Aida-Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau

| Tourismus Tourismus

Beschäftigte von Aida Cruises haben am Donnerstag in Hamburg gegen drohende Entlassungen im Entertainmentbereich des Kreuzfahrtriesen demonstriert. Die Gewerkschaft Verdi wirft Aida vor, das Unternehmen wolle 50 von 85 Stellen im Hamburg streichen.

«Wer seine Beschäftigten seit 15 Monaten in Kurzarbeit hält und sich vom Staat Sozialabgaben bezahlen lässt, und jetzt, beim Neustart der Tourismusbranche, im Regen stehen lässt, handelt unverantwortlich», sagte Verdi-Verkehrsexperte Natale Fontana.

Ein Aida-Sprecher sagte, im Juli seien die betroffenen Beschäftigten darüber informiert worden, «dass im Rahmen einer neuen strategischen Ausrichtung dieses Bereiches neue Inhalte und Prozesse für die zukünftigen Entertainment Inhalte notwendig sind». Derzeit liefen mit dem Betriebsrat «sachliche Gespräche zu einem Interessenausgleich und einem Sozialplan». Aida Cruises beschäftigt nach Angaben des Sprechers an Land rund 1000 Mitarbeiter.

Kiez-Ikone Corny Littmann sagte Verdi zufolge während der Protestaktion: «In Hamburg ist ein einmaliges Entertainmentzentrum mit Hilfe der Stadt entstanden. Durch die Entlassungspläne von Aida wird das jetzt zerstört.» Littmanns «Schmidt» hatte vor mehr als 20 Jahren als erstes Theater ein spezielles Kulturprogramm für Urlauber auf See konzipiert. Damals hatte Littmann die Künstler ausgewählt und die Produktionen mit dem bei Aida angestellten Ensemble erarbeitet. Mittlerweile gastiert Littmanns «Schmidt-Theater» auf «Mein Schiff»-Kreuzfahrten des Aida-Konkurrenten Tui Cruises. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Streit ums Handgepäck: Das Oberlandesgericht in Hamm kippt die Ein-Stück-Regel einer spanischen Fluggesellschaft. Zu den umstrittenen Maßen sagen die Richter aber nichts.

Die Bemühungen von Schweiz Tourismus, den Overtourismus durch eine gezielte Lenkung der Gäste zu dämpfen, zeigen bislang keine messbare Wirkung. Während touristische Zentren weiter stark wachsen, profitieren kleinere Regionen kaum von der staatlich geförderten Strategie.

Der World Travel & Tourism Council (WTTC) hat eine weltweite Kampagne zur Bestimmung der 7 zeitgenössischen Weltwunder gestartet. Der Auswahlprozess orientiert sich an festen Kriterien und ist auf ein Jahr angelegt.

Mit der Eröffnung der Tiroler Zugspitzbahn am 5. Juli 1926 begann eine neue Ära des Alpentourismus. Als erste Seilbahn Tirols und zweitälteste Österreichs machte sie die Zugspitze erstmals bequem für Gäste aus aller Welt erreichbar.

Der Deutsche Reiseverband prognostiziert für das laufende Touristikjahr trotz geopolitischer Unsicherheiten ein leichtes Umsatzwachstum. Während Mittelmeerziele und Kreuzfahrten zulegen, bleiben Fernreisen hinter den Erwartungen zurück.

Der Deutsche Alpenverein, der Österreichische Alpenverein und Alpenvereine in Südtirol starten eine gemeinsame Kampagne gegen Bettwanzen auf Berghütten. Beim DAV sind nach eigenen Angaben jährlich fünf bis 20 Hütten betroffen.

Eine neue Untersuchung zeigt, dass zwei Drittel der deutschen Geschäftsreisenden ihre Dienstreisen für private Aufenthalte verlängern. Besonders inländische Großstädte profitieren von diesem Trend, bei dem Reisende im Durchschnitt drei zusätzliche Nächte buchen.

Eine aktuelle Untersuchung zeigt deutliche Preisunterschiede bei deutschen Ferienhäusern, wobei Sylt das Ranking anführt. In den Alpenregionen bleibt der Tegernsee die teuerste Lage, erreicht jedoch nicht das Preisniveau der Küstenhotspots.

Für das von der Helma-Insolvenz betroffene Ostseeresort Olpenitz ist ein neuer Investor gefunden worden. Der Käufer übernimmt rund 39.000 Quadratmeter Entwicklungsflächen und soll auch weitere Bauabschnitte des Poseidon fertigstellen.

Die Niederlande sind weit mehr als nur das Land von Tulpen, Windmühlen und Käse. Für viele Reisende bietet das Nachbarland eine perfekte Mischung aus Entspannung, Natur und Kultur. Wer eine Auszeit vom Alltag sucht, muss nicht unbedingt in den Flieger steigen. Ein Urlaub bei den niederländischen Nachbarn ist unkompliziert, abwechslungsreich und ideal für Familien, Paare oder Alleinreisende.