Asien statt Alpen - Tui setzt im Winter auf Fernreiseboom

| Tourismus Tourismus

Der weltgrößte Reisekonzern Tui richtet sein Winterprogramm für die kommende Saison neu aus und legt den Schwerpunkt stärker auf Fernreisen. Trotz geopolitischer Unsicherheiten bleibe die Reiselust hoch, sagte Tui-Deutschland-Chef Benjamin Jacobi. Besonders deutlich wachse das Interesse an Asien.

Thailand zähle aktuell zu den gefragtesten Zielen. Tui plant unter anderem neue Direktflüge nach Bangkok und Phuket sowie zusätzliche Hotels. Hinzu kommen sollen Rundreisen in Japan, neue Unterkünfte in Malaysia und das erste Tui-Blue-Hotel auf Bali.

Gleichzeitig blieben auch klassische Urlaubsziele wie Spanien, Ägypten, die Türkei und Portugal über alle Zielgruppen hinweg gefragt. Die Preise entwickeln sich dem Unternehmen zufolge weitgehend stabil – für einige Fernreiseziele wie Australien, Mauritius oder die Malediven sogar leicht rückläufig.

Wachstumsziele trotz Konjunktursorgen

Als Tui im Mai die Zahlen für sein erstes Geschäftshalbjahr vorlegte, bekräftigte der Konzern seine Prognose für das laufende Jahr. Demnach soll der Umsatz währungsbereinigt um fünf bis zehn Prozent steigen, das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) um sieben bis zehn Prozent. Als Haupttreiber nannte Vorstandschef Sebastian Ebel höhere Durchschnittspreise bei stabiler Nachfrage.

Zwischen Oktober und März stieg der Umsatz auf rund 8,6 Milliarden Euro. Der saisonübliche operative Verlust im vergangenen Winter verringerte sich um 15 Prozent auf 156 Millionen Euro. Besonders Hotels und Kreuzfahrten entwickelten sich positiv. Auch die Verschuldung wurde weiter reduziert. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Er ist ein Klassiker eines jeden Besuchs in Rom: der Trevi-Brunnen im historischen Zentrum der italienischen Hauptstadt. Doch der bisher kostenlose Zugang zu dem wohl berühmtesten Brunnen der Welt wird künftig etwas kosten.

Eine Datenauswertung von Airbnb identifiziert die aktuell beliebtesten Reiseziele deutscher Urlauber im 400-Kilometer-Umkreis der Landesgrenze. Vor allem naturnahe Regionen in Österreich und Italien verzeichnen ein massives Wachstum bei den Suchanfragen.

Eine aktuelle Interhome-Analyse beleuchtet die Buchungstrends deutscher Gäste für das Jahr 2026. Die Daten zeigen eine stabile Nachfrage nach Destinationen in den Alpen sowie an den Küsten und belegen eine klare Präferenz für Unterkünfte mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ein Ausblick auf den Tourismus im Jahr 2126 zeigt eine Branche im radikalen Umbruch. Von der KI-gesteuerten Reiseplanung über Biohacking zur Lebensverlängerung bis hin zu orbitalen Hotelanlagen könnten technologische Innovationen das Reisen in 100 Jahren grundlegend neu definieren.

Die Nordsee Schleswig-Holstein blickt auf ein ereignisreiches Tourismusjahr 2026. Neben ökologischen Schwerpunkten im Nationalpark und großen Jubiläen in Helgoland und St. Peter-Ording ergänzen neue Infrastrukturprojekte das Angebot.

Im Oberen Mittelrheintal werden bis 2027 zehn neue Wanderwege unter der Marke Loreley Spuren ausgeschildert. Das Projekt umfasst Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zwischen Braubach und Kaub, die sich an den Qualitätsstandards des Deutschen Wanderverbandes orientieren.

Die Lüneburger Heide schlägt einer Untersuchung zufolge beim Bekanntheitswert aus Niedersachsen sogar Volkswagen. Das geht aus einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor. Tourismusexperten jubeln.

Das neue ÖHV-Urlaubsradar prognostiziert eine steigende Reisebereitschaft für die Semesterferien. Dabei steht der Heimaturlaub im Fokus: Fast 80 Prozent der Reisenden planen einen Aufenthalt in Österreich, wobei Salzburg und Tirol die beliebtesten Bundesländer bleiben.

Ab Ende Februar wird es ernst: Ohne ETA gibt’s keinen Zutritt zu Flugzeugen und Zügen nach Großbritannien. Was es zu beachten gibt und mit wie viel Vorlauf man den Antrag stellen sollte.

Früh aufstehen, statt den letzten Urlaubstag am Pool ausklingen zu lassen? Wenn der Rückflug vom Abend in den Morgen vorverlegt wird, ist das frustrierend. Aber immerhin kann es Geld zurückgeben.