Dertour übernimmt fast gesamte Hotelplan Group

| Tourismus Tourismus

Die Dertour Group übernimmt von der Migros die gesamte Hotelplan Group mit Ausnahme von Interhome und stärkt damit ihre Präsenz als Reiseanbieter in der Schweiz, Großbritannien und Deutschland. Die Dertour Group ist heute bereits mit über 130 Unternehmen und über 10.000 Mitarbeitenden in 16 Ländern vertreten. Die Hotelplan-Marken sollen die touristische Vielfalt und Kompetenz nun weiter stärken. Die Übernahme erfolgt schnellstmöglich - vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Über die Konditionen vereinbarten die Parteien Stillschweigen.

Der Kauf umfasst vier der fünf Geschäftseinheiten der Hotelplan Group und betrifft den Bereich der Reisevermittlung und -veranstaltung in der Schweiz, Deutschland und Großbritannien. Ausgeschlossen ist Interhome, das von der HomeToGo Group übernommen wird.

Zur Übernahme erklärt Dr. Ingo Burmester, CEO Central Europe Dertour Group: "Wir freuen uns sehr, die Hotelplan-Gruppe mit ihren starken und traditionsreichen Reisemarken zu übernehmen und in unserem touristischen Verbund zu weiterem Wachstum zu führen. Hier entsteht ein Zusammenschluss auf Augenhöhe, der für Mitarbeitende, Gäste und Partner klare Vorteile bietet. Als Touristiksparte der genossenschaftlich-organisierten Rewe Group sind wir ein attraktiver Arbeitgeber und es verbinden uns schon heute gemeinsame Werte mit der Hotelplan Group. Dazu zählen ein exzellentes Kundenerlebnis, die persönliche Beratung und Nachhaltigkeit."

Michel Gruber, Präsident des Hotelplan Verwaltungsrats und Leiter des Departements Handel beim Migros-Genossenschafts-Bund, dazu: "Wir freuen uns, mit Dertour einen äußerst renommierten neuen Eigentümer gefunden zu haben. Dertour verfügt über die besten Voraussetzungen, um die Hotelplan Group Marken weiterhin erfolgreich weiterzuentwickeln."

Burmester betont dabei: "Wir setzen seit jeher auf starke Marken in unseren lokalen Märkten, die wir im Verbund erfolgreich weiterentwickeln. Dies konnten wir schon mit der Übernahme des Kuoni-Reisegeschäfts 2015 zeigen, dessen Marken seither einen deutlichen Wachstumskurs eingelegt haben. Auch die Schweizer DNA von Hotelplan werden wir erhalten, um weiteres Wachstum zu erreichen." 

Marken und Buchungswege bleiben unverändert bestehen

Alle gebuchten Ferien und Geschäftsreisen werden wie geplant durchgeführt. Die Veranstaltermarken der Hotelplan Group werden wie gewohnt weiter betrieben und sind über die üblichen Servicekontakte und Buchungswege zu erreichen. Dazu zählen die Marken Hotelplan, travelhouse und tourisme pour tous ebenso wie Migros Ferien und der Geschäftsreisen-Bereich der Hotelplan Group mit den Marken bta first travel und Finass Reisen. Hinzu kommt vtours in Deutschland sowie Hotelplan UK.

"Für Reisebürokunden, Gäste und Vertriebspartner der Hotelplan Group ändert sich damit also nichts. Ob Hotelplan oder Migros Ferien - sie können alle Marken der Hotelplan Group wie gewohnt buchen", betont Burmester und ergänzt: "Dies gilt selbstverständlich auch für die deutsche Hotelplan-Tochter vtours, die unser Angebot ergänzen wird. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Aschaffenburg, die als Pioniere in der dynamischen Paketierung bekannt sind." vtours bietet heute Pauschal-, Städte- und Rundreisen an und ist über alle Kanäle wie gewohnt buchbar.

Die Dertour Group beabsichtigt, die Geschäftsfelder von Hotelplan weiterzuentwickeln. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden entsprechend mit dem Abschluss des Kaufs übernommen. "Mitarbeitende stehen im Zentrum unserer Gruppenstrategie. Für das angestrebte Wachstum sind die kompetenten und engagierten Kolleginnen und Kollegen der Hotelplan Group entscheidend, die wir sehr herzlich in der Dertour Group willkommen heißen", betont Burmester.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Unter dem Motto „Heritage meets innovation in the Green Heart of Germany“ lädt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) vom 20. bis 23. September 2026 gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH zum Thuringia Travel Summit nach Erfurt.

Eine aktuelle Datenanalyse beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Touristen für die Gastronomie und Hotellerie in europäischen Reisezielen im Sommer 2026.

Auf dem Tegernsee ist das erste elektrische Passagierschiff in Betrieb genommen worden. Die neue „Gmund“ bietet Platz für bis zu 180 Fahrgäste und verfügt laut dpa über eine Batteriekapazität für rund zehn Stunden Fahrbetrieb.

 

Der Tourismus in Sachsen kommt nach neu berechneten Daten auf einen Bruttoumsatz von 9,8 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von rund 4,6 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen zudem Gästeankünfte und Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen ist mittlerweile schiefer als der Turm von Pisa und nach einer Sicherung und dem Ausbau als Besucherzentrum für Gäste eröffnet worden. Das Projekt kostete rund 14,5 Millionen Euro und soll die touristische Entwicklung der Kyffhäuserregion stärken.

Uber bietet im September erstmals Tagesausflüge mit dem sogenannten Weintaxi von Frankfurt in den Rheingau an. An vier Wochenenden stehen täglich vier Fahrzeuge für Touren zu Weingütern im Rheingau zur Verfügung.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Booking.com verklagt. Streitpunkt ist die Weiterleitung bei „Flug + Hotel“-Angeboten zu lastminute.com der COMVEL GmbH, die nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht ausreichend deutlich gemacht wird.

Erstmals seit der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge im Grenzgebiet zu Nepal haben chinesische Behörden Details zu den auf ihrer Seite vermissten Ausländern bekanntgegeben. Unter den 261 Vermissten sind auch drei Deutsche.

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.