800 000 Besucher beim Hamburger Hafengeburtstag - Stargast aus Polen

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Mit mehr als 800 000 Besuchern hat Hamburg seinen ersten Hafengeburtstag nach der Corona-Pandemie gefeiert. Obwohl es deutlich weniger Gäste als in früheren Jahren waren, freute sich Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) über das Ergebnis. Die Besucher hätten unbeschwerte Stunden erleben können. «Gleichzeitig hatten Schausteller, die Tourismusbranche, Hotellerie und Gastronomie wieder zahlreiche Gäste und damit gute Verdienstmöglichkeiten nach den Ausfällen der vergangenen Jahre», erklärte der Senator am Sonntag. Beim Hafengeburtstag im Mai 2019 waren mehr als eine Million Besucher gezählt worden.

Das maritime Volksfest war 2020 und 2021 abgesagt worden. Im vergangenen Januar folgte die dritte Absage für den traditionellen Termin im Mai. Im April wurde schließlich die Verschiebung auf den September bekanntgegeben. Das Motto lautete diesmal «Leinen los, wir feiern wieder». Partnerland war Kroatien. Trotz des wechselhaften Wetters sei das Festival seines Landes mit Tanz, Musik und Spezialitäten bei den Besuchern sehr gut angekommen, erklärte der kroatische Generalkonsul in Hamburg, Kristijan Tusek. «Wir freuen uns über die positive Resonanz aller Beteiligten.»

Ein Höhepunkt des Volksfestes war am Samstagabend eine Lichtshow mit Feuerwerk. 50 000 Menschen verfolgten das Spektakel nach Angaben der Polizei. Eine besondere Attraktion war das Kreuzfahrtschiff «AIDAprima», das vor den St.-Pauli-Landungsbrücken lag. Auf das Schiff wurde ein Lichtspiel projiziert, das Schiff selbst änderte zum Takt der Musik seine Beleuchtung an Bord.

Der 833. Hafengeburtstag ging am Sonntagnachmittag mit der Auslaufparade zu Ende. Daran nahm auch der «Stargast» des Volksfestes, das polnische Segelschulschiff «Dar Mlodziezy», teil. Es fuhr hinter dem Feuerlöschboot «Branddirektor Westphal», das es mit kräftigen Wasserfontänen verabschiedete. Unter den gut 100 Wasserfahrzeugen waren auch mehrere Museumsschiffe und Boote von Marine, Bundespolizei und Zoll. 2019 hatten rund 300 Schiffe an der Parade teilgenommen, darunter auch die russischen Großsegler «Mir» und «Kruzenshtern». Die russische Viermarstbark «Sedov» hatte die Auslaufparade damals angeführt.

Die Polizei sprach von einer friedlichen Veranstaltung. Es seien nur wenige kleinere Straftaten angezeigt worden. Die Bundespolizei fand bei Kontrollen im Waffenverbotsgebiet auf St. Pauli fünf Messer, zwei Schlagstöcke, einen Schlagring und zwei Reizstoffbehälter. Die Beamten nahmen sieben mutmaßliche Taschendiebe fest. Zwei weitere Männer wurden mit Haftbefehl gesucht. Fünf kontrollierte Menschen hielten sich illegal in Deutschland auf, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte.

Der Hamburger Hafengeburtstag wird seit 1977 begangen und gilt als eines der größten Hafenfeste der Welt. Auf die nächste Ausgabe des Spektakels brauchen die Schifffahrtsbegeisterten nicht lange zu warten: Vom 5. bis 7. Mai 2023 soll der nächste Hafengeburtstag gefeiert werden. (dpa)


 

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