Corona-Krise trifft auch Ferienbauernhöfe

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Die Corona-Krise mit strikten Reisebeschränkungen trifft auch das Geschäft mit Urlaub auf dem Bauernhof massiv. Auf Ferienhöfen stehen derzeit 140.000 Gästebetten leer, wie aus Daten der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus hervorgeht. Laut einer bundesweiten Befragung von 860 Betrieben für den Zeitraum von Mitte März bis Mitte April konnten 63.000 Gäste nicht anreisen. Angegeben wurden Umsatzausfälle von 8,7 Millionen Euro. Hochgerechnet auf insgesamt 9.910 Ferienhöfe in Deutschland entspreche dies Einbußen von rund 99,6 Millionen Euro.

Verluste könnten auch nicht wieder aufgeholt werden, erläuterte die Branchenvertretung. Landtourismus sei ein Saisongeschäft, in dem von Ostern bis zu den Herbstferien Geld für den Winter verdient werden müsse. Bei Leerstand fielen weiter Kosten und Gebühren an. Ferienhöfe hätten auch Anträge auf Soforthilfen gestellt.

«Statt Zuschüssen und Krediten wollen wir lieber unsere Ferienhöfe wieder öffnen», sagte die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft, Ute Mushardt. Ferienhöfe verfügten über Platz und beherbergten nur wenige Gäste zur gleichen Zeit. In einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus mit Selbstversorgung und Anreise im privaten Pkw könnten soziale Kontakte wie zu Hause auf ein Minimum beschränkt werden. Eine stufenweise Öffnung würde nicht nur Ferienhöfen, sondern auch der Wirtschaft im ländlichen Raum helfen - vom Einzelhandel über das Gastgewerbe bis zum Handwerk.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft vertritt nach eigenen Angaben 3.600 Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof.

(dpa)


 

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