kauf nehmen.

Generell sind Befragte in Deutschland durchaus dazu bereit, auf Bodentransport umzusteigen. Fast jeder Zweite (45 Prozent) sagt, dass er oder sie mit dem Zug statt dem Flugzeug reisen würde, wenn die Verbindung schneller ist. 42 Prozent steigen lieber in den Zug, wenn die Verbindung bequemer ist als mit dem Flieger. Auch der Preis spielt eine große Rolle beim Reisen: 38 Prozent bevorzugen den Zug, wenn der Ticketpreis günstiger als beim Fliegen ist. Nachhaltigkeit ist für viele ebenfalls ein Grund, sich gegen das Fliegen zu entscheiden – Das antwortetet immerhin jede:r Dritte (34 Prozent). Auch das Thema Sicherheit, beispielsweise in Bezug auf die Corona-Pandemie, bewegt viele dazu (33 Prozent), auf den Zug umzusteigen. 

Im Vergleich zur Bahn sind weniger Reisende bereit, den Bus statt den Flieger zu wählen. Doch sagt jede:r Fünfte (22 Prozent), den Bus zu bevorzugen, wenn das Ticket günstiger ist. Fast ebenso viele (20 Prozent) fahren lieber Bus als zu Fliegen, wenn die Verbindung bequemer ist. 

So beeinflusst Corona das Reiseverhalten

Die Covid-19 Pandemie hat das Reiseverhalten europaweit beeinflusst: In Deutschland gab fast jede:r Vierte (24 Prozent) der Befragten an, erst die Reisebeschränkungen vor der Buchung zu prüfen. 18 Prozent gaben an, mehr Inlandsreisen zu unternehmen und 15 Prozent werden erst reisen, wenn sie geimpft sind. 9 Prozent werden bei Reisen nun öfter den Zug als das Flugzeug wählen, weil sie sich dort sicherer fühlen.

Für jeden Fünften (20 Prozent) hat die Pandemie jedoch keinerlei Auswirkungen auf ihr Reiseverhalten. 17 Prozent wollen zu ihrem alten Reiseverhalten zurückkehren, wenn die Infektionszahlen gesunken sind. 

Vor allem die Generation Z achtet beim Reisen am meisten darauf, die Umwelt wenig zu belasten: Neun Prozent der Studien-Teilnehmenden in Deutschland gaben an, die Umwelt bei Reiseentscheidungen immer zu berücksichtigen; unter den 18 bis 24-Jährigen sind es 17 Prozent, unter den 25 bis 34-Jährigen 12 Prozent.

Im Vergleich zu Ende 2019 berücksichtigt die Generation Z heute noch mehr das Klima: Bei der damaligen Umfrage sagten nur 13 Prozent, dass sie jedes Mal beim Reisen auf die Umwelt achten. 


Zurück

Vielleicht auch interessant

Hilton hat seinen Trends Report 2027 veröffentlicht. Die Untersuchung beschreibt, wie sich das Reiseverhalten deutscher Urlauber im kommenden Jahr verändern könnte. Im Mittelpunkt stehen Flexibilität, Erholung, persönliche Entwicklung und Vertrauen.

Dass München für Deutschland ins Rennen um Olympische und Paralympische Spiele geht, hat im Freistaat eine Welle der Euphorie ausgelöst. Auch das Gastgewerbe begrüßte die Entscheidung als starkes Signal für die Landeshauptstadt und den Freistaat.

Die Deutschen planen für diesen Herbst weniger Urlaubsreisen als vor einem Jahr. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Urlaubsplanungsindex des Deutschen Instituts für Tourismusforschung in Kooperation mit dem Deutschen Tourismusverband.

Royal Caribbean Group hat eine Vereinbarung über eine 50-prozentige Beteiligung an Sandals und Beaches Resorts unterzeichnet. Der Abschluss der rund drei Milliarden US-Dollar teuren Transaktion wird für Anfang 2027 erwartet.

Das im Mai eröffnete temporäre Erlebnis-Dorf des Erdbeer-Unternehmens Karls in Wernigerode im Harz soll 2027 in die Verlängerung gehen. Zunächst wird es aber nach den Herbstferien Anfang November schließen.

Lonely Planet zählt Dessau zu seinen Reisezielen für 2027. Autor Anthony Ham stellt das Bauhaus und dessen Einfluss auf die Alltagsarchitektur in den Mittelpunkt.

Die Aktien mehrerer Reiseplattformen haben nach dem Start von Metas KI-Assistent Muse nachgegeben. Analysten befassen sich mit möglichen Folgen für das Geschäft mit Reisebuchungen.

Eine aktuelle Studie der Deutschen Zentrale für Tourismus bestätigt die Bedeutung der Vereinigten Staaten als wichtigsten Überseemarkt für den deutschen Tourismus. Trotz gestiegener Kostensensibilität bleiben die Ankünfte stabil auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Ferienparkkette Center Parcs prüft die Errichtung eines großen Ferienparks im Lausitzer Seenland. Das Projekt auf Brandenburger Seite solle zwischen Sedlitzer See und Partwitzer See auf rund 90 Hektar Fläche 500 bis 700 Ferienhäuser umfassen.

Tui spürt weiterhin die Folgen des Iran-Kriegs, viele Menschen buchen ihren Urlaub zudem später. Doch es gibt auch Lichtblicke. Was erwartet Europas größter Reisekonzern für die Wintersaison?