Ferienflieger Condor entlässt 170 Verwaltungsangestellte

| Tourismus Tourismus

Auf ihrem Sanierungskurs greift die Ferienfluggesellschaft Condor nun zu Entlassungen. In der zentralen Frankfurter Verwaltung müssen 170 von 750 Mitarbeitern gehen, bestätigte ein Unternehmenssprecher am Dienstag. Dies könne zum Teil sozialverträglich und ohne Kündigungen vollzogen werden. Den übrigen Betroffenen biete man an, sich sechs Monate lang in einer Transfergesellschaft auf die nächsten beruflichen Schritte vorzubereiten. Zuvor hatte die «Bild-Zeitung» darüber berichtet.

Die Fluggesellschaft befindet sich in einem so genannten Schutzschirmverfahren. Dort kann sie sich leichter von bisherigen Vertragspartnern wie auch von Personal trennen, um für künftige Investoren attraktiver zu werden. Das Frankfurter Unternehmen war in die Pleite des britischen Mutterkonzerns Thomas Cook hineingezogen worden, hat aber in den vergangenen Jahren meist Gewinne eingeflogen. Airline-Chef Ralf Teckentrup will das Unternehmen möglichst als Ganzes erhalten. Derzeit wird die Gesellschaft mit einem Überbrückungskredit der staatlichen KfW-Bank über 380 Millionen Euro in der Luft gehalten.

Die nun zur Entlassung stehenden Mitarbeiter hätten zum Teil Aufgaben für die gesamte Thomas-Cook-Group erledigt, was nun nicht mehr notwendig sei, hieß es. Auch seien einzelne Arbeitsbereiche effizienter gestaltet worden. «Das ist eine schwierige Entscheidung, die notwendig ist, um die Zukunft von Condor und damit aller verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern», sagte der Sprecher. Entscheidungen zum fliegenden Personal gebe es noch nicht. Man sei mit den Gewerkschaften in sehr guten Gesprächen über die künftigen Konditionen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Fast 44 Prozent für die als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD bei der Landtagswahl. Schreckt das Touristen ab? Diese Stimmen kommen aus dem Harz.

Eine neue Auswertung von Fit Reisen zeigt, welche deutschen Berge auf Instagram am häufigsten geteilt werden und wo Wanderer noch Ruhe finden.

Dertour hat das Reiseverhalten für den Sommer 2026 analysiert und verzeichnet einen gestiegenen Last-Minute-Anteil sowie stabile Präferenzen bei Luxus- und All-inclusive-Reisen.

Wald, Wartburg, Weimar - das verbinden viele Touristen mit Thüringen. Doch der Tourismus im Freistaat hat sich in den vergangenen zehn Jahren nur verhalten entwickelt. Wie sich das ändern soll.

Alltours verzeichnet seit fünf Jahren ein jährliches Wachstum der bis September eingegangenen Fernreisebuchungen. Als Reaktion erweitert der Veranstalter sein Programm für die Wintersaison mit neuen Hotels, Flugverbindungen und ausgebauten Rundreisen.

Eine aktuelle Auswertung zeigt die häufigsten Reisebeschwerden österreichischer Urlauber im Sommer 2026, wobei vor allem die Themen Flugreisen, Unterkünfte und Mietwagen mit Frust verbunden waren.

Wieder einmal darf sich der Europa-Park über die Auszeichnung zum «besten Freizeitpark der Welt» freuen. Dabei setzt er sich erneut gegen namhafte Konkurrenz durch.

Meta hat mit Muse einen persönlichen KI-Agenten gestartet, der in den USA unter anderem Reisen suchen und buchen kann. Für Flüge greift Muse über Duffel auf Angebote von mehr als 500 Fluggesellschaften zu, während Hotels bislang über den offenen Internetzugang gesucht werden.

Acht Schiffe sind bei den Kreuzfahrt Guide Awards 2026 ausgezeichnet worden. Der Sonderpreis geht an die Hamburger Reederei Sea Cloud Cruises. Mehr als 100 Vertreter der Kreuzfahrtbranche kamen zur Preisverleihung in den Altonaer Kaispeicher.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Juli 2026 58,4 Millionen Übernachtungen verbucht. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch von Januar bis Juli lagen die Übernachtungszahlen über dem Vorjahresniveau.