Auch Thomas Cook verzichtet auf Plastik

| Tourismus Tourismus

Der Verzicht auf Plastik steht derzeit bei vielen Unternehmen auf dem Programm. Das EU-Parlament will ab 2021 zahlreiche Plastik-Einwegprodukte sogar vollständig verbieten (Tageskarte berichtete). Da verwundert es nicht, dass nun auch die Thomas Cook Gruppe mit #noplaceforplastic eine entsprechende Kampagne gestartet hat. 

Das Ziel des Unternehmens ist es zunächst, innerhalb der nächsten zwölf Monate 70 Millionen Einweg-Plastikteile einzusparen, vorrangig an den Thomas Cook-Bürostandorten, in den Häusern eigener Hotelmarken und bei der eigenen Fluglinie. Außerdem will Thomas Cook mit Regierungen, anderen Reiseveranstaltern, Kunden und Mitarbeitern zusammenarbeiten, um die Recyclinginfrastruktur in Urlaubsdestinationen zu stärken und neue Arbeitsweisen zu fördern. 

„Wir wissen, dass das Thema Umweltverschmutzung durch Plastik für unsere Kunden ein wichtiges Thema ist“, sagt Friederike Grupp, Referentin Nachhaltigkeit bei Thomas Cook. „Unsere Kundenbefragungen haben ergeben, dass mehr als 90 Prozent unserer Gäste besorgt über die aktuelle Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikabfälle sind.“ Für 90 Prozent ist es außerdem wichtig, dass Reiseveranstalter dieses Thema ernst nehmen, zwei Drittel würden sich eher für einen Anbieter entscheiden, der sich für die Reduzierung von Kunststoffartikeln einsetzt. 

Die Thomas Cook Gruppe wird im Rahmen der Kampagne zunächst Plastikeinwegartikel wie Strohhalme und Rührstäbchen eliminieren. „Dies werden wir erster Linie bei unseren eigenen Produkten umsetzen, da wir hier den größten Einfluss zur Durchführung von Veränderungen haben“, erklärt Friederike Grupp. Außerdem wird ein Pilotprojekt auf Rhodos entwickelt, bei dem nachhaltige Alternativen zu Kunststoffprodukten getestet werden und geprüft werden soll, inwieweit diese herkömmliche Plastikprodukte innerhalb der Thomas Cook Gruppe ersetzen können. Zudem wird Thomas Cook mit den britischen Designern Wyatt und Jack zusammenarbeiten, die im kommenden Sommer beschädigte und entsorgte Schlauchboote, Luftmatratzen und Kinderschwimmflügel von Thomas Cook-Gästen in wiederverwendbare Taschen und Urlaubszubehör umwandeln werden.

„Wir wissen, dass die Herausforderung groß ist und es in diesem Bereich sehr viel zu tun gibt. Diese Kampagne ist ein Anfang, und wir hoffen, dass wir durch unser Engagement auch andere dazu bewegen können, mit uns zusammenzuarbeiten, um zum nachhaltigen Nutzen unserer Mitarbeiter, der Zielgebiete und natürlich unserer Kunden die Menge an Kunststoff in der Reisebranche radikal zu reduzieren“, ergänzt Friederike Grupp. „Passend zu diesem Projekt ist auch eine Kooperation der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris, bei der auch Thomas Cook Mitglied ist, mit der Regierung der Balearen zur Reduzierung von Plastikabfällen in Planung.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Kurz vor Beginn der Sommerferien in Schleswig-Holstein zeichnet sich im Tourismus ein uneinheitliches Bild ab. Während zahlreiche Küstenorte und Inseln bereits hohe Auslastungen melden, liegt die Buchungslage landesweit vielerorts noch unter dem Niveau des Vorjahres.

Eine aktuelle Studie von HolidayCheck analysiert das unterschiedliche Nachhaltigkeitsverhalten von Deutschen im Alltag und während der Urlaubszeit. Dabei zeigt sich eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und tatsächlichem Handeln.

Das Fürstentum Monaco ist der 18. europäische Themenbereich im größten Freizeitpark Deutschlands. Zur offiziellen Eröffnung hat sich Prominenz angekündigt. Das hat auch Folgen für Besucher.

Mit der Freigabe neuer Kanäle werden im Lausitzer Seenland fünf ehemalige Tagebauseen zu einem zusammenhängenden Wasserrevier verbunden. Der neue Fünf-Seen-Verbund erweitert die Möglichkeiten für Urlauber, Wassersportler und den Wassertourismus der Region.

Die deutschen Reiseveranstalter müssen bei Pauschalreisen künftig weniger Vorsorge gegen Insolvenzen treffen. Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) hat erneut die Entgelte gesenkt, die für jede Reise gezahlt werden müssen.

Reservieren, absagen - doppelt buchen, nicht erscheinen: Das sommerliche Hüttenchaos am Berg macht nicht nur den Wirten zu schaffen. Warum faire Planung auch für die anderen Wanderer unerlässlich ist.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass deutsches Fernsehen für Urlauber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Insbesondere junge Reisende nutzen verstärkt digitale Streaming-Angebote während der Ferien.

Nach einer Flaute wegen des Iran-Kriegs zieht die Nachfrage nach Urlaub in der Türkei und Ägypten bei Tui wieder spürbar an. Besonders Antalya steht bei Sommerreisen hoch im Kurs.

Eine Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes und des Deutschen Instituts für Tourismusforschung zeigt eine hohe Reisebereitschaft für den Sommer. Trotz gestiegener Kraftstoff- und Kerosinpreise planen 62 Prozent der Deutschen eine Urlaubsreise.

Rund zwei Stunden ging nichts mehr bei der Deutschen Bahn. Welchen Grund der Konzern nannte, was Reisende erlebten und wie lange es wohl noch Verspätungen und Ausfälle geben wird.