1.500 neue Jobs bei Tui

| Tourismus Tourismus

Der Tui-Konzern will nach erheblichen Kürzungen in den vergangenen Jahren zusätzliche Jobs im Ausland und in der Digitalsparte schaffen. Es gibt Ausschreibungen für über 1000 Beschäftigte an den Reisezielen sowie für weitere 500 in den Bereichen IT, Technologie und Online-Geschäft.

In der überwiegenden Zahl gehe es um neue Stellen. Ein kleiner Teil entfalle auf Nachrücker für zwischenzeitlich unbesetzte Positionen. Tui hat sich vorgenommen, in diesem Sommer wieder so dicht wie möglich an das Vor-Corona-Buchungsniveau heranzukommen. Entsprechend wolle man daher stärker ins Personal investieren.

In den Urlaubsländern sucht Tui in den kommenden Monaten zum Beispiel Reiseleiterinnen und -leiter oder neue Kräfte für Fitnesstraining und Kinderbetreuung. Neben Bewerbern aus der jeweiligen Region sollen auch Interessenten aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Irland angesprochen werden. Zielgruppe der Digital-Jobs sind Fachleute für Software und Datenanalyse - diese will der Konzern mit flexiblen, hybriden und ortsunabhängigen Arbeitsmodellen locken.

«Tui ist nach der Pandemie schlanker, digitaler und effizienter», sagte Personalvorständin Sybille Reiß der Deutschen Presse-Agentur. «Nun bereiten wir das Unternehmen wieder auf Wachstum vor. Die Menschen wollen verreisen. Wir sehen die Nachfrage.» Über die Online-Kanäle laufe es ebenfalls gut: «Nun verstärken wir die Teams in IT und E-Commerce, um die Digitalisierung weiter voranzutreiben.»

Mitte März war vereinbart worden, dass die Beschäftigten der Tui-Mehrheitsgesellschaften in Deutschland eine grundsätzliche Jobgarantie bis zunächst Ende 2023 erhalten sollen. Konzernkreisen zufolge gab es dabei Einvernehmen über einen «weitestgehenden Kündigungsschutz, sofern Abbaumaßnahmen nicht bereits feststehen».

Der weltgrößte Touristikanbieter fuhr zuletzt einen personellen Sparkurs. Konzern- und weltweit standen nach dem ersten Corona-Jahr 2020 insgesamt 8000 Jobs auf der Streichliste. Es gab Milliarden an Staatshilfen. Erste Kreditlinien daraus werden jetzt zurückgegeben. Zudem werden Angebote und Prozesse stärker digitalisiert. Die beschlossenen Kürzungen in der Verwaltung, den Reisebüros und der Fluggesellschaft Tuifly waren in der Belegschaft heftig umstritten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.

Früher war der Sommerurlaub immer auch eine Selbstvergewisserung - im Ausland lief vieles nicht so gut wie zu Hause. Heute ist das oft anders. Ein Experte sieht sogar eine Gefahr für die Demokratie.

Im aktuellen PiNCAMP-Ranking für 2026 rücken deutsche Campingplätze stärker in den Fokus der Nutzer. Mit 39 Anlagen in den Top 100 stellt Deutschland die meisten Standorte im europäischen Vergleich.

Während der Branchenverband bundesweit von sinkenden Umsätzen berichtet, ziehen Freizeit- und Erlebnisparks im Norden eine positivere Zwischenbilanz des Sommers. Sie nennen dafür auch Gründe.

Urlaub kann manchmal hektisch werden. Deshalb setzen viele Reisende inzwischen auf Slow Travel. Das bedeutet, dass du weniger Orte bereist, aber dafür mehr Zeit an jedem einzelnen verbringst. Wir stellen dir das Konzept im Folgenden vor.

Die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in Rheinland-Pfalz war im ersten Halbjahr so hoch wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. Wirtschaftsminister Michael Ebling sieht sogar einen Boom.

Dänemark erlebt einen Urlauber-Ansturm: Im ersten Halbjahr gab es einen neuen Übernachtungsrekord. Besonders Deutsche zieht es ins Nachbarland – 7,5 Millionen Übernachtungen gingen auf ihr Konto.

Reisende sind der Tourismusbranche beim Einsatz Künstlicher Intelligenz nach Darstellung einer neuen Studie zwei Jahre voraus. Während 54 Prozent der befragten US-Reisenden KI bereits für die Reiseplanung genutzt haben, bieten 22 Prozent der befragten Destination Marketing Organizations entsprechende Funktionen auf ihren Internetseiten an.

Der dritte European Travel Trend Report der Dertour Group belegt das wachsende Interesse an Slow Travel, digitalen Auszeiten und Solo-Reisen. Besonders in Deutschland gewinnen entschleunigte Reiseformen und Alleinreisen stark an Bedeutung.