Expedia CEO sieht Zukunft für Reisebüros

| Tourismus Tourismus

Mark Okerstrom, der CEO der Expedia Group, glaubt laut Travel Weekly nach wie vor an die Zukunft der klassischen Reisebüros. Auf der Explore 19-Konferenz des Unternehmens antwortete er demnach auf die Frage eines Reporters: „Ich denke, dass traditionelle Reisebüros einen großartigen Platz für sich gefunden haben. Es gibt immer noch einen Bedarf an Beratern für komplexe Reisen. Also Reisen, die mehrteilig sind und viele verschiedene Stationen beinhalten. Dinge wie Kreuzfahrten."

Wie Travel Weekly weiter berichtet, zeigen Expedia-Forschungen, dass zwei Drittel der Kunden lieber per Chat oder Text mit den Beratern kommunizieren würden, wenn sie Fragen haben. Laut Okerstrom spiegeln solche Ergebnisse jedoch nicht die komplexeren Reiserouten wider.

Expedia besitzt auch die sogenannten Expedia-CruiseShipCenters. Diese verfügen laut Okerstrom über rund 300 Standorte und etwa 7.000 Berater. Diese Infrastruktur sei auch notwendig, da eine Kreuzfahrt ein komplexerer Kauf sein könne als eine einfache Hotel- und Flugbuchung.

"Wir sehen in der Branche, dass die einfachen Dinge bereits online geklärt werden. Und wenn wir unsere Kunden betrachten, die mit uns chatten, sind viele Anfragen auch sehr einfach", sagte Okerstrom. Solche Anfragen beziehen sich demnach oft auf die Durchführung einer Buchung, Änderungen oder Stornierungen. Eine komplexe Reise, also zum Beispiel die zehntägige, länderübergreifende Route mit bereits gebuchten Ausflügen sei für einen Reisenden jedoch schwer online zu erledigen. "Das ist immer noch eine großartige Möglichkeit für Offline-Reisebüros", so der CEO.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes und des Deutschen Instituts für Tourismusforschung zeigt eine hohe Reisebereitschaft für den Sommer. Trotz gestiegener Kraftstoff- und Kerosinpreise planen 62 Prozent der Deutschen eine Urlaubsreise.

Rund zwei Stunden ging nichts mehr bei der Deutschen Bahn. Welchen Grund der Konzern nannte, was Reisende erlebten und wie lange es wohl noch Verspätungen und Ausfälle geben wird.

Der große Freizeitpark-Check für das Jahr 2026 kürt den südbadischen Europa-Park zum besten Freizeitpark in Deutschland. Neben den Branchenriesen überzeugen im aktuellen Ranking vor allem regionale Familienparks und spezialisierte Anlagen.

Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen - und Verspätungen: Ist die Klimaanlage an Bord defekt, kann es in Flugzeugen schnell unangenehm werden. Was steht Passagieren zu, wenn sich die Kabine unerträglich aufheizt?

Braunwald beendet den klassischen Skibetrieb ab der Wintersaison 2026/27. Die Sportbahnen begründen den Schritt mit anhaltenden Verlusten und veränderten klimatischen Bedingungen, während ein gemeinsamer Zukunftsprozess die weitere touristische Entwicklung der Destination vorbereiten soll.

PiNCAMP meldet Veränderungen im Buchungsverhalten von Campern in Europa. Nach Daten der Plattform wachsen Buchungen im Frühjahr und Herbst stärker als in den klassischen Sommerferien, während nordeuropäische Reiseziele zulegen.

Pierre & Vacances-Center Parcs hat ein vollständig finanziertes Übernahmeangebot von Mubadala Capital erhalten. Die geplante Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung wesentlicher Aktionäre und weiterer Genehmigungen.

Mehr als eine Milliarde Euro liegen im Reisesicherungsfonds – Tui kritisiert eine fehlende Anlagestrategie und fordert spürbare Entlastung für die Branche, und damit für die Urlauber.

Der Sommer-Reisereport 2026 von Opodo zeigt eine anhaltend starke Nachfrage der deutschen Urlauber nach südeuropäischen Zielen, angeführt von Spanien. Gleichzeitig gewinnen Ziele wie Lanzarote und Podgorica stark an Beliebtheit.

Die Staatsanwaltschaft München hat das Ermittlungsverfahren zur Insolvenz der FTI Group eingestellt, da sich der Verdacht auf Insolvenzverschleppung oder Betrug nicht erhärtet hat.