Bebauungsplan für Bernstein-Resort soll bis Ende 2026 stehen

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Die Stadt Ribnitz-Damgarten rechnet damit, dass für das geplante Millionenprojekt Bernstein-Resort des Hauptinvestors Center Parcs bis Ende 2026 ein rechtskräftiger Bebauungsplan steht. Diese realistische Zeitplanung sei gemeinsam mit den Investoren erarbeitet worden, sagte Bürgermeister Thomas Huth (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. «Dieses Ziel bildet die Grundlage für die weitere Projektsteuerung und dient als Orientierungsrahmen für die Abstimmungen im laufenden Planungsverfahren.»

Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung bereits 2024, dann Ende 2025 mit Baurecht für den Ferien- und Freizeitpark auf der Halbinsel Pütnitz gerechnet. Der Bebauungsplan für das Vorhaben sei aber in besonderem Maße komplex und vielschichtig. «Aktuell befindet sich das Verfahren in der Phase der Erstellung des Vorentwurfs», sagte Huth. Viel Zeit nähmen die genehmigungsrelevanten Verfahren in Anspruch, vor allem die forstrechtliche Umweltverträglichkeitsprüfung.

Das Areal wurde früher als Militärflughafen genutzt. Der Name Bernstein bezieht sich auf die Verbindung der Region zum Bernsteinhandwerk.

Center Parcs bekräftigt Investitionszusage

Konkret geht es um eine 250 Hektar große Fläche auf Pütnitz und um Gesamtinvestitionen von etwa 350 Millionen Euro. Die Stadt Ribnitz-Damgarten ist Eigentümerin der Fläche. Hauptinvestor ist der Freizeitpark-Betreiber Center Parcs. Zudem will die Supreme GmbH (Rostock) eine Sport- und Erlebniswelt («Pangea Island») entstehen lassen. Die Bernsteinreiter planen einen weiteren Reiterhof, auch das bestehende Technikmuseum gehört zum Konzept. 

Allein die Investitionssumme von Center Parcs beträgt nach Angaben des Unternehmens rund 240 Millionen Euro. «Die Investitionszusage von Center Parcs hat weiterhin Bestand. Center Parcs steht vollumfänglich hinter dem Projekt und bekräftigt sein langfristiges Engagement», so ein Unternehmenssprecher.

Center Parcs hatte ursprünglich mit einer Eröffnung 2026 gerechnet. Das war zu optimistisch. Die Eröffnung des Projekts hänge vom Bebauungsplan ab. «Sobald der Bebauungsplan rechtskräftig ist, wird die Eröffnung voraussichtlich innerhalb von 36 Monaten erfolgen», sagte der Sprecher.

Genau dagegen wehrt sich seit Jahren die Bürgerinitiative «Kein Massentourismus auf Pütnitz». Sie versucht das Vorhaben zu verhindern und warnt vor Verkehrschaos, Billig-Arbeitsplätzen, Steuerverschwendung und Raubbau an der Natur. Sie hält es zudem für unrealistisch, dass Munitionsbergung, Altlastensanierung, Erschließung und Umgehungsstraße bis 31. Oktober 2026 fertig seien. Die für diese Arbeiten zugesagte Landesförderung in Millionenhöhe gelte aber nur bis zu diesem Datum. 

Kampfmittelräumung noch nicht abgeschlossen

Die Halbinsel Pütnitz liegt auf einer Landzunge direkt am Saaler Bodden. Das Areal wurde seit 1935 militärisch genutzt. Seit Herbst 2022 laufen Munitionsräumarbeiten, die wegen der Vegetationsphase derzeit ruhen und im Oktober 2025 weitergehen. 

Dann werde die Kampfmittelräumung an Land sowie in den Uferzonen fortgesetzt, mit dem Ziel, die Arbeiten im Laufe des Jahres 2026 abzuschließen, hieß es aus der Stadtverwaltung. Bei den Arbeiten wurden bislang vor allem Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Ab 1945 nutzte die Rote Armee das Gelände. 1994 verließ die letzte Kampffliegereinheit der Westgruppe der russischen Streitkräfte den Militärflugplatz. (dpa)


 

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