Bremer Fluggäste führen bei den Sommerreise-Ausgaben

| Tourismus Tourismus

Eine aktuelle Auswertung der Reisesuchmaschine KAYAK offenbart deutliche regionale Unterschiede im Reiseverhalten der Deutschen. Demnach investieren Reisende aus Bremen im Schnitt am meisten Geld in ihre Sommerflüge. Gleichzeitig zeigt die Analyse, dass die Reiselust in der Hansestadt mit einem Anstieg der Flugsuchen um elf Prozent im Jahresvergleich am stärksten gewachsen ist.

Am unteren Ende des Rankings steht Sachsen-Anhalt. Hier verzeichnen die Suchanfragen einen Rückgang um elf Prozent, und die durchschnittlichen Flugpreise sind mit 320 Euro am niedrigsten.

Regionale Flugbudgets im Überblick

Die Analyse zeigt, dass auch in anderen Bundesländern hohe Budgets für Flugreisen eingeplant werden. So geben Urlauber aus dem Saarland (Durchschnitt 396 Euro), Baden-Württemberg (389 Euro) und Hessen (386 Euro) ebenfalls mehr Geld aus. Als preissensible Fluggäste gelten hingegen Reisende aus Schleswig-Holstein (333 Euro), Mecklenburg-Vorpommern (329 Euro) und Brandenburg (322 Euro).

Yvonne Bonanati von KAYAK fasst die Ergebnisse zusammen: „Reisende aus Bremen scheinen sich in diesem Sommer etwas zu gönnen und sind bereit, für Flüge in den Sommerurlaub tiefer in die Tasche zu greifen als Urlauber aus anderen Bundesländern.“ Sie betont, dass die Reiselust insgesamt ungebrochen ist, da die Suchvolumen in den meisten Bundesländern gestiegen sind.
 

Mallorca bleibt Favorit, Tokyo als starker Aufsteiger

Als anhaltend beliebtestes Sommerreiseziel bleibt Mallorca in allen Bundesländern an der Spitze. In Baden-Württemberg stiegen die Suchanfragen für die Baleareninsel sogar noch einmal um neun Prozent.

Als bemerkenswertes Trendreiseziel für den Sommer 2025 hebt sich Tokyo hervor. Das Interesse an Flügen in die japanische Hauptstadt hat in vielen Regionen deutlich zugenommen, besonders stark in Rheinland-Pfalz (+59 Prozent) und Sachsen (+40 Prozent). Auch in Baden-Württemberg (+22 Prozent) und Berlin (+17 Prozent) ist ein gesteigertes Interesse zu verzeichnen.

Weitere Trendziele sind Bali bei Reisenden aus Rheinland-Pfalz (+62 Prozent), Málaga bei Hamburgern (+34 Prozent), Paris bei Berlinern (+34 Prozent) und Lissabon bei Niedersachsen (+31 Prozent).

Luxusreisen: Mecklenburg-Vorpommern sucht am häufigsten nach Business Class

Bei Langstreckenflügen gibt es ebenfalls regionale Unterschiede im Suchverhalten. Die Nachfrage nach Tickets in der First oder Business Class ist in Mecklenburg-Vorpommern am höchsten. Am wenigsten häufig wird in diesen höheren Beförderungsklassen hingegen im Saarland gesucht.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Zahl der Camping-Übernachtungen in Deutschland ist 2025 laut Destatis auf 44,7 Millionen gestiegen. Besonders gefragt bleiben Ostsee und Schwarzwald, während auch die Preise deutlich zugelegt haben.

Lonely Planet hat eine neue App und buchbare Reiseangebote vorgestellt. Das Unternehmen baut damit laut eigenen Angaben seine Ausrichtung auf eine digitale Reiseplattform weiter aus.

Seit Beginn des Iran-Kriegs zieht es mehr Urlauber nach Westeuropa. Eurowings stockt das Angebot kräftig auf – ein Klassiker ist besonders gefragt. Aus Spanien kommen aber schlechte News.

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe und Aldiana setzen ihre Zusammenarbeit im Jahr 2026 fort. Im September findet die traditionelle Ehrung der erfolgreichsten deutschen Olympia- und Paralympics-Teilnehmer im ägyptischen Aldiana Club Naga Bay statt.

Mit mehreren Neuheiten startet der Europa-Park in Rust in die neue Saison. Ein neuer Themenbereich sowie neue gastronomische Angebote winken Besucherinnen und Besuchern zum offiziellen Saisonstart am 28. März.

Sie zählt zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen am Bodensee: Ab Samstag soll die Marienschlucht wieder begehbar sein. Was Familien, Wanderer und Naturliebhaber dort erwartet.

Die Schwarzwald Tourismus GmbH entwickelt ein dezentrales Hotelkonzept, das bestehende Dorfstrukturen nutzt und Leerstände reduzieren soll. Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt verzichtet auf Neubauten und integriert lokale Betriebe in die touristische Wertschöpfung.

Die Schweiz plant eine zusätzliche Gebühr für Autofahrer, die das Land nur durchqueren. Das Parlament hat einer entsprechenden Transitabgabe für ausländische Reisende zugestimmt. Ein konkreter Zeitpunkt für die Einführung der Transitgebühr steht derzeit noch nicht fest.

Der Nahost-Krieg bringt Bewegung in den Reisemarkt: Urlauber meiden einzelne Regionen, wählen andere Ziele und müssen sich womöglich auf steigende Preise einstellen.

Eine aktuelle Analyse des Reiseportals Opodo belegt für das Frühjahr 2026 eine starke Nachfrage nach Reisen zwischen Deutschland und Südeuropa. Während Spanien das Hauptziel deutscher Urlauber bleibt, stellen Spanier gleichzeitig die größte Gruppe internationaler Gäste in deutschen Metropolen dar.