Die beliebtesten Campingsplätze der Deutschen

| Tourismus Tourismus

Deutsche Camper interessieren sich verstärkt für Standorte im eigenen Land. Das geht aus dem aktuellen Ranking „PiNCAMP Most Wanted 2026“ hervor, das vom Campingportal des ADAC veröffentlicht wurde. Mit 39 Plätzen stellt Deutschland die meisten Standorte in den Top 100 Europas, was einer Zunahme von neun Plätzen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Ranking basiert auf den Auswertungen der Seitenaufrufe deutscher Nutzer auf dem Portal.

Heimische Regionen belegen vordere Plätze

Auf das Heimatland folgen Italien mit 25 sowie Kroatien mit 23 Platzierungen in den ersten 100 Rängen. Innerhalb Deutschlands verzeichnet Schleswig-Holstein mit zehn Anlagen die höchste Dichte im Klassement, gefolgt von Bayern mit neun sowie Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils sechs Campingplätzen. Niedersachsen ist mit vier Plätzen vertreten, Rheinland-Pfalz mit zwei und sowohl Brandenburg als auch Nordrhein-Westfalen mit jeweils einem Standort.

Bei der Betrachtung der europäischen Regionen führt die deutsche Ostsee mit 13 Anlagen das Feld an. Die italienische Adriaküste kommt auf 12 Vertretungen, Istrien in Kroatien auf 11 und der italienische Gardasee auf neun. In der Region Kvarner in Kroatien liegen acht der gelisteten Plätze. Aus dem Bereich Bayerische Alpen und Alpenvorland stammen fünf Plätze, aus Dalmatien in Kroatien sowie Tirol in Österreich jeweils vier. Die deutsche Nordsee und Ostbayern sind mit jeweils drei Campingplätzen vertreten.

Spitzenpositionen im aktuellen Ranking

Der Camping- und Ferienpark Wulfener Hals auf Fehmarn verteidigt erneut den ersten Platz im Gesamtklassement. Auf Rang zwei folgt der Rosenfelder Strand Ostsee Camping in Schleswig-Holstein, der im Vorjahr noch nicht in den Top 100 enthalten gewesen sei. Den dritten Platz belegt das Vela Blu Camping Village in Italien, das sich um neun Plätze verbessert habe.

Uwe Frers, Campingexperte und Geschäftsführer von PiNCAMP, erklärt, Deutschland biete eine außergewöhnliche Bandbreite an Urlaubsregionen und Camping-Konzepten, was die Attraktivität der heimischen Plätze ausmache. Die Suchanfragen zeigten eine große Bandbreite aus Lage, Ausstattung, Qualität, Preis und Erlebnissen.

Kapazitäten zeigen breite Streuung der Suchanfragen

Die in den Top 100 vertretenen Plätze weisen im Durchschnitt 422 Standplätze und 195 Mietunterkünfte auf. Ein Anteil von 73 Prozent der gelisteten Betriebe verfügt über eine ADAC-Klassifikation von 4,5 oder 5 Sternen. Die Gesamtheit der Bewertungen im Ranking reicht von drei bis fünf Sternen.

Unter den meistgefragten Zielen befinden sich Großanlagen wie das Valamar Camping Lanterna in Kroatien mit mehr als 3.200 Standplätzen und Mietunterkünften sowie das Marina di Venezia Camping Village und das Union Lido Mare in Italien mit über 3.000 beziehungsweise rund 2.700 Einheiten. Ebenfalls vertreten sind kleinere Betriebe wie der Campingplatz Alpenblick in Bayern mit 74 Standplätzen und Mietunterkünften oder das Landschapscamping Kijkuit in den Niederlanden mit 77 Einheiten.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.

Früher war der Sommerurlaub immer auch eine Selbstvergewisserung - im Ausland lief vieles nicht so gut wie zu Hause. Heute ist das oft anders. Ein Experte sieht sogar eine Gefahr für die Demokratie.

Während der Branchenverband bundesweit von sinkenden Umsätzen berichtet, ziehen Freizeit- und Erlebnisparks im Norden eine positivere Zwischenbilanz des Sommers. Sie nennen dafür auch Gründe.

Urlaub kann manchmal hektisch werden. Deshalb setzen viele Reisende inzwischen auf Slow Travel. Das bedeutet, dass du weniger Orte bereist, aber dafür mehr Zeit an jedem einzelnen verbringst. Wir stellen dir das Konzept im Folgenden vor.

Die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in Rheinland-Pfalz war im ersten Halbjahr so hoch wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. Wirtschaftsminister Michael Ebling sieht sogar einen Boom.

Dänemark erlebt einen Urlauber-Ansturm: Im ersten Halbjahr gab es einen neuen Übernachtungsrekord. Besonders Deutsche zieht es ins Nachbarland – 7,5 Millionen Übernachtungen gingen auf ihr Konto.

Reisende sind der Tourismusbranche beim Einsatz Künstlicher Intelligenz nach Darstellung einer neuen Studie zwei Jahre voraus. Während 54 Prozent der befragten US-Reisenden KI bereits für die Reiseplanung genutzt haben, bieten 22 Prozent der befragten Destination Marketing Organizations entsprechende Funktionen auf ihren Internetseiten an.

Der dritte European Travel Trend Report der Dertour Group belegt das wachsende Interesse an Slow Travel, digitalen Auszeiten und Solo-Reisen. Besonders in Deutschland gewinnen entschleunigte Reiseformen und Alleinreisen stark an Bedeutung.

Manche sehen in der belgischen Stadt eine Stadt der Verlierer, doch Künstler machen aus der Not eine Tugend: Sie führen zu Lost Places und erschließen Kohlehalden als Wanderreviere.