Capri will weniger Touristen auf Insel lassen

| Tourismus Tourismus

Die viel besuchte Mittelmeerinsel Capri will weniger Touristen an Land lassen. Die Fähren vom italienischen Festland, die in der Hauptsaison bislang im Zehn-Minuten-Takt auf der Insel vor Neapel ankommen, sollen demnächst seltener fahren.

Im Gespräch ist, dass künftig bei den Ankünften mindestens 20 Minuten zeitlicher Abstand sein muss, damit es im Hafen nicht mehr so häufig Staus gibt. Die endgültige Entscheidung, ob die seit 1990 bestehende Zehn-Minuten-Regel für Fähren gekippt wird, steht aber noch aus.

Capri gehört zu Italiens meistbesuchten Zielen. Auf die Insel mit weniger als 15.000 ständigen Einwohnern kommen in der Hauptsaison mehrere zehntausend Besucher pro Tag. Aber auch am vergangenen Wochenende - also lange nach Ende der großen Reisezeit - wurden mehr als 30.000 Touristen gezählt.

Vergangenes Jahr waren es insgesamt mehr als 2,7 Millionen. Die Überfahrt vom Festland, meist aus Neapel, dauert etwa eine Stunde. Für mehrere Fährgesellschaften ist dies ein ausgezeichnetes Geschäft.

Angesichts der Massen an Tagesgästen forderte Capris Bürgermeister Peppe Falco zudem ein neues Gesetz, das den Kommunen mehr Freiraum bei der Steuerung von Besucherströmen erlaubt. In mehreren italienischen Urlaubszielen mehren sich seit einiger Zeit die Klagen über zu viele Touristen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Frankreich bleibt das meistbesuchte Urlaubsziel der Welt: 102 Millionen internationale Gäste sorgten 2025 für Rekordeinnahmen – doch beim Umsatz liegt ein Nachbarland vorn.

Trotz fehlender Großevents wie der Fußball-EM: Die Zahl der Gäste in Baden-Württemberg erreicht ein Rekordhoch. Die meisten Touristen im Südwesten kommen weiterhin aus Deutschland. Welche Rolle spielen Übernachtungen?

Absicherungen und 24-Stunden-Hotlines: Reiseveranstalter reagieren auf Pläne zu verschärften Einreisekontrollen. Obwohl die Details noch gar nicht feststehen, sind Touristen verunsichert. Zurecht?

In welchen deutschen Küstenregionen verbringen Urlauber am liebsten eine Auszeit? Schleswig-Holsteins Küsten liegen in der Reise-Gunst deutlich vorn. Doch es gibt etwas Bewegung bei den Marktanteilen.

Der HelloSafe Safety Index 2026 zeigt ein klares Bild der globalen Sicherheitslage: Europa bleibt die stabilste Region für den Tourismus, angeführt von Island und der Schweiz. Deutschland und Österreich sichern sich Plätze in den Top 15.

Eine aktuelle Postbank-Umfrage zeigt, dass zwei Drittel der Deutschen 2026 verreisen wollen, obwohl gestiegene Lebenshaltungskosten viele zum Sparen zwingen. Die Finanzierung erfolgt dabei überwiegend aus Ersparnissen, während Bargeld das bevorzugte Zahlungsmittel bleibt.

Eine aktuelle Analyse der Google-Maps-Bewertungen zeigt, welche europäischen Städte bei Touristen besonders hoch im Kurs stehen. Während Dresden das deutsche Ranking anführt, dominieren osteuropäische Städte wie Plowdiw und Prag den internationalen Vergleich.

Ein Spaziergang auf der zugefrorenen Ostsee, ein von Eis umschlossener Leuchtturm: Die extreme Kälte hat in diesem Jahr für eine ganz besondere Küstenkulisse gesorgt. Zieht das auch mehr Gäste an?

Eine YouGov-Studie im Auftrag des BTW belegt eine stabile Reiselust der Deutschen für 2026. Während klassische Urlaubsformen wie Bade- und Städtereisen dominieren, zeigt sich bei jüngeren Zielgruppen ein wachsendes Interesse an der Kombination von Arbeit und Urlaub. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist das entscheidende Kriterium bei der Buchung.

Tui überrascht zum Winteranfang mit starken Zahlen – und denkt um. Der Reisekonzern will wieder stärker ins Geschäft mit günstigen Pauschalreisen einsteigen. Geplant ist eine neue Marke.