Ab Juli Rauchverbot an Barcelonas Stränden

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Barcelona untersagt ab dem 1. Juli das Rauchen an allen Stränden der spanischen Mittelmeer-Metropole. Die im vorigen Jahr an einigen Stränden durchgeführten Tests seien erfolgreich gewesen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Die Initiative sei bei den Bürgern sehr gut angekommen. In den nächsten Monaten bis zum Inkrafttreten wolle man zunächst eine Informationskampagne durchführen, hieß es. Die Hauptstadt Kataloniens hat zehn Strände mit einer Gesamtlänge von rund zehn Kilometern, die auch von vielen deutschen und anderen ausländischen Touristen aufgesucht werden.

«Das Ziel dieser Maßnahme ist es, eine gesündere Umwelt zu schaffen und vor allem den Passivraucher zu schützen», sagte vor Journalisten der für ökologischen Wandel zuständige Stadtrat Eloi Badia. Zudem solle Abfall vermieden werden, denn Zigarettenkippen seien «ein bedeutendes Umweltproblem».

In Spanien werden immer mehr Strände zu qualmfreien Zonen erklärt. Rauchverbote gelten an mehreren Stränden unter anderem auf den Kanaren und den Balearen, im Baskenland, in Galicien, in Andalusien und in Valencia. Die Gemeinden können sich dabei seit einiger Zeit auf ein nationales Gesetz berufen, das ihnen erlaubt, das Rauchen an den Stränden nicht nur zu untersagen, sondern Verstöße auch mit Bußgeldern von bis zu 2000 Euro zu ahnden. Barcelona will illegalen Rauchern aber nur eine Geldstrafe von etwa 30 Euro aufbrummen.

Die linke Regierung bereitet derweil eine Reform des Tabakgesetzes von 2005 vor, die sie nach Möglichkeit bis Jahresende im Madrider Parlament durchbringen möchte. Im Rahmen der Reform soll das Rauchen an verschiedenen öffentlichen Plätzen landesweit verboten werden, darunter an allen Stränden, in den Parks, auf allen Terrassen sowie auch in allen Sportstätten. (dpa)


 

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