Die Reisen der anderen: Neckermann wird OTA

| Tourismus Tourismus

Knapp einen Monat nach dem Insolvenzantrag von Thomas Cook Deutschland können über die Website Neckermann-Reisen.de nun wieder Urlaubstouren gebucht werden. Das Portal verkauft derzeit aber keine Thomas-Cook-Angebote, sondern bietet ausschließlich Reisen von Drittanbietern an.

Nach Angaben des Betreibers tritt das Portal jetzt - ebenso wie es Reisebüros machen - als Vermittler von Fremdleistungen auf. Angeboten werden unter anderem Reisen von Veranstaltern wie Tui, DER Touristik, FTI, Alltours, Schauinsland und Aldiana. Unter den angebotenen Reisezielen sind zum Beispiel Griechenland, Spanien und Türkei. Zuerst hatte das Touristik-Branchenportal «fvw.de» darüber berichtet.

Für die Vermittlerleistung erhalte Thomas Cook eine Provision, hieß es. Nach Angaben des Unternehmens ist die Durchführung der über die Seite gebuchten Reisen und Dienstleistungen gewährleistet. Diese fielen nicht unter die Insolvenz der Thomas Cook Touristik GmbH.

Der Verkauf eigener Reisen war auf der deutschen Internetseite nach der Insolvenzanmeldung Ende September vorerst eingestellt worden. Ebenso hat die deutsche Thomas Cook bis Ende Dezember alle gebuchten Reisen abgesagt. Dies betrifft unter anderem die Marken Neckermann, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin. Derzeit führt das Unternehmen nach eigenen Angaben Gespräche mit möglichen Investoren. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit mehreren Neuheiten startet der Europa-Park in Rust in die neue Saison. Ein neuer Themenbereich sowie neue gastronomische Angebote winken Besucherinnen und Besuchern zum offiziellen Saisonstart am 28. März.

Sie zählt zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen am Bodensee: Ab Samstag soll die Marienschlucht wieder begehbar sein. Was Familien, Wanderer und Naturliebhaber dort erwartet.

Die Schwarzwald Tourismus GmbH entwickelt ein dezentrales Hotelkonzept, das bestehende Dorfstrukturen nutzt und Leerstände reduzieren soll. Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt verzichtet auf Neubauten und integriert lokale Betriebe in die touristische Wertschöpfung.

Die Schweiz plant eine zusätzliche Gebühr für Autofahrer, die das Land nur durchqueren. Das Parlament hat einer entsprechenden Transitabgabe für ausländische Reisende zugestimmt. Ein konkreter Zeitpunkt für die Einführung der Transitgebühr steht derzeit noch nicht fest.

Der Nahost-Krieg bringt Bewegung in den Reisemarkt: Urlauber meiden einzelne Regionen, wählen andere Ziele und müssen sich womöglich auf steigende Preise einstellen.

Eine aktuelle Analyse des Reiseportals Opodo belegt für das Frühjahr 2026 eine starke Nachfrage nach Reisen zwischen Deutschland und Südeuropa. Während Spanien das Hauptziel deutscher Urlauber bleibt, stellen Spanier gleichzeitig die größte Gruppe internationaler Gäste in deutschen Metropolen dar.

Eine aktuelle Auswertung von 1,7 Millionen Online-Rezensionen kürt das Frankenlagune Wellness-Center zur beliebtesten Therme Deutschlands. Während bayerische und norddeutsche Saunen die Spitzenplätze belegen, bilden Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und Hessen das Schlusslicht des Rankings.

Eine aktuelle Umfrage von Holidu unter 2.500 europäischen Gastgebern weist Deutschland als Spitzenreiter bei der Gästetreue aus. Knapp 70 Prozent der heimischen Vermieter setzen auf Stammkunden und priorisieren dabei den persönlichen Kontakt gegenüber Preisrabatten.

Alltours erweitert seine Eigenmarke Alltoura Club Hotels zur Sommersaison 2026 um zwei neue Anlagen auf Kos und Rhodos. Die Hotels setzen auf ein umfassendes All-inclusive-Konzept mit Fokus auf Sport, Wellness und Kinderbetreuung.

Ein Tag früher ankommen als gebucht, das hört sich erst mal gut an. Doch es ist auch eine zusätzliche Hotelnacht. Ob eine Fluggesellschaft dafür aufkommen muss, hat ein Gericht in Bayern beschäftigt.