Business statt First Class: Entschädigung für Passagiere bei Umbuchung

| Tourismus Tourismus

«First Class»-Flugpassagiere bekommen eine finanzielle Wiedergutmachung, wenn die Fluggesellschaft sie auf Sitze in der «Business Class» umbucht. Das urteilte das Amtsgericht Frankfurt. Über die Entscheidung berichtet die Fachzeitschrift «ReiseRecht aktuell».

Geklagt hatte ein Mann, der mit seiner Partnerin in der «First Class» von Frankfurt nach Mallorca fliegen wollte. Das Gericht sprach ihm knapp 1200 Euro als Entschädigung zu.

Der Mann hatte laut Urteil 951,04 Euro für den Hin- und Rückflug gezahlt. Den Angaben zufolge handelte es sich um einen Sonderflug, da die Fluggesellschaft die Luxusklasse sonst nur auf Langstreckenflügen anbietet.

Unterschiedlicher Sitzkomfort

Später buchte die Fluglinie das Paar auf Sitzplätze in der «Business Class» um. Dagegen wehrten sich die beiden. Das Frankfurter Gericht gab ihnen Recht.

Der Anbieter sei nicht berechtigt gewesen, dem Paar die neuen Plätze zuzuweisen. Der Sitzkomfort in der «First Class» und der «Business Class» sei außerdem unterschiedlich.

Kein anderer «First Class»-Flug als Kompensation

Die Passagiere waren jedoch nicht mit allen ihren Forderungen vor Gericht erfolgreich: Demnach können sie nur eine Entschädigung in Geld verlangen, nicht aber einen anderen Flug in der «First Class» als Kompensation für die Unannehmlichkeiten.

Entsprechend sei die Airline nicht verpflichtet, die beiden als Wiedergutmachung in der Luxusklasse nach San Francisco zu fliegen. Das Urteil ist nach Angaben des Amtsgerichts rechtskräftig. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für den Wettbewerb „NaturMomente“ von Airbnb und dem Deutschen Tourismusverband sind 521 gültige Bewerbungen eingegangen, mehr als die Hälfte davon aus Ostdeutschland. Insgesamt steht eine Million Euro zur Unterstützung ländlicher Tourismusprojekte bereit.

Ryanair will ab April 2027 alle Bremen-Flüge einstellen und im Winter 2026 sein Sitzplatzangebot in Berlin halbieren. Insgesamt kündigt die Fluggesellschaft für Deutschland 700.000 Sitzplätze weniger als im Vorjahreswinter an.

Tagesgäste trugen 2025 einer dwif-Studie zufolge rund 2,72 Milliarden Euro und damit etwa die Hälfte zum touristischen Bruttoumsatz in Brandenburg bei. Insgesamt erzielte die Tourismus- und Freizeitwirtschaft des Landes 5,46 Milliarden Euro.

Soziale Medien beeinflussen die Reiseplanung der Deutschen zunehmend. Gleichzeitig posten sie seltener beschönigende Beiträge und verzichten im Urlaub häufiger vollständig auf soziale Netzwerke als Reisende in den übrigen untersuchten Ländern.

Reisepässe und Personalausweise haben persönliche Informationen nicht nur aufgedruckt, sondern auch auf einem Chip gespeichert. Manche Reisende machen sich Sorgen, ob genau dieser Chip nicht heimlich ausgelesen werden könnte.

Airbnb hat die Entwicklung der Suchanfragen nach naturnahen Reisezielen in Deutschland für den Herbst 2026 ausgewertet. Besonders stark gestiegen ist das Interesse an Orten im Schwarzwald, in der Eifel und an der Ostseeküste.

Der Flughafen Münster/Osnabrück führt 2026 das deutsche Flughafen-Ranking von Fit Reisen an. Auch im europäischen Vergleich schneiden kleinere Airports vielfach besser ab als große Drehkreuze.

Das Erstarken der AfD nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat Folgen für das Urlaubsland. Das zeigen Rückmeldungen von Gästen. Wie Touristiker darauf reagieren.

Die Nordseeküste meldet stabile Nachfrage, Usedom eine gute bis sehr gute Buchungslage. Im Harz fällt die Nachfrage regional schwächer aus. Nach Angaben der von dpa befragten Touristiker sind weiterhin Unterkünfte verfügbar.

 

Der Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen geht in die vierte Runde. Ab sofort können sich Tourismusorganisationen aus Orten, Regionen und Städten in ganz Deutschland bewerben, die an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Destinationsentwicklung arbeiten.