Deutsche interessieren sich im Urlaub für Kultur

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Kultur spielt für 53 Prozent der Deutschen auf Reisen eine wichtige oder sehr wichtige Rolle. Dabei interessieren sich Urlauber nicht nur für Museen, historische Sehenswürdigkeiten und Theater, sondern auch für regionale Traditionen, die Lebensweise der Menschen und die Küche am Urlaubsort. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT) hervor, für die im August 2026 rund 3.000 Menschen befragt wurden.

Die Befragung zeigt, dass die Vorstellungen von Kultur über klassische Kulturangebote hinausreichen. Auf die Frage, womit sie den Begriff verbinden, nennen 30 Prozent der Teilnehmer Musik und Konzerte. Es folgen Theater und Schauspiel mit 26 Prozent sowie Kunst und Museen mit jeweils 18 Prozent. Auch Traditionen, Esskultur, Menschen, Lebensart und Vielfalt gehören zu den genannten Assoziationen.

Geschichte und regionale Traditionen

Im Alltag spielt Kultur für 46 Prozent der Befragten eine eher wichtige oder sehr wichtige Rolle. Auf Reisen steigt der Anteil auf 53 Prozent. Besonders gefragt sind Angebote aus den Bereichen Kunst, Geschichte und Bildung. Auch Traditionen und regionale Kultur stoßen auf Interesse: Im Alltag nennen 77 Prozent diese Bereiche, auf Reisen sind es 74 Prozent. Alltagskultur und regionales Leben erreichen jeweils 68 Prozent. Für regionale Küche und Esskultur interessieren sich auf Reisen 52 Prozent der Befragten.

Kultur ist allerdings nur für einen Teil der Deutschen der ausschlaggebende Grund für eine Reise. Zehn Prozent geben an, dass kulturelle Angebote häufig den Hauptreiseanlass bilden. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt dieser Anteil bei 20 Prozent. Für 39 Prozent ist Kultur dagegen ein gelegentlicher oder spontaner Bestandteil der Reise. Zwölf Prozent nutzen unterwegs grundsätzlich kaum kulturelle Angebote, während Kultur für vier Prozent auf Reisen keine Rolle spielt.

Reisende suchen Einblicke in das Leben vor Ort

Ein besonderes kulturelles Erlebnis besteht für 54 Prozent der Befragten darin, Einblicke in das lokale Leben und die Lebensweise der Menschen am Reiseziel zu erhalten. Historische Orte, Architektur und Ortsbilder nennen 51 Prozent als prägende Bestandteile kultureller Reiseerlebnisse.

Mehr als drei Viertel stimmen der Aussage zu, dass Orte des alltäglichen Lebens in einer bereisten Region ebenso interessant sein können wie bekannte Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen beispielsweise Märkte, Cafés und öffentliche Treffpunkte. Professor Alfred Bauer sieht darin Möglichkeiten für Reiseziele, regionale Besonderheiten und kulturelle Identität auch jenseits klassischer Sehenswürdigkeiten erlebbar zu machen. Schmude verweist ergänzend auf die breite Regionalkultur Bayerns.

Urlauber informieren sich häufig erst während der Reise

Auch die Informationssuche zu kulturellen Angeboten ist Bestandteil der Untersuchung. Von den Reisenden, die kulturelle Angebote nutzen, informieren sich 63 Prozent bereits vor der Abreise über entsprechende Möglichkeiten am Zielort. Während des Aufenthalts steigt der Anteil auf 81 Prozent. Insgesamt informieren sich 60 Prozent sowohl vor als auch während der Reise.

Die wichtigste Informationsquelle ist das Internet einschließlich Google, das 60 Prozent der Befragten nutzen. An zweiter Stelle steht die Unterkunft am Reiseziel mit 50 Prozent, gefolgt von Tourist-Informationen mit 45 Prozent.

Die Studie „Kulturtourismus“ wurde vom Consumer-Intelligence-Unternehmen NIQ im Auftrag des Bayerischen Zentrums für Tourismus durchgeführt. Im August 2026 wurden dafür rund 3.000 Männer und Frauen aus der deutschsprachigen Bevölkerung Deutschlands im Alter von 18 bis 74 Jahren befragt.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


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