Condor prüft EU-Beschwerde gegen Lufthansa

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Dazu könnte nach Informationen des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» eine Beschwerde bei der Europäischen Union gehören. Ansatzpunkt wären die staatlichen Corona-Hilfen in Höhe von neun Milliarden Euro, die nicht zur Verdrängung von Wettbewerbern genutzt werden dürften. Eine Condor-Sprecherin wollte am Freitag den konkreten Schritt nach Brüssel nicht bestätigen. Man prüfe alle juristischen Optionen, sagte sie.

Die ebenfalls staatlich gestützte Condor wirft dem größeren Konkurrenten eine Verdrängungsstrategie vor, nachdem Lufthansa einen langjährigen Vertrag über Zubringerflüge zu Condor-Fernreisen gekündigt hat. Umsteigeverbindungen mit einem Wechsel der Fluggesellschaft werden dadurch schwieriger buchbar sowie für Veranstalter und Passagiere riskanter. Für Verspätungen beim Zubringer musste früher die Lufthansa haften. Selbst kann die Condor ein derartiges Zubringernetz nicht aufstellen.

Lufthansa will selbst stärker in das Geschäft mit touristischen Langstreckenflügen einsteigen und hat dafür den neuen Flugbetrieb «Eurowings Discover» gegründet, auf dem die touristischen Flüge gebündelt werden. Diese Position wurde auch am Freitag bekräftigt: «Es wäre unverantwortlich, die Auslastung unserer Flugzeuge zu vernachlässigen und damit weitere Arbeitsplätze bei Lufthansa zu gefährden», sagte eine Sprecherin.


 

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