Aiwanger will Hüttenwirten in Corona-Zeit helfen

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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will die unter der Corona-Krise leidenden Hüttenwirte des Deutschen Alpenvereins (DAV) unterstützen. Die Hygieneauflagen brächten für die Wirte eine starke Einschränkung, was zu großen wirtschaftlichen Einbußen führe, sagte Aiwanger bei einem Treffen mit DAV-Präsident Josef Klenner laut Mitteilung des Verbandes vom Dienstag.

«Wir werden die Situation noch einmal in einem Praxis-Check gemeinsam mit dem DAV genau unter die Lupe nehmen, um Wege für eine Verbesserung des wirtschaftlichen Betriebs der Hütten zu finden. Ziel ist es, die Belegung mit Blick auf die Herbstsaison zu optimieren, ohne Hygienerisiken einzugehen», sagte Aiwanger.

Dem Treffen am Montag war ein Brandbrief des DAV an die Staatsregierung vorausgegangen. «Aktuell werden unsere bayerischen Hütten von den Gesetzgebern mit der Hotellerie im Tal gleichgesetzt», sagte Klenner. «Die DAV-Hütten sind aber sehr viel mehr als bloße Übernachtungsbetriebe, sie sind Schutzhütten, also wichtige Stützpunkte im Gebirge, und erfüllen eine Lenkungsfunktion, die gerade für den Naturschutz von großer Bedeutung ist.» Derzeit könnten nur 25 bis 40 Prozent der Übernachtungsplätze vergeben werden.

Ein Ansatz könne sein, große Übernachtungsräume in kleinere Einheiten zu unterteilen und die Belüftung zu verbessern. Der DAV sieht als Möglichkeiten auch einen Hilfsfonds zur Existenzsicherung für den Hüttenbetrieb und finanzielle Unterstützung bei coronabedingten Umbaumaßnahmen; zudem gelockerte Maßnahmen in Anlehnung an die österreichischen Regeln. Es gibt 321 bewirtschaftete und öffentlich zugängliche DAV-Hütten, 67 davon in Bayern und rund 180 in Österreich.

Aiwanger wiederum will die Erfahrung und Expertise des DAV in den Ausflugsticker integrieren, mit dem Besucherströme besser gelenkt werden sollen und der von den Tourismusverbänden betrieben wird. «Fast 1,4 Millionen Mitglieder sind deutschlandweit im Alpenverein organisiert, davon rund 700 000 in Bayern. Damit haben wir einen großen Hebel, um viele Wanderer, Bergsteiger und Mountainbiker mit guten Informationen zu erreichen und die Besucherlenkung weiter zu optimieren», sagte Aiwanger.

Bisher wirkt der Ticker nicht immer brandaktuell. Unter «Tölzer Land» stand am Dienstag etwa die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt von Kochel a. See am vergangenen Samstag wegen einer Demo. Für mehrere Regionen fehlen überhaupt noch Einträge.


 

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