Deutsche rechnen mit Mehrausgaben für Urlaub

| Tourismus Tourismus

Urlaub wird teurer? Knapp jeder und jede Dritte glaubt einer Yougov-Umfrage zufolge, fürs Reisen generell mehr Geld als vor der Pandemie auszugeben. 17 Prozent der Befragten machen vor allem in steigenden Sprit- und Energiekosten den Grund dafür aus, 13 Prozent nennen höhere Kosten für Verpflegung und Unterkunft als Ursache.

61 Prozent der Befragten geben an, nicht mehr Geld als vor Corona auszugeben, acht Prozent machen keine Angaben.

Wegen des Ukraine-Kriegs, der die Energiepreise zusätzlich nach oben treibt, seien höhere Preise beim Reisen nicht ausgeschlossen, hieß es schon Anfang März vom Deutschen Reiseverband. Hotels, Ferienhäuser, Flüge, Mietwagen - in vielen Bereichen werden Preissteigerungen erwartet. Neben dem Krieg gibt es dafür noch weitere Gründe.

Unter anderem treffen etwa die höheren Lebensmittelpreise die Beherbergungsbetriebe, die diese Mehrkosten teilweise an die Kunden weitergeben werden. Zudem gilt es etwa, Umsatzverluste aus den vergangenen beiden Corona-Jahren zu kompensieren.

Rückerstattung und bessere Betreuung

Wer mehr Geld für eine Reise ausgeben muss, wünscht sich dafür oft auch mehr Kundenservice, wie die Umfrage außerdem zeigt. 20 Prozent aller Befragten würden im Gegenzug für gestiegene Kosten vor allem flexiblere Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeiten erwarten.

Sollte es unerwartete Reiseänderungen geben, erwarten 15 Prozent vor allem schnelle und präzise Infos dazu sowie passende Alternativen und gegebenenfalls eine Rückerstattung. Sechs Prozent legen für die höheren Kosten vor allem auf eine bessere Betreuung vor Ort und bei der Buchung wert. Mehrfachantworten waren nicht möglich.

Zwei von fünf Befragten (40 Prozent) verknüpfen indes höhere Buchungskosten nicht mit höheren Erwartungen an den Kundenservice. 15 Prozent machen keine Angabe. Im Auftrag des Software-Unternehmens Zendesk wurden Ende März rund 2000 Personen befragt. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.

Früher war der Sommerurlaub immer auch eine Selbstvergewisserung - im Ausland lief vieles nicht so gut wie zu Hause. Heute ist das oft anders. Ein Experte sieht sogar eine Gefahr für die Demokratie.

Im aktuellen PiNCAMP-Ranking für 2026 rücken deutsche Campingplätze stärker in den Fokus der Nutzer. Mit 39 Anlagen in den Top 100 stellt Deutschland die meisten Standorte im europäischen Vergleich.

Während der Branchenverband bundesweit von sinkenden Umsätzen berichtet, ziehen Freizeit- und Erlebnisparks im Norden eine positivere Zwischenbilanz des Sommers. Sie nennen dafür auch Gründe.

Urlaub kann manchmal hektisch werden. Deshalb setzen viele Reisende inzwischen auf Slow Travel. Das bedeutet, dass du weniger Orte bereist, aber dafür mehr Zeit an jedem einzelnen verbringst. Wir stellen dir das Konzept im Folgenden vor.

Die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in Rheinland-Pfalz war im ersten Halbjahr so hoch wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. Wirtschaftsminister Michael Ebling sieht sogar einen Boom.

Dänemark erlebt einen Urlauber-Ansturm: Im ersten Halbjahr gab es einen neuen Übernachtungsrekord. Besonders Deutsche zieht es ins Nachbarland – 7,5 Millionen Übernachtungen gingen auf ihr Konto.

Reisende sind der Tourismusbranche beim Einsatz Künstlicher Intelligenz nach Darstellung einer neuen Studie zwei Jahre voraus. Während 54 Prozent der befragten US-Reisenden KI bereits für die Reiseplanung genutzt haben, bieten 22 Prozent der befragten Destination Marketing Organizations entsprechende Funktionen auf ihren Internetseiten an.

Der dritte European Travel Trend Report der Dertour Group belegt das wachsende Interesse an Slow Travel, digitalen Auszeiten und Solo-Reisen. Besonders in Deutschland gewinnen entschleunigte Reiseformen und Alleinreisen stark an Bedeutung.