Erzgebirge und Augsburger Wassersystem zum Unesco-Welterbe ernannt 

| Tourismus Tourismus

In seiner 43. Sitzung in Baku hat das Unesco-Welterbekomitee die „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ sowie das historische Wassermanagement-System in Augsburg in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen. Der Welterbetitel ist die höchste Auszeichnung, die ein Kulturgut erlangen kann. „Der Ruf Sachsen als Kulturreiseziel Nummer 1 in Deutschland wird dadurch eindrucksvoll untermauert“, sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig am Sonntag in Dresden. „Ich freue mich für die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří und sende allen, die sich für die Anerkennung eingesetzt haben, meine Glückwünsche.“

Über acht Millionen Gäste aus dem In- und Ausland entscheiden sich jedes Jahr für einen Urlaub zwischen dem Vogtland und der Oberlausitz. Im Fokus der Besucher stehen vor allem Kunst- und Kulturhighlights von internationalem Renommee sowie die Kunstwerke, die die Natur geschaffen hat. „Speziell für das Erzgebirge bietet der Welterbetitel die Chance, internationale Aufmerksamkeit zu erlangen und die Region als bedeutenden Teil der über 1.000 Jahre alten Kulturlandschaft Sachsens mit seinen charakteristischen Merkmalen national und weltweit noch stärker in den Fokus der touristischen Vermarktung zu rücken“, so Dulig.

Auf der Nominierungsliste des Welterbekomitees standen in diesem Jahr 38 Stätten weltweit. Die „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ als grenzüberschreitender, deutsch-tschechischer Antrag, war als einer der drei deutschen Bewerber nominiert. Die „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ setzt sich aus 22 Bestandteilen zusammen: 17 auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite. 

Das historische Wassermanagement-System in Augsburg wurden ebenfalls zum Welterbe ernannt. Das System wurde von den Römern angelegt und zieht sich durch Kanäle und Pumpwerke durch die Stadt. 

Das Unesco-Welterbekomitee besteht aus Vertretern von 21 derjenigen 193 Staaten, die der Welterbekonvention beigetreten sind. Sie werden von der Generalversammlung für jeweils sechs Jahre gewählt. Es entscheidet jährlich über die Einschreibung neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste sowie über Erweiterungsanträge. Darüber hinaus befasst es sich mit dem Erhaltungszustand der eingeschriebenen Stätten, entwickelt Lösungen für bedrohte Stätten und bespricht die Beiträge des Welterbeprogramms zur Erreichung der Globalen Nachhaltigkeitsziele.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Flixbus startet am Donnerstag

Von einem Tag auf den anderen waren die grünen Busse im März stehen geblieben. Nun geht es mit wenigen Fahrzeugen für Flixbus wieder los. Für Fahrgäste wird sich einiges ändern. Sitzplätze sollen jedoch nicht gesperrt werden.

Mediziner warnen vor zweiter Corona-Welle in der Urlaubszeit

Mit Blick auf fortschreitende Lockerungen und die bevorstehende Urlaubszeit erinnern Experten an das Risiko eines erneuten Anstiegs von Corona-Neuinfektionen. Gerade die Reisezeit berge das Risiko, dass sich das Virus flächendeckender ausbreite als bislang.

Küstenurlaub in Zeiten von Corona - was erlaubt ist und was nicht

Die Hotspots an Nord- und Ostsee füllen sich nach vielen Wochen coronabedingter Zwangspause wieder mit Urlaubern. Doch auch wenn viele Touristen sich eine Auszeit vom Corona-Alltag nehmen wollen - auch im Urlaub bleibt das Virus präsent.

Türkei rechnet mit Aufhebung der Reisewarnung für deutsche Touristen

Außenminister Maas will die weltweite Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie noch vor den Sommerferien für alle EU-Länder aufheben. Aber was ist mit beliebten Urlaubsländern außerhalb der EU? Der Blick richtet sich dabei vor allem auf ein Land.

Teilverstaatlichung: Altmaier will nur vorübergehende Beteiligung an Lufthansa

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat versichert, dass die angepeilte Staatsbeteiligung an der Lufthansa nur vorübergehend sein soll. «Der Staat wird sich so schnell wie möglich wieder zurückziehen, damit die Lufthansa dann alleine zurechtkommt.

Corona-Krise: US-Autovermieter Hertz meldet Insolvenz an

Der Autovermieter Hertz hat in der Corona-Krise in den USA Insolvenz angemeldet. Der Rückgang von Reisen habe zu einem «plötzlichen und dramatischen» Einbruch bei Umsätzen und Buchungen geführt, teilte das Unternehmen mit Sitz in Estero im US-Bundesstaat Florida mit.

Tui will noch im Juni Touristen nach Mallorca fliegen

Der Reisekonzern Tui will bereits in wenigen Wochen wieder Reisen zu verschiedenen Zielen durchführen - unter anderem nach Mallorca. «Ab Ende Juni wollen wir pünktlich zu den Sommerferien wieder fliegen», sagte Vorstandschef Fritz Joussen der «Rheinischen Post».

Visit Berlin: Berliner Tourismusbranche kann Verluste nicht ausgleichen

Die Verluste der Berliner Tourismusbranche durch die Corona-Pandemie lassen sich aus Sicht von Marketing-Experten in den kommenden Monaten nicht ausgleichen. Er glaube nicht, dass das möglich sei, sagte Burkhard Kieker, Chef der Berliner Tourismusgesellschaft Visit Berlin.

Fliegen in Corona-Zeiten: Behörde empfiehlt freie Plätze zwischen Passagieren

Die europäischen Sicherheitsbehörden haben für den Flugbetrieb in Corona-Zeiten freie Plätze zwischen den Passagieren im Flugzeug empfohlen. So sollten - wann immer möglich - einzelne Sitze oder ganze Reihen zwischen den besetzten Plätzen freigelassen werden

Wegen Corona: Heilbädern im Südwesten steht das Wasser bis zum Hals

Der Südwesten ist für seine Heilquellen bekannt - doch wegen Corona sind die Bäder geschlossen. Das hat nicht nur für die Thermen und die umliegende Touristik Folgen, sondern auch für Kranke, die im Heilwasser Linderung suchen.