Deutschland stark vertreten: Ranking zeigt die beliebtesten UNESCO-Welterbestätten

| Tourismus Tourismus

Eine aktuelle Untersuchung des Reiseveranstalters Fit Reisen beleuchtet, welche der UNESCO-Welterbestätten weltweit die höchste Online-Aufmerksamkeit generieren. Die Analyse basiert auf der Anzahl der Aufrufe der zugehörigen englischsprachigen Wikipedia-Einträge im Kalenderjahr 2025 bis einschließlich September. Das Ranking, das insgesamt 1.124 Stätten verglich, identifiziert die Orte, die online die größte Neugier wecken – ein Faktor, der oft mit der tatsächlichen touristischen Attraktivität korreliert.

Europa dominiert die Top-Platzierungen

Die Ergebnisse zeigen eine klare Dominanz europäischer Stätten: Acht der zehn meistbeachteten Welterbestätten liegen in Europa, die Top 5 sind vollständig europäisch. Auffällig ist zudem die Präferenz für Kulturerbe: Die Top 10 bestehen ausschließlich aus kulturellen Stätten. Das beliebteste Naturerbe, der Yellowstone-Nationalpark, folgt erst auf Platz 24 mit 1.073.139 Aufrufen.

Das Ranking der fünf weltweit beliebtesten Stätten wird von Italien und Deutschland angeführt:

  • Platz 1: Archäologische Stätten von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata – Italien

    • Die Stätten, die durch den Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. verschüttet und dadurch außergewöhnlich gut konserviert wurden, führen das Ranking mit großem Abstand an. Die zugehörigen Wikipedia-Einträge wurden über 15,2 Millionen Mal aufgerufen.

  • Platz 2: Die Schlösser König Ludwigs II. von Bayern: Neuschwanstein, Linderhof, Schachen und Herrenchiemsee – Deutschland

    • Die kürzlich im Juli dieses Jahres ernannten UNESCO-Stätten sichern sich mit rund 9,7 Millionen Aufrufen den zweiten Platz und sind damit der deutsche Spitzenreiter im internationalen Vergleich. Die Schlösser gelten als wichtige Kunstschöpfungen des 19. Jahrhunderts.

  • Platz 3: SchUM-Stätten von Speyer, Worms und Mainz – Deutschland

    • Die SchUM-Stätten, die im Mittelalter das Zentrum des europäischen Judentums bildeten, erreichen mit knapp sechs Millionen Seitenaufrufen den dritten Rang. Sie umfassen unter anderem den Judensand, den ältesten jüdischen Friedhof Europas in Mainz.

  • Platz 4: Historisches Zentrum von Porto, Brücke Luiz I und Kloster Serra do Pilar – Portugal

    • Die Stadt Porto mit ihrer über 2.000-jährigen Geschichte und ihren zahlreichen Monumenten belegt mit rund 5,3 Millionen Aufrufen den vierten Platz.

  • Platz 5: Portovenere und Cinque Terre mit den Inseln Palmaria, Tino und Tinetto – Italien

    • Die farbenfrohen Küstendörfer an der Italienischen Riviera, die traditionelle Lebensweise und das Zusammenspiel von Mensch und Natur bewahrt haben, kommen auf rund 4,8 Millionen Aufrufe.

Deutschland zählt zu den Ländern mit den meisten Stätten

Deutschland gehört mit 55 Vertretern – nach Italien und China – zu den Ländern mit den meisten UNESCO-Stätten und ist im Ranking der Top 5 zweimal vertreten.

Im deutschlandweiten Vergleich der beliebtesten UNESCO-Welterbestätten, basierend auf den Wikipedia-Aufrufen, ergibt sich folgendes Bild hinter den Top 2 (Schlösser König Ludwigs II. und SchUM-Stätten):

  • Platz 3: Kölner Dom (ca. 1,5 Millionen Aufrufe)

  • Platz 4: Historische Altstädte von Stralsund und Wismar (550.791 Aufrufe)

  • Platz 5: Bergwerk Rammelsberg mit der Altstadt Goslar und dem Oberharzer Wasserwirtschaftssystem (542.152 Aufrufe)

Die weiteren Platzierungen der Top 10 weltweit umfassen ebenfalls weltbekannte Kulturikonen wie die Alhambra in Granada (Platz 6, ca. 4,19 Mio.), die Kaiserpaläste der Ming- und Qing-Dynastien (Platz 7, 3,03 Mio.), die Vatikanstadt (Platz 8, 2,86 Mio.), das Taj Mahal (Platz 9, 2,68 Mio.) und die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau (Platz 10, 2,22 Mio.). Die Ergebnisse verdeutlichen, dass insbesondere Bauwerke mit hoher historischer oder emotionaler Bedeutung die größte Online-Aufmerksamkeit auf sich ziehen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der HelloSafe Safety Index 2026 zeigt ein klares Bild der globalen Sicherheitslage: Europa bleibt die stabilste Region für den Tourismus, angeführt von Island und der Schweiz. Deutschland und Österreich sichern sich Plätze in den Top 15.

Eine aktuelle Postbank-Umfrage zeigt, dass zwei Drittel der Deutschen 2026 verreisen wollen, obwohl gestiegene Lebenshaltungskosten viele zum Sparen zwingen. Die Finanzierung erfolgt dabei überwiegend aus Ersparnissen, während Bargeld das bevorzugte Zahlungsmittel bleibt.

Eine aktuelle Analyse der Google-Maps-Bewertungen zeigt, welche europäischen Städte bei Touristen besonders hoch im Kurs stehen. Während Dresden das deutsche Ranking anführt, dominieren osteuropäische Städte wie Plowdiw und Prag den internationalen Vergleich.

Ein Spaziergang auf der zugefrorenen Ostsee, ein von Eis umschlossener Leuchtturm: Die extreme Kälte hat in diesem Jahr für eine ganz besondere Küstenkulisse gesorgt. Zieht das auch mehr Gäste an?

Eine YouGov-Studie im Auftrag des BTW belegt eine stabile Reiselust der Deutschen für 2026. Während klassische Urlaubsformen wie Bade- und Städtereisen dominieren, zeigt sich bei jüngeren Zielgruppen ein wachsendes Interesse an der Kombination von Arbeit und Urlaub. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist das entscheidende Kriterium bei der Buchung.

Tui überrascht zum Winteranfang mit starken Zahlen – und denkt um. Der Reisekonzern will wieder stärker ins Geschäft mit günstigen Pauschalreisen einsteigen. Geplant ist eine neue Marke.

Über fünf Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr Sehenswürdigkeiten der Bayerischen Schlösserverwaltung besucht. Neuschwanstein schauten sich zuletzt jedoch weniger Menschen an als noch vor einigen Jahren. Warum?

Auch zum 100-jährigen Bestehen drohen bei der Lufthansa Streiks. Für diesen Donnerstag sind zeitgleich Arbeitsniederlegungen der Piloten sowie des Kabinenpersonals angekündigt. Details zum Flugplan gibt es bislang noch nicht.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus prognostiziert für das Jahr 2026 ein Wachstum von 3,2 Prozent bei den internationalen Übernachtungen. Trotz eines Rückgangs im Vorjahr durch wegfallende Sondereffekte zeigt sich die internationale Reiseindustrie optimistisch.

Ein neuer Bericht von Google skizziert die Zukunft des Tourismus bis 2050. Prognostiziert werden eine Verdoppelung der internationalen Reisen, eine Verschiebung der Marktmacht Richtung Asien und die vollständige Automatisierung von Buchungsprozessen durch Künstliche Intelligenz.