Deutscher Tourismustag: Touristiker beraten in Rostock über Zukunft der Urlaubsbranche

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Mit dem Rückenwind eines zu erwartenden Übernachtungsrekord trifft sich am Mittwoch und Donnerstag die Urlaubsbranche zum deutschen Tourismustag in Rostock. In den neun Monaten von Januar bis einschließlich September wurden 386,5 Millionen Übernachtungen registriert. Dies waren laut Statistischem Bundesamt 3,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. «Es wird auch das zehnte Rekordjahr in Folge sein», sagte Verbandssprecher Markus Aspetzberger.

Unter dem Motto «Neues Denken» wollen sich die mehr als 500 Tagungsteilnehmer unter anderem mit der künftigen Gestaltung des Tourismus auseinandersetzen. Dabei stehe die Digitalisierung im Vordergrund, die das Reisen massiv verändern werde. Das reiche von der Informationen über den Urlaubsort und die Buchung bis hin zur digitalen Versorgung am Ferienort.

Wie Aspetzberger sagte, soll bei der Tagung auch ein Blick über die Grenze ins dänische Kopenhagen geworfen werden. In einem Vortrag wollen sich die Teilnehmer über die Digitalisierung einer Tourist-Info mit Open Data erkundigen. Das Copenhagen Visitor Center sei ein Best-Practise-Beispiel und ein Vorreiter für die Digitalisierung.

Gleichzeitig gehe es um die Frage, wie sich Urlaubsdestination neu aufstellen können, um sich auf die wandelnden Bedürfnisse ihrer Gäste einzustellen. «Produkte und Dienstleistungen müssen neu erfunden werden», betonte Aspetzberger. Möglicherweise müssten auch ganze Organisationen neu aufgestellt werden. Derzeit werde immer noch in langfristigen Plänen und Zielen gedacht. Aber die Anforderungen der Gäste änderten sich viel schneller, als dass die Branche sie beispielsweise in Drei-Jahres-Plänen aufnehmen könne. (dpa)


 

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