Booking-Studie: Generation Z und Social Media auf Reisen: Nicht so eindeutig, wie gedacht!

| Tourismus Tourismus

Es gibt viele Spekulationen über die Generation Z und ihren Umgang mit Social Media. Teilen sie nach wie vor Inhalte? Verlassen Sie sich wirklich so stark auf Influencer? Studien von Booking zeigen, dass Reisende, die zwischen 1997 und 2012 zur Welt  kamen, zwar „sichtbare Urlauber” sind und Fotos für soziale Medien knipsen, sich ihre Beweggründe aber nicht auf ein 108 Pixel-Bild reduzieren.

Sehen heißt hinfahren

Man sagt: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”, und bei der Generation Z müssen diese Worte #reisen und #inspo beinhalten. Über die Hälfte der Generation Z (54%) lässt sich bei der Entscheidung über die Wahl ihres Reiseziels gerne von Reise-Posts und Bildern auf Social Media Kanälen inspirieren. 40% geben an, dass das ihre Hauptquelle für Reiseinspirationen ist. Der weibliche Teil der Generation Z kann sich beim Stöbern durch all die Instagram-Fotos seinen nächsten Urlaub noch besser vorstellen (51%).

Diese Abhängigkeit von Instagram ist viel höher als beim globalen Durchschnitt (16%) und sogar unter den Millennials (16%). Wenn es darum geht, neue Reiseziele auszuwählen, bestätigt fast die Hälfte (40%) der Generation Z, dass sie von Social Media Influencern beeinflusst wird und 20% sagen, dass sie hinsichtlich einer Reiseempfehlung Influencern im Allgemeinen vertrauen.

Inspiration kommt für die Generation Z nicht nur über das Smartphone, denn 28% der Befragten lassen sich auch von Filmen und Fernsehsendungen von einem Reiseziel inspirieren und möchten anschließend diesen Ort selbst besuchen. Reiseempfehlungen kommen aber auch nach wie vor durch klassischen sozialen Austausch, denn 44% tauschen sich mit ihren Freunden über Reisetipps aus.

Social-Media-Schnappschüsse

Egal ob in den Feeds von Influencern oder auf ihrer eigenen Seite, 31% der Generation Z sagen, dass sie gerne ein Reiseziel besuchen möchten, dass sich auf einem Foto gut macht. 34% der Generation Z sagen, dass sie, während sie unterwegs sind, immer Fotos ihrer Reise auf Social Media hochladen – mehr als jede andere Altersgruppe (34% geg. 20% aller Reisenden).

Während ihres letzten Urlaubs haben 32% der Generation Z jeden Tag zwischen 10 und 30 Fotos gemacht. 25 % sind sogar besonders knips-freudig und macht mehr als 50 Fotos am Tag.

Als erste Generation, die als Digital Native aufgewachsen ist, verwundert es nicht, dass sich die Generation Z ein Leben offline nicht vorstellen kann. 60% schätzen WLAN während ihrer Reise, im Vergleich zu jeder anderen Altersgruppe, mehr als alle anderen Annehmlichkeiten einer Unterkunft.

Instagram ist nicht ihr einziger Anreiz. Der Generation Z ist die Bedeutung eines Urlaubserlebnisses bewusst und fast 62% sagen, dass sie lieber den Moment genießen, den sie gerade erleben, als Zeit damit zu verbringen, Fotos für ihre Social Media Feeds zu machen, die nur ein Bonus zu ihrer Reise wären. Diese erfahrungsorientierte Generation würde lieber ein Leben offline genießen. 54% finden, dass während einer Reise Social Media eine zu große Rolle spielt. Auch wenn man nicht leugnen kann, dass die Generation Z Social Media grundsätzlich ein „gefällt mir” gibt, wird das Scrollen durch Instagram-Seiten in absehbarer Zeit nicht zwischen ihnen und ihren Reiseerlebnissen stehen.

Die Studie wurde von Booking.com beauftragt und unabhängig durchgeführt. Dafür wurden 21.807 Teilnehmer ab 16 Jahren (25% der Befragten waren 16-24 Jahre alt) und aus 29 Ländern (einschließlich jeweils 1.000 aus Australien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, China, Brasilien, Indien, den USA, dem Vereinigten Königreich, Russland, Indonesien, Kolumbien und Südkorea und jeweils 600 aus Japan, Neuseeland, Thailand, Argentinien, Belgien, Kanada, Dänemark, Hongkong, Kroatien, Taiwan, Mexiko, den Niederlanden, Schweden, Singapur und Israel) befragt. Die Umfrage wurde vom 1. bis zum 16. Mai online durchgeführt. Alle Untersuchungen und Anwerbungen wurde, sofern nicht anders angegeben, von Vitreous World durchgeführt. Die Analyse stammt von Ketchum Analytics.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Münchner Flughafen leidet seit der Eröffnung 1992 an einem Geburtsfehler: Er ist mit Fernzügen nicht erreichbar. Bundesverkehrsminister Schnieder deutet an, dass das Manko behoben werden könnte.

Der Arbeitskampf bei der Lufthansa geht weiter. Nun streiken die Piloten. Welche Rechte haben betroffene Reisende - und was unternimmt Deutschlands größte Airline? Ein Überblick.

Eine aktuelle Analyse von Accor identifiziert das Mittelrheintal als die Region mit der höchsten Burgendichte in Deutschland. Das Ranking vergleicht zudem die Erreichbarkeit und Besichtigungsmöglichkeiten der historischen Anlagen.

Die Auslastung der Beherbergungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern lag zu Ostern 2026 laut Umfrage unter den Erwartungen. Als Gründe werden unter anderem gestiegene Kraftstoffpreise und wetterabhängige Reiseentscheidungen genannt.

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.