DZT: Steigende Nachfrage stabilisiert Top-Position Deutschlands als Geschäftsreiseziel

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Digitalisierung, Globalisierung und die Weiterentwicklung von Veranstaltungsformaten prägen laut der Deutschen Zentrale für Tourismus nachhaltig das Incoming auf dem deutschen Geschäftsreisemarkt. Kräftige Zuwächse im Tagungs-, Kongress- und Eventmarkt kompensieren die rückläufigen Zahlen bei klassischen Messen und Ausstellungen sowie das stagnierende Segment traditioneller Geschäftsreisen. Diese Trends belegen die jüngsten Auswertungen des World Travel Monitor durch IPK International sowie das „Meeting- und Eventbarometer“ (MEBA), das die DZT zusammen mit dem EVVC Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren und dem GCB German Convention Bureau präsentiert.

Aus Europa als größter Quellregion für den deutschen Incoming-Tourismus wurden 2018 insgesamt 13,0 Millionen Geschäftsreisen nach Deutschland unternommen, ein leichtes Plus von 0,6 Prozent. Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, erläutert: „Damit bleibt Deutschland mit großem Abstand das wichtigste Geschäftsreiseziel der Europäer, vor Frankreich (4,9 Millionen) und Italien (3,9 Millionen).“

Die Zahl der Europäer, die im Rahmen promotabler Geschäftsreisen nach Deutschland kamen, stieg auf 7,0 Millionen – das entspricht einem Plus von 4,5 Prozent. Wachstumstreiber sind Kongresse/Konferenzen mit plus 6,7 Prozent auf 4,3 Millionen und Incentivereisen mit 0,65 Millionen Teilnehmern (plus 26,9 Prozent). Petra Hedorfer weiter: „Die Ansprüche an kreative Veranstaltungsformate wachsen. Hier kann Deutschland auf dem globalen Markt mit seinen Rahmenbedingungen – der hervorragenden Infrastruktur, technologischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kompetenzen punkten.“

Gleichzeitig geht die Zahl der internationalen Reisenden zu Messen und Ausstellungen mit minus 4,9 Prozent auf 2,04 Millionen weiter zurück. Das Volumen traditioneller Geschäftsreisen aus den europäischen Quellmärkten sinkt um 3,7 Prozent auf 5,9 Millionen – ihr Anteil am gesamten Business Travel-Markt liegt jetzt noch bei 46 Prozent.

Das deutlich kleinere Segment der Geschäftsreisen aus den Überseemärkten wächst 2018 überdurchschnittlich um sieben Prozent auf 2,5 Millionen. Promotable Geschäftsreisen können ihre hohen Anteile besonders dynamisch ausbauen: So wurden 1,3 Millionen Konferenz-, Kongress- und Tagungs-Reisen registriert – ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf den Interkontinentalstrecken punkten auch Messe-Reisen mit plus fünf Prozent auf 0,4 Millionen. Traditionelle Geschäftsreisen liegen mit 0,6 Millionen um zwei Prozent über den Vorjahreswerten.

Von den insgesamt 412 Millionen Teilnehmern an Veranstaltungen in Deutschland, die das MEBA 2018/19 analysiert hat, kamen 2018 37,2 Millionen aus dem Ausland – das entspricht einem Anteil von neun Prozent. Mit einem Plus von 2,1 Prozent im Vorjahresvergleich leistet der Incoming-Markt einen überdurchschnittlichen Beitrag zur positiven Entwicklung des gesamten MICE-Marktes.


 

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