Deutschen sehnen sich nach Städtereisen

| Tourismus Tourismus

Die Nachfrage nach dem Klassiker Mallorca ist nach wie vor am stärksten, wenn deutlich auch geringer als 2021. Dafür ist der Trip auf die Sonneninsel erschwinglicher als im Vorjahr und auch als vor der Pandemie. Die Deutschen sehnen sich aber vor allem auch nach Städtereisen - und London, Paris und New York sind wieder im Kommen. Das ermittelte die Reisesuchmaschine momondo.

Die Deutschen bekommen dieses Jahr ihren Lieblingsurlaubsort Mallorca zum Schnäppchenpreis. Die Sonneninseln liegt wie so oft auf Platz eins der Suchanfragen für Flüge zur Osterzeit. Die Preise für Flüge liegen um fast sieben Prozent, für Hotelübernachtungen sogar um die Hälfte unter dem Vorjahreswert und um rund 20 Prozent unter den durchschnittlichen Übernachtungspreisen von vor der Pandemie. Die übrigen Plätze der Top 10 Reiseziele gehört den Metropolen.

Deutsche sehnen sich nach Urlaub in Metropolen

Gegen den allgemeinen Reisetrend, eher entlegen gelegene Destinationen zu bevorzugen, zieht es deutsche Osterurlauber in diesem Jahre verstärkt wieder in die Metropolen dieser Welt, vor allem in die Europas. Mit Istanbul, Lissabon, London, Paris oder Rom sind Top-Städtereiseziele zurück auf der Urlauber-Flugroute, für Ostern in der Ferne wird am meisten nach Flügen nach Dubai, New York und Bangkok gesucht. .

Hotels in einigen Städten deutlich günstiger als im Vorjahr

Während die Preise für Flüge zwar tendenziell gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind - außer für London, hier sind sie leicht gesunken -, sind die durchschnittlichen Preise für Hotelübernachtungen deutlich gesunken: In Paris liegt die Hotelübernachtung beispielsweise bei durchschnittlich 127 Euro, was einer Reduktion von rund zehn Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht, in Barcelona sinkt das Preisniveau um rund 28 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2019 auf 108 Euro im Schnitt. Wer in den Big Apple New York möchte, der nächtigt für rund 22 Prozent weniger als noch Ostern 2019, für einen durchschnittlichen Preis von 200 Euro.

Top 10 Reiseziele nach Flugsuche

  1. Palma de Mallorca
  2. Barcelona
  3. Istanbul
  4. Lissabon
  5. London
  6. Dubai
  7. New York
  8. Paris
  9. Bangkok
  10. Rom

Auch in Deutschland liegen die Städte vorn

In Deutschland sind die Top 5 bei der Hotelsuche ebenfalls Städte: Berlin (durchschnittlicher Preis für eine Hotelübernachtung: rund 94 Euro), Hamburg (110 Euro), Köln (97 Euro), München (86 Euro) und Frankfurt am Main (85 Euro).

Laure Bornet, General Manager KAYAK EMEA sagt zum Osterreisetrend: "Die klassischen Destinationen Mallorca und Barcelona sind nach wie vor Lieblinge der Deutschen. Wir sehen aber den deutlichen Trend, dass es sie in diesem Jahr vor allem vermehrt in die Metropolen dieser Welt zieht. London, Paris und New York sind wieder im Rennen mit teils sehr gutem Preisniveau. Für Reisende ist das Angebot in den Osterferien sehr vielfältig und attraktiv, auch Sparfüchse kommen auf ihre Kosten."

Am 9. April wird es voll auf den Flughäfen

Bei der Wahl des Reisezeitraums starteten die meisten Suchanfragen für den Osterurlaub mit dem Abreisedatum 9. April - also dem Samstag vor Karfreitag, der auf Platz eins der meistgesuchtesten Reisedaten landet. Die auf momondo.de durchgeführten Flugsuchen mit einem Abflug am 9. April sind um 105 Prozent höher als die Suchen für Flüge mit einem Abflug am nächsten Tag. Es ist also davon auszugehen, dass die deutschen Flughäfen am 9. April besonders voll sein werden. 

Im Trend: Extraurlaub

Die Feiertage nutzen viele auch dafür, ihren Urlaub zu verlängern. So beträgt die durchschnittliche Reisedauer laut den Suchen neun Tage. Praktisch: Durch die zwei Feiertage müssen Arbeitnehmende in Deutschland nur acht Tage ihres Jahresurlaubs nehmen und können dafür zwei volle Wochen Freizeit genießen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Unter dem Motto „Heritage meets innovation in the Green Heart of Germany“ lädt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) vom 20. bis 23. September 2026 gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH zum Thuringia Travel Summit nach Erfurt.

Eine aktuelle Datenanalyse beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Touristen für die Gastronomie und Hotellerie in europäischen Reisezielen im Sommer 2026.

Auf dem Tegernsee ist das erste elektrische Passagierschiff in Betrieb genommen worden. Die neue „Gmund“ bietet Platz für bis zu 180 Fahrgäste und verfügt laut dpa über eine Batteriekapazität für rund zehn Stunden Fahrbetrieb.

 

Der Tourismus in Sachsen kommt nach neu berechneten Daten auf einen Bruttoumsatz von 9,8 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von rund 4,6 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen zudem Gästeankünfte und Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen ist mittlerweile schiefer als der Turm von Pisa und nach einer Sicherung und dem Ausbau als Besucherzentrum für Gäste eröffnet worden. Das Projekt kostete rund 14,5 Millionen Euro und soll die touristische Entwicklung der Kyffhäuserregion stärken.

Uber bietet im September erstmals Tagesausflüge mit dem sogenannten Weintaxi von Frankfurt in den Rheingau an. An vier Wochenenden stehen täglich vier Fahrzeuge für Touren zu Weingütern im Rheingau zur Verfügung.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Booking.com verklagt. Streitpunkt ist die Weiterleitung bei „Flug + Hotel“-Angeboten zu lastminute.com der COMVEL GmbH, die nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht ausreichend deutlich gemacht wird.

Erstmals seit der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge im Grenzgebiet zu Nepal haben chinesische Behörden Details zu den auf ihrer Seite vermissten Ausländern bekanntgegeben. Unter den 261 Vermissten sind auch drei Deutsche.

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.