Ende der Strandkorbsaison - Gäste sparsamer geworden

| Tourismus Tourismus

Der kalendarische Sommer ist zu Ende. Das zeigt sich auch an den Stränden der Lübecker Bucht. Dort nimmt die Zahl der Strandkörbe von Tag zu Tag ab. «An diesem Wochenende endete für uns die Saison, dann wandern die Körbe ins Winterquartier», sagt Clemens Meininghaus, der am Strand von Scharbeutz Strandkörbe vermietet. «Theoretisch dürfen Körbe zwar noch bis Ende Oktober am Strand stehen, doch die meisten Kollegen hier beenden die Saison Ende September», sagt er.

Meininghaus begründet das auch mit den kürzer werdenden Tagen. «Dadurch schrumpft die Zeit, in der Körbe vermietet werden können, auf rund vier Stunden am Tag», sagt er. Dafür lohne sich der Aufwand nicht, schließlich müssten die Körbe am Strand auch gepflegt werden.

Auch in vielen anderen Orten bereiten sich die Vermieter darauf vor, ihre Körbe weg zu bringen. «Etwa die Hälfte der Körbe an Schleswig-Holsteins Ostseeküste sind schon weg», schätzt der Vorsitzende des Landesverbands der Strandkorbvermieter, Marcus Bade.

«Meine Körbe in Scharbeutz beispielsweise sind schon im Winterquartier. In Timmendorfer Strand dagegen lasse ich etwa ein Viertel meiner Körbe noch bis in den Oktober hinein stehen», sagt Bade.

Aus Sicht der Strandkorbvermieter sei die Saison 2022 durchschnittlich gut gelaufen, sagt der Verbandsvorsitzende. «Nach einem schwachen Start im Frühjahr ist der Sommer gut gelaufen, aber im August und September sind die Umsätze deutlich zurück gegangen», sagt Bade.

«Die Gäste sind sparsamer geworden. Vermutlich wollen sie ihr Geld zusammenhalten, da sie nicht wissen, welche Kosten noch auf sie zukommen.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes und des Deutschen Instituts für Tourismusforschung zeigt eine hohe Reisebereitschaft für den Sommer. Trotz gestiegener Kraftstoff- und Kerosinpreise planen 62 Prozent der Deutschen eine Urlaubsreise.

Rund zwei Stunden ging nichts mehr bei der Deutschen Bahn. Welchen Grund der Konzern nannte, was Reisende erlebten und wie lange es wohl noch Verspätungen und Ausfälle geben wird.

Der große Freizeitpark-Check für das Jahr 2026 kürt den südbadischen Europa-Park zum besten Freizeitpark in Deutschland. Neben den Branchenriesen überzeugen im aktuellen Ranking vor allem regionale Familienparks und spezialisierte Anlagen.

Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen - und Verspätungen: Ist die Klimaanlage an Bord defekt, kann es in Flugzeugen schnell unangenehm werden. Was steht Passagieren zu, wenn sich die Kabine unerträglich aufheizt?

Braunwald beendet den klassischen Skibetrieb ab der Wintersaison 2026/27. Die Sportbahnen begründen den Schritt mit anhaltenden Verlusten und veränderten klimatischen Bedingungen, während ein gemeinsamer Zukunftsprozess die weitere touristische Entwicklung der Destination vorbereiten soll.

PiNCAMP meldet Veränderungen im Buchungsverhalten von Campern in Europa. Nach Daten der Plattform wachsen Buchungen im Frühjahr und Herbst stärker als in den klassischen Sommerferien, während nordeuropäische Reiseziele zulegen.

Pierre & Vacances-Center Parcs hat ein vollständig finanziertes Übernahmeangebot von Mubadala Capital erhalten. Die geplante Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung wesentlicher Aktionäre und weiterer Genehmigungen.

Mehr als eine Milliarde Euro liegen im Reisesicherungsfonds – Tui kritisiert eine fehlende Anlagestrategie und fordert spürbare Entlastung für die Branche, und damit für die Urlauber.

Der Sommer-Reisereport 2026 von Opodo zeigt eine anhaltend starke Nachfrage der deutschen Urlauber nach südeuropäischen Zielen, angeführt von Spanien. Gleichzeitig gewinnen Ziele wie Lanzarote und Podgorica stark an Beliebtheit.

Die Staatsanwaltschaft München hat das Ermittlungsverfahren zur Insolvenz der FTI Group eingestellt, da sich der Verdacht auf Insolvenzverschleppung oder Betrug nicht erhärtet hat.