Corona-Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten in NRW ab Montag

| Tourismus Tourismus

Alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Ausland unterliegen von Montag an in Nordrhein-Westfalen einer Corona-Testpflicht. Darauf hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Sonntag noch einmal hingewiesen. «Da in Nordrhein-Westfalen nach der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Münster keine Einreisequarantäne für Rückkehrer aus allen Risikogebieten pauschal angeordnet werden darf, haben wir uns jetzt für das deutlich mildere Mittel entschieden, nämlich zumindest verbindlich einen Corona-Schnelltest zu verlangen», erklärte er in einer Mitteilung.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Ausland seien ab Montag laut der Einreiseverordnung verpflichtet, sich höchstens 24 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Ankunft testen zu lassen. Die Testkosten müssten dabei selbst getragen werden. An den Flughäfen müssten spätestens vom 1. Januar an Testangebote vorgehalten werden. Wenn eine Testmöglichkeit nicht unmittelbar am Ort der Einreise verfügbar ist, sei der Test binnen 24 Stunden vorzunehmen.

Wer die Testpflicht nicht durch einen Schnelltest, sondern durch einen PCR-Test erfüllen wolle, habe sich nach der gesonderten Quarantäneverordnung des Landes bis zum Erhalt des Ergebnisses in Quarantäne zu begeben. Ausgenommen von der Testpflicht seien unter anderem Durchreisende, Binnenschiffer, Personen im kleinen Grenzverkehr bei Aufenthalten von unter 24 Stunden, Grenzpendler.

Einreisende aus dem Vereinigten Königreich sowie Südafrika müssten sich nach Ankunft in NRW grundsätzlich für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Zudem müssen sich die betroffenen Personen unmittelbar vor oder bei der Einreise und dann nochmals nach fünf Tagen auf das Coronavirus testen lassen. Falle der Test nach fünf Tagen negativ aus, könne die Quarantäne vorzeitig beendet werden.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch das Robert Koch-Institut (https://www.rki.de/covid-19-risikogebiete), wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreitet. Die neue Testpflicht beziehe sich nicht auf Regionen innerhalb Deutschlands. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

ADAC-Tourismusstudie zu den Auswirkungen der Pandemie auf das Reiseverhalten

Noch herrscht Zurückhaltung bei Urlaubsplänen und Reisebuchungen. Doch ein Drittel der Deutschen will in diesem Jahr wieder mehr Geld für Urlaub ausgeben als 2020. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen ADAC-Tourismusstudie.

Corona verstärkt Interesse an Fahrradreisen

Seit der Corona-Pandemie ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der Stunde. Wie die Radreise-Pläne der Deutschen für dieses Jahr aussehen und ob sich die Pandemie auch auf das Interesse an Radreisen ausgewirkt hat, hat das Radreisen-Portal Cyclelo ermittelt. 

UNESCO-Programm für nachhaltigen Tourismus: Accor und Expedia kooperieren

Die Expedia Group und Accor arbeiten künftig zusammen, um das UNESCO-Programm für nachhaltigen Tourismus auszubauen. So soll zum Beispiel Einwegplastik reduziert sowie die regionale Wirtschaft und Kultur unterstützt werden.

Lufthansa mit Rekordverlust im Corona-Jahr - Erholung kaum in Sicht

Der Geschäftseinbruch in der Corona-Krise hat der Lufthansa 2020 einen Rekordverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Minus von 6,7 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden ein Jahr zuvor, wie der vom Staat gestützte Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Fränkische Fachwerkstraße gegründet

Zwölf Städte haben am Mittwoch die Fränkische Fachwerkstraße gegründet. Zu den Mitgliedern zählen Bad Windsheim, Seßlach, Ebern, Marktbreit, Untermerzbach und Ochsenfurt. Auch Haßfurt, Cadolzburg, Baunach, Königsberg in Bayern, Stadtlauringen und Marktzeuln stellten einen Antrag.

Spanien-Urlaub: Franzosen überholen Deutsche und Briten und landen auf Platz eins

Die Franzosen haben im Zuge von Corona und Brexit das langjährige Spitzenreiter-Duo in der Rangliste der ausländischen Spanien-Besucher, die Briten und die Deutschen, im Januar überholt und klar hinter sich gelassen.

Sommerbuchungen ziehen leicht an - Branche erwartet trotzdem hartes Jahr

Die deutsche Reisebranche stellt sich nach dem historischen Einbruch im Corona-Krisenjahr 2020 auf weiter harte Zeiten ein und schreibt das laufende Touristikjahr wirtschaftlich weitgehend ab. Die Sommerbuchungen ziehen zwar etwas an, allerdings nur auf sehr niedrigem Niveau.

Hamburg Cruise Days auf 2022 verschoben

Die für September geplanten Hamburg Cruise Days werden auf 2022 verschoben. Aufgrund der Corona-Pandemie hapert es bei der Finanzierung, zudem sind die Behörden angesichts der Größe der Veranstaltung skeptisch.

Fünf-Punkte-Öffnungsplan für Geschäftsreisen

Der Verband Deutsches Reisemanagement hat ein Öffnungskonzept vorgestellt, das sichere Geschäftsreisen während und nach der Coronavirus-Pandemie ermöglichen soll. Der Verband plädiert unter anderem für einen verstärkten Einsatz von Schnelltests.

Umfrage: Wie Reisende 2021 urlauben

Das Onlineangebot ist groß und die Urlaubswunschlisten in ganz Deutschland füllen sich beständig. Ein Online-Reiseportal hat sich umgehört, wie das vergangene Jahr Reisewünsche beeinflusst hat und welche Vorlieben bei kommenden Buchungen im Vordergrund stehen.