84 Prozent aller Hotels auf Mallorca im April wieder geöffnet

| Tourismus Tourismus

Im Zuge der rapide sinkenden Corona-Zahlen wächst auf Mallorca die Hoffnung auf eine deutliche Erholung des Tourismus-Sektors schon im Frühjahr. Im April werden 84 Prozent aller Hotels und Pensionen der spanischen Urlaubsinsel geöffnet sein, wie der mallorquinische Hotelierverband FEHM mitteilte.

Zum Vergleich: Im April vorigen Jahres waren gerade einmal 17 Prozent aller Hotels im Betrieb. Der Anteil der geöffneten Touristen-Unterkünfte auf Mallorca soll nach einer FEHM-Umfrage von derzeit 24 Prozent auf 44 Prozent im März und dann im April um weitere 40 Punkte steigen.

Für Optimismus sorgt unter anderem die Tatsache, dass Deutschland Spanien wegen der guten Entwicklung der Pandemie vor einigen Tagen von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen hat. Außerdem verkündete Großbritannien jüngst das Ende der Reisebeschränkungen. In normalen Zeiten sind die Deutschen und die Briten auf Mallorca mit Abstand die größten Touristengruppen. Inwieweit die Zuspitzung des Ukraine-Konflikts mit dem russischen Angriff den Reiseverkehr beeinflussen werde könne man noch nicht sagen, teilte FEHM mit.

Dass bei den Unternehmen der Branche aber Optimismus vorherrscht, beweist die Tatsache, dass derzeit in Palma und in anderen Gebieten Mallorcas sowie auch auf den anderen Balearen-Inseln wieder verstärkt eingestellt wird. Der deutsche Reiseveranstalter TUI interviewte diese Woche Dutzende Menschen, die sich in Palma auf 80 Jobs als Reiseführer und Kundendienst-Mitarbeiter bewarben. «Es ist klar, dass der Tourismussektor und die Wirtschaft im allgemeinen derzeit in Palma reaktiviert werden», sagte der für Wirtschaftliche Förderung und Beschäftigung zuständige Stadtrat Rodrigo Romero.

Die Corona-Zahlen sinken auf Mallorca, den anderen Balearen-Inseln und in ganz Spanien seit Wochen rapide. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen betrug auf den Balearen zuletzt 215, wie das Madrider Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mitteilte. Zum Vergleich: Dieser Wert liegt in Spanien landesweit bei 253, in Deutschland derweil - vermutlich wegen der niedrigeren Impfquote - trotz ebenfalls rückläufiger Tendenz immer noch deutlich höher, und zwar bei 1259. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Fast zehn Jahre lang war der Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, der sogenannten Plaza, kostenlos. Von Oktober an kostet er Geld. Welche Auswirkungen das haben wird.

Erneut sind Mallorquiner gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Nur zwei Wochen nach der großen Kundgebung in Palma gegen den aus Sicht vieler Insulaner überbordenden Tourismus, fand die neue Demo nun in der Stadt Sóller statt.

Die Robinson Club GmbH registriert eine Veränderung beim Luxusverständnis deutscher Reisender. Demnach definieren viele Befragte Luxus im Urlaub primär über Zeit, Erholung sowie die Entlastung von alltäglichen Pflichten.

Die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen steigen im Jahr 2026 voraussichtlich auf den Rekordwert von 1,56 Billionen Euro, während die Zahl der Reisen nur leicht zunimmt.

Ob Spirituosen, Korallenschmuck oder Designer-Kopien: Wer Souvenirs aus dem Urlaub mitbringen möchte, sollte wissen, was er tut. Sonst kann es bei der Einreise Probleme geben.

Der Deutsche Alpenverein meldet auf zahlreichen Berghütten in den Alpen akute Wasserknappheit. Auf einzelnen Hütten muss Trinkwasser bereits per Hubschrauber geliefert werden, während der Verband zu umfassenden Sparmaßnahmen aufruft.

Lufthansa kämpft mit teurem Kerosin und Streiks. Chef Spohr hält nun sogar einen Gewinnrückgang im Gesamtjahr für möglich und kündigt weiterhin hohe Ticketpreise an.

Bahnreisen blieben für Fahrgäste im Juli eine Geduldsprobe: Mit 52,6 Prozent war lediglich etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Quote damit unverändert.

Am Mittelmeer werden für Schirme und Liegen teils horrende Preise verlangt. An einigen Stränden Italiens gehen die Behörden neuerdings dagegen vor, auch wegen der EU. Aber die alten Kräfte wehren sich.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus lädt Ende September zu einem hochrangigen Fachtreffen mit US-Entscheidern an den Bodensee ein, um Trends im amerikanischen Reisemarkt zu analysieren.