Deutsche Campingplätze mit Übernachtungsrekord im Sommer

| Tourismus Tourismus

Der Campingtourismus in Deutschland hat in den Sommermonaten Juli und August des Jahres 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Nach einer Auswertung des auf Campingurlaube spezialisierten Internetportals camping.info überschritten die deutschen Campingplätze erstmals die Marke von 18,7 Millionen Übernachtungen.

Neuer Übernachtungsrekord bestätigt Marktwachstum

Die Analyse ergab, dass in den Ferienmonaten Juli und August insgesamt 18.743.020 Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen verzeichnet wurden. Dies entspricht einem Anstieg von 0,85 Prozent im Vergleich zum Sommer 2024 und markiert einen neuen Rekordwert. Die Zahlen unterstreichen die anhaltende und stetige Beliebtheit von Urlaubsformen mit Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt.

Anhaltende Dynamik bei inländischen und internationalen Gästen

Die Nachfrage nach Campingurlauben in Deutschland entwickelte sich sowohl im Inland als auch im Ausland positiv. Der Inlandstourismus verzeichnete im Vergleich zum Sommer 2024 ein Wachstum von 0,58 Prozent und bestätigt damit das ungebrochene Interesse deutscher Urlauber an naturnahen Ferien im eigenen Land.

Auch für internationale Gäste bleibt Deutschland ein gefragtes Reiseziel. Insbesondere Campinggäste aus den Niederlanden und Österreich trugen zu einem Zuwachs des Auslandstourismus von 2,81 Prozent im Sommer 2025 bei.

Deutliche regionale Unterschiede

Innerhalb Deutschlands zeigte sich ein heterogenes Bild mit teilweise sehr hohen Zuwächsen in einzelnen Bundesländern. Die stärksten Anstiege bei den Übernachtungszahlen registrierten:

  • Nordrhein-Westfalen: plus 13,29 Prozent
  • Saarland: plus 13,24 Prozent
  • Hamburg: plus 12,31 Prozent

Auch Rheinland-Pfalz (+5,65 Prozent), Niedersachsen (+4,60 Prozent) und Hessen (+4,18 Prozent) konnten 2025 mehr Campinggäste begrüßen.

Rückgänge wurden hingegen in anderen Regionen verzeichnet. Die größten Einbußen gab es in Berlin mit minus 16,84 Prozent, gefolgt von Sachsen-Anhalt (-5,31 Prozent) und Bayern (-3,86 Prozent). Die Analyse führt diese Entwicklungen unter anderem auf regionale Wetterbedingungen sowie das im Vorjahr bereits hohe Buchungsniveau zurück.

Markteinschätzung und Ausblick

Maximilian Möhrle, Geschäftsführer von camping.info, ordnet die Marktentwicklung ein: „Im Juli und August, den wichtigsten Monaten der Campingsaison, sind die Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen wie Inflation und Konsumzurückhaltung zeigt sich der Markt nicht nur stabil, sondern weiterhin wachsend. Zudem zeigen die steigenden Zugriffs- und Buchungszahlen auf unserer Webseite, dass Camping für immer mehr Menschen verschiedenster Altersgruppen und Interessen eine attraktive Urlaubsform ist.”

Angesichts der Vielfalt des Angebots, welches von Stellplätzen an Nord- und Ostsee bis hin zu Parzellen in den süddeutschen Alpen reicht, weist das Portal darauf hin, dass Frühbuchungen für die Saison 2026 ab sofort möglich sind.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Spaziergang auf der zugefrorenen Ostsee, ein von Eis umschlossener Leuchtturm: Die extreme Kälte hat in diesem Jahr für eine ganz besondere Küstenkulisse gesorgt. Zieht das auch mehr Gäste an?

Eine YouGov-Studie im Auftrag des BTW belegt eine stabile Reiselust der Deutschen für 2026. Während klassische Urlaubsformen wie Bade- und Städtereisen dominieren, zeigt sich bei jüngeren Zielgruppen ein wachsendes Interesse an der Kombination von Arbeit und Urlaub. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist das entscheidende Kriterium bei der Buchung.

Tui überrascht zum Winteranfang mit starken Zahlen – und denkt um. Der Reisekonzern will wieder stärker ins Geschäft mit günstigen Pauschalreisen einsteigen. Geplant ist eine neue Marke.

Über fünf Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr Sehenswürdigkeiten der Bayerischen Schlösserverwaltung besucht. Neuschwanstein schauten sich zuletzt jedoch weniger Menschen an als noch vor einigen Jahren. Warum?

Auch zum 100-jährigen Bestehen drohen bei der Lufthansa Streiks. Für diesen Donnerstag sind zeitgleich Arbeitsniederlegungen der Piloten sowie des Kabinenpersonals angekündigt. Details zum Flugplan gibt es bislang noch nicht.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus prognostiziert für das Jahr 2026 ein Wachstum von 3,2 Prozent bei den internationalen Übernachtungen. Trotz eines Rückgangs im Vorjahr durch wegfallende Sondereffekte zeigt sich die internationale Reiseindustrie optimistisch.

Ein neuer Bericht von Google skizziert die Zukunft des Tourismus bis 2050. Prognostiziert werden eine Verdoppelung der internationalen Reisen, eine Verschiebung der Marktmacht Richtung Asien und die vollständige Automatisierung von Buchungsprozessen durch Künstliche Intelligenz.

Die Tui Group verzeichnet zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026 ein Rekordergebnis. Während das Kreuzfahrtsegment stark wächst und die Verschuldung sinkt, wird die Profitabilität im Hotelbereich infolge von Naturereignissen beeinflusst.

Die Generation Z prägt den Reisemarkt 2026: Trotz steigender Kosten planen junge Urlauber höhere Budgets ein und setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz. Gleichzeitig zeichnet sich eine klare Abkehr vom Massentourismus ab.

Die 42. Deutsche Tourismusanalyse zeigt: Die Deutschen verreisen so häufig wie seit 20 Jahren nicht mehr und geben dabei Rekordsummen aus. Trotz Inflation und Krisen bleibt der Urlaub das wichtigste Rückzugsgebiet, wobei Fernreisen und klassische europäische Ziele wie Italien und Frankreich besonders profitieren.