50 Jahre Intercity-Geschichte auf einer Lok

| Tourismus Tourismus

Die Deutsche Bahn feiert 2021 ein weiteres Jubiläum: Vor 50 Jahren fuhren die ersten Intercity-Züge durch Deutschland. DB-Fernverkehrschef Dr. Michael Peterson hat heute im Frankfurter Hauptbahnhof anlässlich des runden Geburtstags eine Lokomotive der Baureihe 101 auf die Strecke geschickt, die sich zur Hälfte in den historischen und aktuellen IC-Farben präsentiert.

Auf den Seitenwänden sind Loks und Wagen aus mehreren IC-Generationen zu sehen. Die Jubiläumslok wird mit bis zu 200 Stundenkilometern als rollende Botschafterin für ein halbes Jahrhundert Intercity-Verkehr unterwegs sein. „Ohne IC kein ICE: Der Intercity hat die Grundlagen für den schnellen, vertakteten Schienenverkehr in Deutschland, wenn nicht gar in Europa gelegt“, so Michael Peterson. Bekannte Standards im ICE-Verkehr wie feste Abfahrzeiten im Stundentakt, Bordrestaurant in der Mitte des Zuges zwischen den beiden Wagenklassen oder Umsteigen am selben Bahnsteig wurden mit dem Intercity eingeführt.

Mittlerweile hat sich die Funktion des IC verändert. Die Rolle als schnelle Verbindung zwischen den Metropolen hat der ICE übernommen. Stattdessen erschließt der Intercity mit modernen Doppelstockzügen verstärkt die Fläche. Und dieses Angebot baut die DB aus. Ende 2019 wurde die erfolgreiche Intercity-Linie zwischen Warnemünde und Dresden eingeführt. Ab dem 12. Dezember verbindet eine neue Linie Dortmund bzw. Münster über Siegen mit Frankfurt am Main im Zweistundentakt.

„Wir wollen noch mehr Bahn in Deutschlands Städte und Regionen bringen. Dafür investieren wir kräftig. Ende nächsten Jahres werden wir insgesamt 86 komfortable Doppelstückzüge für den Fernverkehr in der Fläche haben“, so Michael Peterson.

Der Intercity-Verkehr startete am 26. September 1971. Damals waren in Purpurrot und Beige lackierte IC-Züge auf vier Linien alle zwei Stunden unterwegs – ausschließlich mit 1. Klasse-Wagen. Zusammen mit den 200 km/h schnellen Loks der Baureihe 103 wurden sie zum Sinnbild für Schnellverkehr auf der Schiene und zur Werbeikone für die damalige Bundesbahn. Unter dem Slogan: „Jede Stunde, jede Klasse“ wurden 1979 dann der Stundentakt und die 2. Klasse eingeführt. Auf inside.bahn.de/50-jahre-intercity gibt es weitere Fakten und Geschichten rund um 50 Jahre Intercity-Verkehr.

Die Jubiläumslok entstand in Kooperation mit der Modellbahn-Händlergemeinschaft „Die wilde Dreizehn plus“. Mit der Lokomotive wurde in Frankfurt ein ebenfalls in historischen und aktuellen Farben gehaltener Steuerwagen vorgestellt.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Airbnb-Analyse zeigt, welche naturnahen Ziele in Deutschland im Sommer 2026 bei Reisenden besonders an Beliebtheit gewonnen haben. Dabei dominieren Regionen am Bodensee sowie Standorte an Nord- und Ostsee.

Rund sechs Millionen Menschen besuchen jährlich die wohl berühmteste deutsche Kirche, den Kölner Dom. Bislang war das kostenlos. Für Besucher ändert sich das jetzt - doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Studie von Booking.com verdeutlicht Diskrepanzen zwischen dem Wunsch nach nachhaltigem Reisen und dem tatsächlichen Handeln der verschiedenen Generationen.

Der Tourismus in Rheinland-Pfalz ist mit steigenden Gäste- und Übernachtungszahlen in das Jahr 2026 gestartet. Besonders die Regionen Rheinhessen, Mosel-Saar und Ahr legten im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr zu.

Der Deutsche Reiseverband hat die Bewerbungsphase für den Umweltpreis Ecotrophea 2026 eröffnet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auszeichnung steht die Zusammenarbeit zwischen Tourismusunternehmen und lokalen Gemeinden.

Eine neue Umfrage belegt, dass 34 Prozent der Deutschen ihren Sommerurlaub aufgrund begrenzter Budgets einschränken oder ganz darauf verzichten müssen. Dabei spielt die laufende Kostenkontrolle für die Mehrheit der Reisenden eine entscheidende Rolle.

Fertitta Entertainment hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Caesars Entertainment geschlossen. Der Kaufpreis beläuft sich laut Unternehmensangaben auf 17,6 Milliarden US-Dollar einschließlich übernommener Schulden.

Tourismusunternehmen rund um den Bodensee ziehen überwiegend eine positive Zwischenbilanz zum Saisonstart 2026. Vor allem Schifffahrt, Freizeitziele und Bergbahnen melden stabile oder steigende Besucherzahlen.

Die Engpässe bei der Kerosinversorgung durch die Straße von Hormus sollen für Passagiere in Deutschland ohne Folgen bleiben. Der Flug in den Urlaub sei garantiert, versichern verschiedene Anbieter.

Trotz Rekord-Übernachtungszahlen 2025 steckt die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen in einem Stimmungstief: Vor allem hohe Kosten für Energie und Lebensmittel sorgen viele Betriebe – doch es gibt Ausnahmen.