Appell zum 30. Jahrestag des Mauerfalls: Reisefreiheit feiern, statt sie in Frage zu stellen

| Tourismus Tourismus

„Auch wenn Klimaschutz ein wichtiges Anliegen ist, bleibt die Reisefreiheit ein schutzbedürftiges Gut. Verzicht auf Reisen als Grundfreiheit ist keine Lösung“, erklärt der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft Dr. Michael Frenzel zum 30. Jahrestag des Mauerfalls.

„Die Bürger der DDR sind für Reisefreiheit auf die Straße gegangen und haben sich ihre Reisefreiheit friedlich erkämpft. Diese Errungenschaft sollten wir in diesem Jahr eigentlich gebührend feiern und nicht in Frage stellen. In einer freiheitlichen Gesellschaft kann es nicht Aufgabe der Politik sein, über ‚richtigen‘ oder ‚falschen‘ Konsum, ‚guten‘ oder ‚schlechten‘ Tourismus zu entscheiden und den Menschen vorzuschreiben, was sie essen dürfen und was nicht, wie viele Stunden sie Serien streamen oder wie sie sich fortbewegen.“

Reisen und dabei auch das Fliegen sind integraler Bestandteil der Moderne. Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft finden in internationalem Kontext statt. Reisen erlaubt unter anderem die Teilnahme an diesen Prozessen. Und Reisen trägt zur Völkerverständigung und zum kulturellen Austausch bei: „Das Beste was uns vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung passieren kann ist, dass sich jedes Jahr so viele Menschen auf den Weg machen, um als Touristen andere Länder und Kulturen zu erleben und ihren Horizont zu erweitern“, so Frenzel. „Reisefreiheit erlaubt uns, die Welt anzuschauen und uns einander ganz persönlich kennen- und verstehen zu lernen. Deshalb muss es darum gehen, Klimaschutz und Reisefreiheit miteinander zu vereinbaren.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Unter dem Motto „Heritage meets innovation in the Green Heart of Germany“ lädt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) vom 20. bis 23. September 2026 gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH zum Thuringia Travel Summit nach Erfurt.

Eine aktuelle Datenanalyse beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Touristen für die Gastronomie und Hotellerie in europäischen Reisezielen im Sommer 2026.

Auf dem Tegernsee ist das erste elektrische Passagierschiff in Betrieb genommen worden. Die neue „Gmund“ bietet Platz für bis zu 180 Fahrgäste und verfügt laut dpa über eine Batteriekapazität für rund zehn Stunden Fahrbetrieb.

 

Der Tourismus in Sachsen kommt nach neu berechneten Daten auf einen Bruttoumsatz von 9,8 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von rund 4,6 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen zudem Gästeankünfte und Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen ist mittlerweile schiefer als der Turm von Pisa und nach einer Sicherung und dem Ausbau als Besucherzentrum für Gäste eröffnet worden. Das Projekt kostete rund 14,5 Millionen Euro und soll die touristische Entwicklung der Kyffhäuserregion stärken.

Uber bietet im September erstmals Tagesausflüge mit dem sogenannten Weintaxi von Frankfurt in den Rheingau an. An vier Wochenenden stehen täglich vier Fahrzeuge für Touren zu Weingütern im Rheingau zur Verfügung.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Booking.com verklagt. Streitpunkt ist die Weiterleitung bei „Flug + Hotel“-Angeboten zu lastminute.com der COMVEL GmbH, die nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht ausreichend deutlich gemacht wird.

Erstmals seit der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge im Grenzgebiet zu Nepal haben chinesische Behörden Details zu den auf ihrer Seite vermissten Ausländern bekanntgegeben. Unter den 261 Vermissten sind auch drei Deutsche.

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.