DER Touristik erwartet mehr Buchungen im März bei sinkenden Infektionen

| Tourismus Tourismus

Deutschlands zweitgrößter Reisekonzern DER Touristik hakt das Corona-Krisenjahr ab und setzt auf die Zeit nach Aufhebung der Reisebeschränkungen. Das Unternehmen spüre ein gestiegenes Reisebedürfnis der Kunden für die Zeit danach, sagte Zentraleuropa-Chef Ingo Burmester. Wenn sich Angebot und Nachfrage wieder normalisiert hätten, «werden sich auch die Preise wieder anpassen - voraussichtlich auf ein Niveau von 2019», prognostizierte der Manager.

Burmester erwartet einen Buchungsschub im März, sollten die Infektionszahlen aufgrund erster Impfungen dann sinken. Aktuell sei die Nachfrage für den Sommer «nicht so schlecht», sagte der Manager. Ein Teil bestehe allerdings aus Umbuchungen aus diesem Sommer. Die Buchungen für die aktuelle Wintersaison liegen nach seinen Angaben 70 Prozent im Minus, auch wegen der Stornierungen aufgrund von Reisewarnungen zum Beispiel für die Türkei.

Das Unternehmen mit den Veranstalter-Marken Dertour, Meiers Weltreisen, ITS, Jahn Reisen und Travelix rechnet mit großem Interesse an Urlaub in Deutschland und den Nachbarländern. «Bei erdgebundenen Reisen stellen wir für den Sommer eine hohe Nachfrage fest. Es ist möglich, dass nicht jeder sein Wunschhotel bekommt, wenn er später bucht», sagte Burmester. Weil viele Urlauber wegen der Pandemie nicht in die Ferne reisen, hat der Veranstalter sein Eigenanreise-Angebot für kommendes Jahr aufgestockt. Ebenfalls ausgebaut wurde das Angebot an Kleingruppen- und Flussreisen.

Wegen der Corona-Flaute sinken bei DER Touristik die Frühbucher-Preise für viele beliebte Urlaubsziele. In Bulgarien, Griechenland, Ägypten, der Türkei und der Dominikanischen Republik sowie auf den Balearen und Kuba seien Preissenkungen von mehr als 25 Prozent möglich. Grund seien geringere Hotelkosten.

Wegen Corona gilt: Wer bis 31. Dezember 2020 einen Urlaub mit Abreisetermin bis Oktober 2021 bucht, kann diesen bis auf wenige Ausnahmen bis 14 Tage vor Abreise gebührenfrei stornieren oder umbuchen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Fünf Projekte stehen im Finale des Deutschen Tourismuspreises 2026. Bis zum 4. November 2026 um 18 Uhr können Interessierte online darüber abstimmen, welches der nominierten Vorhaben den ADAC-Publikumspreis erhält.

Seit 2024 verlangt die Lagunenstadt in der Hauptsaison Eintritt von Touristen - anfangs an 29 Tagen. Nächstes Jahr werden es 72 sein. Mehr als zehn Euro pro Tag sollen es aber nicht werden.

Heidelberg in Deutschland, Rom in Europa – diese Reiseziele erreichen in einer Auswertung von Meininger Hotels die höchsten Durchschnittsbewertungen von fünf KI-Modellen. Alle 200 untersuchten Ziele mit Platzierung und Punktzahl im Überblick.

Die deutsche Reisewirtschaft hat im Sommer 2026 mehr Umsatz und Reisende verzeichnet als im Vorjahr. Während Mittelmeerziele und Kreuzfahrten zulegten, blieb das Fernreisegeschäft deutlich zurück.

Die Lufthansa steht vor dem Einstieg bei der portugiesischen Fluggesellschaft Tap. Die Regierung in Lissabon wählte den deutschen Luftfahrtkonzern als bevorzugten Partner für den Erwerb von 44,9 Prozent der staatlichen Airline aus, wie Ministerpräsident Luís Montenegro mitteilte.

Kultur ist für viele Deutsche Bestandteil des Urlaubs, aber nur selten der Hauptreisegrund. Eine Studie zeigt, welche kulturellen Angebote Reisende interessieren und welche Rolle das lokale Leben am Urlaubsort spielt.

Deutschland hat in den Sommermonaten 2026 mehr Übernachtungen ausländischer Gäste verzeichnet als im Vorjahr. Damit bestätige der Incoming-Tourismus seine Widerstandsfähigkeit in einem unsicheren Marktumfeld, zog die DZT nun Bilanz.

Ob ETA oder ESTA: Wer für die Einreise notwendige Dokumente online beantragt, sollte genau hinschauen. Wie Urlauber offizielle Seiten erkennen - und was man tun kann, wenn man hereingefallen ist.

Eine Auswertung von Fit Reisen vergleicht Instagram-Beiträge zu 403 zertifizierten Wanderwegen in Deutschland. Der Rothaarsteig führt das Ranking vor dem Moselsteig und dem Heidschnuckenweg an.

Ein Ehepaar verpasst wegen eines verspäteten Zugs seinen Flug. Nach einem Urteil steht fest: Es bleibt auf den Kosten für den Ersatzflug sitzen. Wieso entschied das Gericht so?